Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.
Wofür Krankentagegeld gedacht ist
Wer krank ist und nicht arbeiten kann, bekommt als Angestellter sechs Wochen lang das Gehalt vom Arbeitgeber. Danach zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld. Es beträgt 70 Prozent des Bruttoeinkommens, höchstens aber 90 Prozent des Nettos, und ist auf 70 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze begrenzt.
Selbstständige und Freiberufler haben es schwerer. Wer gesetzlich versichert ist, erhält Krankengeld nur mit einem Wahltarif oder dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent, und erst ab dem 43. Krankheitstag. Privat Versicherte brauchen ein Krankentagegeld, das sie selbst vereinbaren. Ohne Absicherung entfällt das Einkommen komplett.
Der Rechner vergleicht Ihr Netto pro Tag mit dem gesetzlichen Krankengeld. Die Differenz ist die Lücke, die ein Krankentagegeld schließen sollte. Er zeigt außerdem den Betrag, der in den ersten 42 Tagen ausfällt.
Ein Krankentagegeld zahlt ab einem vereinbarten Tag, der sogenannten Karenzzeit. Je kürzer die Karenzzeit, desto höher der Beitrag.
Wie Sie die Absicherung wählen
Wählen Sie die Karenzzeit passend zu Ihren Rücklagen. Wer sechs Wochen Einkommen aus Rücklagen überbrücken kann, spart mit einer Karenzzeit von 42 Tagen Beitrag. Wer keine Reserve hat, braucht Krankentagegeld ab dem ersten oder vierzehnten Tag.
Das Krankengeld der gesetzlichen Kasse ist brutto. Davon gehen Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung ab, bei Selbstständigen entfällt das meist. Auch die Beiträge zur Krankenversicherung laufen weiter. Planen Sie daher etwas Spielraum ein.
Beim privaten Krankentagegeld darf die versicherte Summe das Netto nicht übersteigen. Das Krankentagegeld endet bei Berufsunfähigkeit, deshalb ist sie keine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Beide Absicherungen ergänzen sich.
Der Rechner ersetzt keine Beratung durch einen Makler oder die Krankenkasse.
Prüfen Sie, ob der Vertrag eine Anpassung der Versicherungssumme bei steigendem Einkommen erlaubt. Selbstständige mit schwankendem Gewinn sollten die Absicherung am Durchschnitt der letzten drei Jahre ausrichten.
Tipps und typische Fehler
Krankentagegeld wählen.
- Karenzzeit: Zu Rücklagen passend wählen.
- Höhe: Nicht über dem Netto versichern.
- Wahltarif: Bei der GKV Krankengeld prüfen.
- BU: Krankentagegeld ersetzt keine Berufsunfähigkeit.
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Häufige Fragen
Wie hoch ist das Krankengeld?
70 Prozent des Bruttos, höchstens 90 Prozent des Nettos und höchstens rund 135 Euro pro Tag 2026.
Ab wann zahlt die Krankenkasse Krankengeld?
Nach sechs Wochen Entgeltfortzahlung, also ab dem 43. Krankheitstag, bei Selbstständigen mit Wahltarif.
Brauche ich als Selbstständiger Krankentagegeld?
Ja, wenn bei Krankheit das Einkommen wegbricht und Rücklagen nicht ausreichen.
Wie hoch ist das gesetzliche Krankengeld?
70 Prozent des Bruttos, höchstens 90 Prozent des Nettos.
Was ist die Karenzzeit?
Die Zeit bis das Krankentagegeld zu zahlen beginnt, zum Beispiel 42 Tage.
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