Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.
Was von Ihrem Gewinn übrig bleibt
Selbstständige erhalten kein Gehalt mit Abzügen, sondern müssen ihre Abgaben selbst planen. Vom Gewinn gehen vor allem drei Posten ab: die Einkommensteuer, die Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Altersvorsorge. Ein Teil davon ist steuerlich absetzbar, weshalb sich die Reihenfolge der Rechnung auswirkt.
Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung mindern das zu versteuernde Einkommen. In der gesetzlichen Versicherung berechnen sie sich auf Ihr Einkommen, mindestens aber auf 1.318,33 Euro und höchstens auf 5.812,50 Euro monatlich. Ohne Anspruch auf Krankengeld gilt der ermäßigte Satz von 14,0 Prozent, zuzüglich Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung.
Aus dem Einkommen nach Abzug der Beiträge berechnet der Rechner die Einkommensteuer und den Solidaritätszuschlag mit den Tarifen für 2026. Das Ergebnis ist das Netto vor Altersvorsorge, davon ziehen Sie Ihre private Vorsorge ab.
Daraus ergibt sich, wie viel Sie im Monat tatsächlich ausgeben können und wie hoch die Rücklage für Steuern sein sollte.
Was der Rechner vereinfacht
Die Rechnung ist vereinfacht. Sie berücksichtigt keine Gewerbesteuer, keine Sonderausgaben für die Altersvorsorge, keine Vorauszahlungen und keinen Kirchensteuersatz. Wer die Basisrente nutzt, kann Beiträge steuerlich absetzen und erhält dadurch ein höheres Netto.
Wichtig für Selbstständige ist die Rücklage für Steuern. Die Einkommensteuer wird meist erst im Folgejahr festgesetzt, oft mit hoher Nachzahlung im ersten Geschäftsjahr. Legen Sie monatlich den im Rechner ausgewiesenen Betrag beiseite.
Wer in einer Kunstförderung, in der Künstlersozialkasse oder in der Rentenversicherungspflicht steht, hat andere Abgaben. Auch ein Wechsel zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung verändert die Rechnung stark.
Der Rechner ersetzt keine Steuerberatung, hilft aber bei der Planung des Lebensunterhalts und der Rücklagen.
Für die Planung des Jahres lohnt sich ein monatlicher Dauerauftrag auf ein Rücklagenkonto in Höhe der Steuer- und Vorsorgebeträge. So vermeiden Sie, dass im Jahr der Steuerbescheide Liquiditätsprobleme entstehen.
Tipps und typische Fehler
Finanzen als Selbstständige.
- Rücklage: Monatlich für Steuern zurücklegen.
- Vorauszahlung: Finanzamt setzt sie nach dem Vorjahr fest.
- Krankengeld: Ohne Anspruch niedrigerer Satz.
- Altersvorsorge: Basisrente kann Steuern senken.
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Häufige Fragen
Wie viel Netto bleibt bei 60.000 Euro Gewinn?
Etwa 37.700 Euro nach Steuern und Krankenversicherung, bei der gesetzlichen Kasse ohne Krankengeld und kinderlos.
Wie hoch ist der Mindestbeitrag zur Krankenversicherung?
Er wird auf mindestens 1.318,33 Euro Einkommen im Monat berechnet, das sind rund 278 Euro.
Wie viel sollte ich für Steuern zurücklegen?
Etwa 15 bis 30 Prozent des Gewinns, je nach Höhe. Der Rechner zeigt den Betrag pro Monat.
Wie viel Steuer zahlen Selbstständige?
Einkommensteuer nach dem Tarif auf den Gewinn nach Abzug der Beiträge, bei 47.340 Euro zu versteuerndem Einkommen etwa 9.600 Euro.
Muss ich als Selbstständiger Rentenbeiträge zahlen?
Die meisten Selbstständigen nicht, einige Berufsgruppen sind aber pflichtversichert.
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