So rechnet der Restschuld-Rechner
Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die Rate gleich, der Zinsanteil sinkt, der Tilgungsanteil steigt. Nach Ablauf der Zinsbindung bleibt eine Restschuld, die Sie neu finanzieren oder ablösen müssen. Wer sie vorab kennt, kann einschätzen, wie hoch das Zinsrisiko bei der Anschlussfinanzierung ist.
Der Rechner berechnet die Rate aus Sollzins und anfänglicher Tilgung und führt das Darlehen monatlich fort. Auf Wunsch fließt eine jährliche Sondertilgung am Jahresende ein. Am Ende der Zinsbindung zeigt er die Restschuld und die bis dahin gezahlten Zinsen.
Monatliche Rate = Darlehen × (Sollzins + Tilgung) ÷ 12
Zinsen im Monat = Restschuld × Sollzins ÷ 12
Tilgung im Monat = Rate − Zinsen
Grenzen der Rechnung
Banken rechnen Zinsen oft jährlich oder vierteljährlich ab, dadurch weicht der Tilgungsplan um einige Euro vom Ergebnis ab. Verbindlich ist immer der Tilgungsplan der Bank. Der Rechner eignet sich, um Angebote und die Wirkung von Sondertilgungen zu vergleichen.
Bei der Anschlussfinanzierung gelten neue Konditionen. Ist der Zins dann höher, steigt die Rate oder die Laufzeit. Eine höhere Anfangstilgung oder Sondertilgungen senken die Restschuld und damit das Risiko.
Beispiel zur Wirkung der Tilgung
Mit 3 % statt 2 % Anfangstilgung steigt die Rate, die Restschuld nach zehn Jahren sinkt aber deutlich. Bei 300.000 Euro und 3,5 % Zins bleiben mit 3 % Tilgung etwa 205.000 Euro, mit 2 % etwa 228.000 Euro. Die höhere Rate kauft also Sicherheit bei der Anschlussfinanzierung.
Auch eine längere Zinsbindung verändert die Rechnung. Bei 15 Jahren sind die Zinsen länger sicher, die Restschuld sinkt weiter. Vergleichen Sie im Rechner mehrere Varianten, bevor Sie sich festlegen.
Rechnen Sie mehrere Szenarien durch: mit 2 %, 3 % und 4 % Tilgung sowie mit und ohne Sondertilgung. Die Unterschiede in der Restschuld zeigen, wie viel Spielraum Sie bei der Anschlussfinanzierung gewinnen. Vergleichen Sie das mit der höheren monatlichen Rate, die Sie dafür aufbringen müssen.
Tipps und typische Fehler
Restschuld senken.
- Mehr Tilgung: Jedes Prozent senkt die Restschuld deutlich.
- Sondertilgung nutzen: Viele Verträge erlauben 5 % im Jahr.
- Zinsrisiko planen: Rechnen Sie mit höheren Zinsen bei der Anschlussfinanzierung.
- Zinsbindung wählen: Längere Bindung gibt mehr Sicherheit.
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Häufige Fragen
Wie hoch ist die Restschuld nach zehn Jahren?
Das hängt von Zins und Tilgung ab. Bei 3,5 % Zins und 2 % Tilgung sind es rund 76 % des Darlehens.
Wie senke ich die Restschuld?
Mit höherer Anfangstilgung oder Sondertilgungen. Jede zusätzliche Zahlung spart Zinsen, die auf die Restschuld entfallen.
Was passiert nach der Zinsbindung?
Sie lösen die Restschuld ab oder schließen eine Anschlussfinanzierung zu den dann geltenden Zinsen.
Wie berechne ich die Restschuld?
Mit dem Tilgungsplan: Zinsen jedes Monats abziehen und die Tilgung von der Schuld abziehen, bis die Zinsbindung endet.
Wie wirkt eine Sondertilgung?
Sie senkt die Restschuld direkt und spart künftige Zinsen.
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