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Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

Tragen Sie Umsatz, variable Kosten und die Fixkosten der einzelnen Stufen ein. Der Rechner zeigt Deckungsbeitrag I bis III, die Quoten und das Betriebsergebnis.

Umsatz und Kosten
Kosten, die mit der Menge steigen, etwa Material, Fertigungslöhne im Akkord, Provisionen.
Fixkosten, die nur für dieses Produkt anfallen, etwa eine Spezialmaschine oder Produktwerbung.
Fixkosten der Produktgruppe, etwa Gruppenleitung oder gemeinsame Anlagen.
Kosten, die keinem Produkt zuzuordnen sind, etwa Geschäftsführung und Verwaltung.
0 eingeben, wenn kein Stückwert gebraucht wird.
Ergebnis

DB I, DB II und DB III erklärt

Die einfache Deckungsbeitragsrechnung zieht vom Umsatz nur die variablen Kosten ab. Alle Fixkosten bleiben als ein großer Block übrig. Das reicht für schnelle Preisentscheidungen, verrät aber nicht, welches Produkt oder welche Sparte die Fixkosten tatsächlich trägt. Hier setzt die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung an, die in der Literatur auch Fixkostendeckungsrechnung heißt.

Sie teilt die Fixkosten in Schichten auf. Zuerst werden die Kosten abgezogen, die nur wegen eines bestimmten Erzeugnisses anfallen, etwa eine Spezialmaschine oder eine Werbekampagne für dieses Produkt. Das Ergebnis ist der Deckungsbeitrag II. Danach folgen die Fixkosten einer Produktgruppe oder Sparte, und es entsteht der Deckungsbeitrag III. Was dann übrig bleibt, muss die Fixkosten des gesamten Unternehmens decken.

Der Rechner bildet diese Stufen für ein Produkt oder eine Produktgruppe ab. Er zeigt jede Stufe in Euro und als Quote vom Umsatz sowie das Betriebsergebnis nach den unternehmensfixen Kosten. Bei Angabe der Absatzmenge berechnet er zusätzlich den Deckungsbeitrag I je Stück, der für die kurzfristige Preisuntergrenze wichtig ist.

DB I=Umsatz−variable Kosten; DB II=DB I−erzeugnisfixe Kosten; DB III=DB II−gruppenfixe Kosten; Betriebsergebnis=DB III−unternehmensfixe Kosten\text{DB I} = \text{Umsatz} - \text{variable Kosten};\ \text{DB II} = \text{DB I} - \text{erzeugnisfixe Kosten};\ \text{DB III} = \text{DB II} - \text{gruppenfixe Kosten};\ \text{Betriebsergebnis} = \text{DB III} - \text{unternehmensfixe Kosten}

Beispiel: Ein Produkt erzielt 500.000 Euro Umsatz bei 300.000 Euro variablen Kosten. Der DB I beträgt 200.000 Euro oder 40 Prozent, bei 10.000 Stück also 20 Euro je Stück. Nach 60.000 Euro erzeugnisfixen Kosten bleibt ein DB II von 140.000 Euro (28 Prozent), nach 40.000 Euro gruppenfixen Kosten ein DB III von 100.000 Euro (20 Prozent). Abzüglich 50.000 Euro unternehmensfixer Kosten ergibt sich ein Betriebsergebnis von 50.000 Euro.

Entscheidungen mit der stufenweisen Rechnung

Ein negativer DB I bedeutet, dass das Produkt nicht einmal seine variablen Kosten einspielt. Jede verkaufte Einheit vergrößert dann den Verlust. Ist der DB I positiv, der DB II aber negativ, deckt das Produkt seine eigenen Fixkosten nicht. Hier stellt sich die Frage, ob sich die produktspezifischen Fixkosten abbauen lassen, etwa durch Verkauf der Spezialmaschine oder geringere Werbung.

Wichtig ist der Blick auf die Abbaubarkeit. Fixkosten verschwinden nicht sofort, wenn ein Produkt eingestellt wird. Mietverträge, Leasingraten oder Personalkosten laufen oft noch Monate weiter. Eine Entscheidung zur Sortimentsbereinigung sollte daher berücksichtigen, welche Kosten in welchem Zeitraum tatsächlich entfallen. Kurzfristig kann es sinnvoll sein, ein Produkt mit negativem DB II weiterzuführen.

Die Zuordnung der Fixkosten zu den Stufen ist nicht immer eindeutig. Entscheidend ist die Frage, für welche Bezugsgröße die Kosten entstehen und mit welcher Entscheidung sie wegfallen würden. Kosten, die keiner Ebene sicher zugeordnet werden können, gehören auf die unterste Stufe des Unternehmens. Eine künstliche Schlüsselung würde die Aussagekraft der Stufen verwässern.

Für ein Sortiment mit mehreren Produkten rechnen Sie den Rechner für jedes Produkt einzeln durch und summieren die DB II einer Gruppe, bevor Sie die gruppenfixen Kosten abziehen. Den einfachen Deckungsbeitrag je Stück und den Break-even-Punkt ermitteln der Deckungsbeitrag-Rechner und der Break-even-Rechner. Die Ergebnisse sind betriebswirtschaftliche Orientierungswerte und ersetzen keine individuelle Beratung.

Tipps und typische Fehler

Stufen sauber trennen.

  • Zuordnung: Nach Abbaubarkeit.
  • Keine Schlüssel: Fixkosten nicht verteilen.
  • Je Produkt: Erst einzeln rechnen.
  • Zeit: Vertragslaufzeiten beachten.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen DB I und DB II?

DB I ist Umsatz minus variable Kosten; beim DB II werden zusätzlich die Fixkosten abgezogen, die nur für dieses Produkt anfallen.

Wann sollte ein Produkt mit negativem DB II eingestellt werden?

Erst wenn die erzeugnisfixen Kosten mit der Einstellung tatsächlich wegfallen; laufende Verträge sind zu berücksichtigen.

Wie viele Stufen hat eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung?

Das legt jedes Unternehmen selbst fest; üblich sind drei bis fünf Stufen, etwa Produkt, Gruppe, Sparte und Unternehmen.

Was sind erzeugnisfixe Kosten?

Fixkosten, die nur wegen eines bestimmten Produkts anfallen und mit ihm wegfallen würden.

Wer hat die stufenweise Fixkostendeckung entwickelt?

Das Verfahren geht vor allem auf Klaus Agthe und Erich Mellerowicz zurück.

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