Finanzen & Sparen

Rentenabschlag berechnen: Was kostet der frühe Rentenbeginn?

Wählen Sie Jahrgang und gewünschten Rentenbeginn. Der Rechner zeigt die Regelaltersgrenze, den Abschlag in Prozent und Ihre dauerhaft geringere Monatsrente.

Ihr Rentenbeginn
Monatliche Bruttorente ohne Abschlag, aus Ihrer Renteninformation oder Rentenauskunft.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.

So funktioniert der Rentenabschlag

Wer vor der Regelaltersgrenze in Rente geht, bekommt seine Rente dauerhaft gekürzt. Für jeden Monat, den die Rente früher beginnt, wird sie um 0,3 Prozent gemindert, das sind 3,6 Prozent je Jahr. Der Abschlag ist auf 14,4 Prozent begrenzt, was einem Beginn vier Jahre vor der Regelaltersgrenze entspricht, und er gilt lebenslang.

Die Regelaltersgrenze hängt vom Geburtsjahr ab. Sie steigt für die Jahrgänge 1947 bis 1958 schrittweise um je einen Monat von 65 auf 66 Jahre. Danach steigt sie um zwei Monate je Jahrgang. Wer 1964 oder später geboren ist, geht mit 67 Jahren regulär in Rente. Die früheste Altersrente für langjährig Versicherte ist ab 63 Jahren möglich, sofern 35 Versicherungsjahre vorliegen.

Wer die Rente später beginnt, bekommt einen Zuschlag von 0,5 Prozent je Monat. Das lohnt sich oft nur bei guter Gesundheit und fehlendem Bedarf. Der Rechner zeigt auch, ab welchem Alter die Gesamtsumme der später beginnenden Rente die der früheren übersteigt.

Abschlag=Monate vor der Regelaltersgrenze×0,3  % (ho¨chstens 14,4  %)\text{Abschlag} = \text{Monate vor der Regelaltersgrenze} \times 0{,}3\,\,\%\,\left(\text{höchstens}\,14{,}4\,\,\%\right)Rente=Regelrente×(1−Abschlag)\text{Rente} = \text{Regelrente} \times \left(1 - \text{Abschlag}\right)

Beispiel: Jahrgang 1970 erreicht die Regelaltersgrenze mit 67 Jahren. Beginnt die Rente mit 63 Jahren, sind das 48 Monate früher und damit 14,4 % Abschlag. Aus 1.800 € werden 1.540,80 €, also 259,20 € weniger im Monat oder 3.110,40 € im Jahr.

Was Sie beachten sollten

Der Rechner nimmt an, dass Ihre Regelrente gleich bleibt. Tatsächlich hat ein früherer Beginn auch zur Folge, dass Sie weniger Beitragsjahre sammeln. Die Rentenauskunft der Rentenversicherung rechnet das konkret für Ihr Konto aus.

Wer 45 Versicherungsjahre erreicht, kann als besonders langjährig Versicherter abschlagsfrei früher in Rente gehen. Für nach 1963 Geborene liegt diese Altersgrenze bei 65 Jahren. Schwerbehinderte Menschen haben eigene, günstigere Grenzen. Beides ist hier nicht abgebildet.

Mit einer Teilrente lässt sich der Übergang gleitend gestalten. Die Hinzuverdienstgrenzen für vorzeitige Altersrenten sind seit 2023 entfallen, der Hinzuverdienst wird aber steuerlich und bei Krankenkasse und Pflegeversicherung berücksichtigt. Holen Sie sich vor der Entscheidung eine Beratung bei der Rentenversicherung.

Rechnen Sie auch mit Ihren laufenden Kosten und möglichen Einkommensquellen bis zum regulären Rentenbeginn. Wer früher geht, muss die Zeit bis zur Regelaltersgrenze mit einer dauerhaft geringeren Rente überbrücken, und die Abschläge wirken auch auf eine spätere Witwen- oder Erwerbsminderungsrente. Mit Sonderzahlungen an die Rentenversicherung lassen sich Abschläge teilweise ausgleichen. Das lohnt sich vor allem bei hohem Steuersatz, weil solche Zahlungen steuerlich absetzbar sein können.

Tipps und typische Fehler

Vor dem frühen Rentenbeginn.

  • Rentenauskunft: Konkrete Zahlen bei der Rentenversicherung anfordern.
  • Dauerhaft: Der Abschlag gilt lebenslang.
  • 45 Jahre: Besonders langjährig Versicherte gehen früher abschlagsfrei.
  • Teilrente: Gleitender Übergang ist möglich.

Weitere Rechner: Finanzen & Sparen

Auch gesucht als

Dieser Rechner hilft bei diesen und ähnlichen Fragen:

  • Rentenabschlag berechnen
  • Rente mit 63 Abschlag
  • Abschlag Rente Rechner
  • vorzeitige Rente Abzug
  • Rente mit 63 Rechner
  • Regelaltersgrenze Jahrgang

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Rentenabschlag?

0,3 Prozent für jeden Monat vor der Regelaltersgrenze, höchstens 14,4 Prozent.

Gilt der Abschlag dauerhaft?

Ja, er mindert die Rente lebenslang, auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze.

Wann kann ich ohne Abschlag in Rente?

Zur Regelaltersgrenze oder mit 45 Versicherungsjahren als besonders langjährig Versicherter.

Was ist die Regelaltersgrenze für Jahrgang 1964?

Sie liegt bei 67 Jahren.

Wie viel Zuschlag gibt es bei späterem Rentenbeginn?

0,5 Prozent je Monat, den die Rente über die Regelaltersgrenze hinaus aufgeschoben wird.

Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.