Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.
Was freiwillige Beiträge bringen
Wer nicht pflichtversichert ist, etwa Selbstständige, Beamte oder Hausfrauen und Hausmänner, kann freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen. Dabei wählen Sie die Höhe zwischen einem Mindest- und einem Höchstbeitrag frei. Jeder eingezahlte Euro wird in Entgeltpunkte umgerechnet, aus denen später die Rente berechnet wird.
Der Rechner teilt Ihre Einzahlung durch den Preis eines Entgeltpunkts, also Durchschnittsentgelt mal Beitragssatz. Das Ergebnis multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert ist das monatliche Rentenplus. Weil Renten jährlich angepasst werden, schreibt der Rechner diesen Betrag mit Ihrer Annahme bis zum Rentenbeginn fort.
Aus Einzahlung und erwarteten Mehrrenten ergibt sich eine Rendite. Sie hängt stark davon ab, wie lange Sie die Rente beziehen. Wer früh stirbt, bekommt wenig zurück; wer sehr alt wird, erzielt eine ansehnliche, sichere Verzinsung. Die Hinterbliebenenrente ist in der Rendite nicht enthalten.
Vor- und Nachteile abwägen
Freiwillige Beiträge sind eine Anlage ohne Kursrisiko, deren Ertrag an die Lohnentwicklung gekoppelt ist. Sie zahlen sich besonders aus, wenn Sie damit eine Wartezeit erfüllen, etwa die 60 Monate für einen Rentenanspruch überhaupt oder die 35 Jahre für die Altersrente für langjährig Versicherte. Dann kann schon ein kleiner Beitrag eine ganze Rente sichern.
Der Mindestbeitrag liegt bei gut 100 Euro im Monat, der Höchstbeitrag bei gut 1.500 Euro; beide ändern sich jährlich mit den Rechengrößen. Für ein Kalenderjahr können Sie bis zum 31. März des Folgejahres zahlen. Die Beiträge sind als Altersvorsorgeaufwendungen steuerlich absetzbar, die spätere Rente wird dagegen besteuert.
Von der Mehrrente gehen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab, bei pflichtversicherten Rentnern ein Teil davon. Vergleichen Sie die Rendite deshalb mit sicheren Alternativen nach Steuern. Wer gesundheitlich eine kürzere Lebenserwartung hat, sollte die Bezugsdauer vorsichtig ansetzen.
Alle Rechengrößen sind Eingabefelder, weil sie jährlich neu festgelegt werden; bitte Stand prüfen. Die Ergebnisse sind Näherungen und keine Anlage-, Renten- oder Steuerberatung. Was Ihre bisherigen Punkte wert sind, zeigt der Entgeltpunkte-Rechner, eine mögliche Versorgungslücke der Rentenlücken-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Freiwillig vorsorgen.
- Wartezeit: Lücken schließen.
- Frist: 31. März beachten.
- Steuer: Beiträge absetzen.
- Abgaben: Kranken- und Pflegeversicherung einrechnen.
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Häufige Fragen
Lohnen sich freiwillige Beiträge zur Rentenversicherung?
Oft, wenn damit Wartezeiten erfüllt werden oder eine lange Rentenbezugsdauer zu erwarten ist; die Rendite liegt meist im niedrigen einstelligen Bereich.
Wie viel Rente bringen 10.000 Euro?
Mit den Standardwerten etwa 44 Euro im Monat zum heutigen Rentenwert, vor Steuern und Sozialabgaben.
Wer darf freiwillige Rentenbeiträge zahlen?
Alle ab 16 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland, die nicht versicherungspflichtig sind, sowie Personen mit bestimmten Auslandsbezügen.
Bis wann kann ich freiwillige Beiträge für ein Jahr zahlen?
Bis zum 31. März des Folgejahres.
Zählen freiwillige Beiträge für die Wartezeit?
Ja, für die allgemeine Wartezeit und die 35 Jahre; für die 45 Jahre nur unter Bedingungen.
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