So wird der maximale Kaufpreis berechnet
Die Grundlage ist die Monatsrate, die Sie dauerhaft tragen können. Der Rechner nimmt dafür einen Anteil Ihres Haushaltsnettos und zieht bestehende Verpflichtungen ab. Aus der Rate und der Summe von Sollzins und Tilgung ergibt sich das Darlehen, das eine Bank bei diesen Konditionen finanziert.
Zum Darlehen kommt Ihr Eigenkapital. Zusammen decken sie Kaufpreis und Kaufnebenkosten. Die Nebenkosten bestehen aus Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch sowie gegebenenfalls Maklerprovision. Sie sollten mindestens aus dem Eigenkapital bezahlt werden, denn Banken finanzieren sie ungern mit.
So erhalten Sie einen Kaufpreis, der zu Ihrer Rate passt, und sehen zugleich, wie viel Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtbedarf vorhanden ist. Je höher dieser Anteil, desto günstiger sind meist die Zinsen.
Was zusätzlich zählt
Die Rate allein sagt nicht, ob Sie sich die Immobilie leisten können. Zusätzlich fallen Nebenkosten, Instandhaltung, Grundsteuer und Versicherungen an, bei einer Eigentumswohnung auch das Hausgeld. Rechnen Sie dafür rund 1 bis 2 Prozent des Kaufpreises pro Jahr ein.
Nach Ende der Zinsbindung können sich die Zinsen deutlich ändern. Planen Sie deshalb eine Sicherheitsreserve und prüfen Sie mit dem Tilgungsrechner, wie hoch die Restschuld nach zehn oder fünfzehn Jahren ist. Steigt der Zins, muss die Rate entweder wachsen oder die Laufzeit länger werden.
Banken prüfen außerdem die Haushaltsrechnung, Beschäftigungsdauer, Eigenkapital und Sicherheiten. Ein hoher Anteil für die Rate lässt wenig Spielraum für Kinder, Arbeitslosigkeit oder Krankheit.
Der Rechner liefert eine Orientierung, kein Finanzierungsangebot. Holen Sie mehrere Angebote ein.
Als Faustregel gilt: Je länger die Zinsbindung, desto sicherer die Planung, aber desto höher oft der Zins. Eine Tilgung von 2 bis 3 Prozent hält die Laufzeit überschaubar. Wer Sondertilgungen vereinbart, kann Überschüsse nutzen, ohne die Rate zu erhöhen. Berücksichtigen Sie auch Förderkredite, die den Zins senken können.
Tipps und typische Fehler
Vor dem Hauskauf prüfen.
- Nebenkosten: Aus Eigenkapital bezahlen.
- Reserve: Rücklage für Instandhaltung und Zinsanstieg.
- Sondertilgung: Flexibilität vereinbaren.
- Angebote: Mehrere Banken vergleichen.
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Häufige Fragen
Wie viel Prozent vom Netto sollte die Rate sein?
Üblich sind 30 bis 40 Prozent des Haushaltsnettos. Vorsichtiger ist ein Wert um 30 Prozent.
Wie viel Eigenkapital brauche ich?
Mindestens die Kaufnebenkosten, besser 20 Prozent des Kaufpreises oder mehr, das senkt den Zins.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten?
Je nach Bundesland etwa 8 bis 14 Prozent des Kaufpreises, mit Makler eher mehr.
Wie viel Haus kann ich mir bei 4.000 Euro netto leisten?
Bei 35 Prozent Rate, 3,8 Prozent Zins und 2 Prozent Tilgung etwa 290.000 Euro Darlehen, plus Eigenkapital.
Welche Rate ist sinnvoll?
Etwa 30 bis 40 Prozent des Haushaltsnettos, je nach Lebenssituation.
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