Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Kurze oder lange Zinsbindung?
Beim Baukredit legen Sie fest, wie lange der Zins garantiert gilt. Eine kürzere Bindung, etwa zehn Jahre, hat meist den niedrigeren Zins. Dafür tragen Sie das Risiko, dass der Zins bei der Anschlussfinanzierung steigt. Eine längere Bindung kostet einen Aufschlag, gibt aber Sicherheit.
Der Vergleich ist eine Wette auf die Zukunft. Fällt der Zins nach zehn Jahren, hat die kurze Bindung gewonnen. Steigt er stark, wäre die lange Bindung günstiger gewesen. Der Rechner lässt Sie deshalb einen erwarteten Anschlusszins eingeben und zeigt die Folgen.
Verglichen werden die Zinsen über den längeren der beiden Zeiträume. Bei beiden Varianten bleibt die Monatsrate gleich, die Sie aus Zins und Anfangstilgung bestimmen. Die höhere Rate bei der längeren Bindung führt zu schnellerer Tilgung und kleinerer Restschuld.
Zusätzlich berechnet der Rechner den Anschlusszins, ab dem sich die längere Bindung gelohnt hätte.
Entscheidungshilfe und Grenzen
Beide Varianten haben im Beispiel kaum Kostenunterschied bei den erwarteten Zinsen. Dann zählt vor allem Ihre persönliche Risikobereitschaft: Wer die Planung in Ruhe wünscht, wählt die längere Bindung. Wer flexibel bleiben will, etwa für Sondertilgungen oder einen Verkauf, wählt kürzer.
Beachten Sie das gesetzliche Kündigungsrecht: Nach zehn Jahren können Sie jedes Darlehen mit sechs Monaten Frist kündigen, auch bei längerer Zinsbindung. Eine Bindung über zehn Jahre bringt daher weniger Sicherheit als gedacht. Ihre Bank darf dann keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen.
Sondertilgungen, Gebühren, Sollzins versus Effektivzins und Steuern sind nicht eingerechnet. Auch das Zinsniveau in zehn Jahren ist unbekannt, und die Rechnung nimmt einen festen Anschlusszins an. Spielen Sie mehrere Werte durch.
Der Rechner ersetzt keine Finanzierungsberatung.
Lassen Sie sich mehrere Angebote einholen und vergleichen Sie diese gemeinsam.
Tipps und typische Fehler
Zinsbindung wählen.
- Risiko: Kurz bedeutet Zinsänderungsrisiko.
- Kündigung: Nach zehn Jahren jederzeit möglich.
- Sondertilgung: Flexibilität vereinbaren.
- Restschuld: Zum Ende der Bindung prüfen.
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Häufige Fragen
Was ist besser: 10 oder 15 Jahre Zinsbindung?
Das hängt von Zinsaufschlag und Zinserwartung ab. Längere Bindung bedeutet Sicherheit, kürzere oft niedrigere Zinsen.
Kann ich nach 10 Jahren kündigen?
Ja, nach zehn Jahren haben Darlehensnehmer ein gesetzliches Kündigungsrecht mit sechs Monaten Frist.
Warum ist die Restschuld bei B niedriger?
Weil die Rate bei höherem Zins und gleicher Tilgung höher ist und mehr zurückgezahlt wird.
Welche Zinsbindung ist am besten?
Das hängt von Zinsaufschlag und Ihrer Erwartung ab. Kürzer ist oft billiger, länger sicherer.
Was passiert nach Ende der Zinsbindung?
Sie brauchen eine Anschlussfinanzierung zu den dann geltenden Zinsen.
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