Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.
Wie sich die Beiträge unterscheiden
In der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen. 2026 gilt der allgemeine Satz von 14,6 Prozent plus Zusatzbeitrag, hinzu kommt die Pflegeversicherung mit 3,6 Prozent, bei Kinderlosen 4,2 Prozent. Berechnet wird bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro im Monat. Angestellte zahlen die Hälfte, der Arbeitgeber die andere.
In der privaten Krankenversicherung hängt der Beitrag vom Eintrittsalter, dem Gesundheitszustand und dem gewählten Tarif ab, nicht vom Einkommen. Angestellte erhalten vom Arbeitgeber einen Zuschuss in Höhe der Hälfte des Beitrags, aber höchstens so viel, wie der Arbeitgeber in der GKV zahlen würde.
Wechseln dürfen Angestellte nur, wenn ihr Jahreseinkommen die Versicherungspflichtgrenze übersteigt. Sie liegt 2026 bei 77.400 Euro. Selbstständige und Beamte können grundsätzlich in die PKV, bekommen aber keinen Arbeitgeberzuschuss.
Der Rechner stellt beide Eigenanteile nebeneinander und zeigt die Differenz pro Monat und Jahr.
Was der Vergleich nicht zeigt
Der Beitrag heute sagt wenig über den Beitrag in 30 Jahren. PKV-Beiträge steigen im Lauf des Lebens, bei vielen Versicherten stärker als die der GKV. Im Alter fällt zwar der Arbeitgeberzuschuss weg, dafür gibt es einen Zuschuss der Rentenversicherung. Prüfen Sie deshalb Beitragsentwicklung und Altersrückstellungen der Gesellschaft.
In der GKV sind Ehepartner ohne eigenes Einkommen und Kinder beitragsfrei mitversichert. In der PKV braucht jeder Versicherte einen eigenen Vertrag, für Kinder fallen eigene Beiträge an. Bei Familien kippt der Vergleich deshalb oft zugunsten der GKV.
Auch Leistungen unterscheiden sich: Die PKV bietet häufig bessere Wahlleistungen und kürzere Wartezeiten, setzt aber eine Gesundheitsprüfung voraus. Die Rückkehr in die GKV ist später oft nur eingeschränkt möglich, vor allem ab 55 Jahren.
Wer wechseln möchte, sollte sich unabhängig beraten lassen und mehrere Tarife vergleichen. Der Rechner ersetzt keine Beratung.
Tipps und typische Fehler
Vor dem Wechsel in die PKV.
- Alter: Beiträge steigen im Lauf des Lebens.
- Familie: In der GKV beitragsfrei mitversichert.
- Gesundheitsprüfung: Vorerkrankungen können den Beitrag erhöhen.
- Rückkehr: Zurück in die GKV ist später schwierig.
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Häufige Fragen
Ab welchem Einkommen kann ich in die PKV wechseln?
Angestellte ab 77.400 Euro Jahreseinkommen (Versicherungspflichtgrenze 2026).
Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zur PKV?
Die Hälfte des Beitrags, höchstens der Betrag, den der Arbeitgeber in der GKV zahlen würde.
Sind Kinder in der PKV beitragsfrei?
Nein, in der PKV haben Kinder eigene Verträge mit eigenen Beiträgen.
Wann lohnt sich die PKV?
Meist für junge, gesunde Angestellte und Selbstständige ohne Familie, wenn der Beitrag dauerhaft unter dem GKV-Beitrag liegt.
Wie hoch ist die Versicherungspflichtgrenze 2026?
77.400 Euro Jahreseinkommen.
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