Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Warum die gesetzliche Absicherung nicht reicht
Wer seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann, erhält vom Staat in der Regel keine Berufsunfähigkeitsrente. Für nach 1960 Geborene gibt es nur die Erwerbsminderungsrente, und die setzt voraus, dass Sie überhaupt keine Tätigkeit mehr oder nur noch wenige Stunden am Tag ausüben können. Wer noch drei bis unter sechs Stunden arbeiten kann, bekommt nur die halbe Rente.
Auch die volle Erwerbsminderungsrente liegt meist weit unter dem letzten Nettoeinkommen, bei vielen Angestellten bei rund einem Drittel bis der Hälfte. Genau diese Differenz ist die Versorgungslücke, die eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schließen soll.
Der Rechner setzt dazu Ihren Bedarf an, nämlich einen Anteil Ihres Nettoeinkommens, und zieht alles ab, was bereits sicher fließt. Der Rest ist die BU-Rente, die Sie absichern sollten. Die Beiträge selbst hängen von Beruf, Alter und Gesundheit ab und sind hier nicht berechnet.
Grenzen der Rechnung
Die Zahl ist ein Ausgangspunkt für das Gespräch mit einer unabhängigen Beratung. Ob ein Vertrag leistet, hängt an den Bedingungen: Verzicht auf abstrakte Verweisung, Leistung ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit, Nachversicherungsgarantie und die Dauer der Leistung entscheiden mehr als wenige Euro Beitrag.
Mit Inflation und steigendem Einkommen wächst Ihr Bedarf. Viele Verträge bieten eine Leistungsdynamik oder Nachversicherungsgarantien, die diese Entwicklung abbilden. Der Rechner nimmt dagegen einen gleichbleibenden Bedarf an.
Bei Selbstständigen und Beamten gelten andere Regeln. Selbstständige haben oft keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, setzen Sie dort 0 ein. Beamte haben eine Dienstunfähigkeitsversorgung, deren Höhe die Besoldungsstelle nennt.
Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Arbeitgeber eine betriebliche Berufsunfähigkeitsabsicherung anbietet. Sie wird oft günstiger über den Arbeitgeber abgeschlossen, hat aber meist engere Bedingungen. Der Rechner hilft, die Gesamtsumme aller Bausteine mit Ihrem Bedarf zu vergleichen und Lücken sichtbar zu machen.
Tipps und typische Fehler
Typische Fehler bei der BU.
- Zu niedrig absichern: Unter 60 Prozent des Nettos reicht die Rente oft nicht.
- Verweisung: Auf abstrakte Verweisung verzichten.
- Früh abschließen: Jung und gesund sind die Beiträge am niedrigsten.
- Gesundheitsfragen: Vollständig und wahrheitsgemäß antworten.
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Häufige Fragen
Wie hoch sollte die BU-Rente sein?
Meist 70 bis 85 Prozent des Nettoeinkommens, abzüglich der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente.
Bekomme ich keine staatliche BU-Rente?
Für nach 1960 Geborene gibt es nur die Erwerbsminderungsrente, die an strenge Bedingungen geknüpft ist.
Bis wann sollte die BU laufen?
Üblich ist die Absicherung bis zur Regelaltersgrenze, für Jahrgang 1964 und später also bis 67 Jahre.
Was ist die Versorgungslücke bei Berufsunfähigkeit?
Der Unterschied zwischen Ihrem Bedarf und den staatlichen sowie sonstigen Leistungen.
Wie hoch ist die Erwerbsminderungsrente?
Das steht in Ihrer Renteninformation, bei voller Erwerbsminderung oft ein Drittel bis die Hälfte des Nettos.
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