Studium & BAföG

Werkstudent-Rechner: Was bleibt netto?

Wie viel bleibt Ihnen als Werkstudentin oder Werkstudent vom Brutto? Tragen Sie Ihren Verdienst und Ihre Wochenstunden ein. Der Rechner zeigt Rentenbeitrag, Steuer, Netto und Stundenlohn.

Ihre Angaben
Verdienst laut Arbeitsvertrag vor Abzügen.
In der Vorlesungszeit höchstens 20 Stunden pro Woche.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.

Das Werkstudentenprivileg

Als Werkstudentin oder Werkstudent zahlen Sie in der Vorlesungszeit weniger Abgaben als normale Angestellte. Voraussetzung ist, dass Sie an einer Hochschule eingeschrieben sind und höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten. In den Semesterferien dürfen es mehr sein, solange die Beschäftigung im Jahr nicht über 26 Wochen mit mehr als 20 Stunden läuft.

Dann entfallen Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Nur die Rentenversicherung bleibt. Der Arbeitnehmeranteil beträgt 9,3 Prozent. Bei einem Verdienst bis 603 Euro im Monat gilt ein Minijob, hier sind es 3,6 Prozent. Dazu kommt die Lohnsteuer, die bei niedrigem Verdienst wegen des Grundfreibetrags meist entfällt.

Netto=Brutto−Rentenversicherung (9,3  %)−Lohnsteuer\text{Netto} = \text{Brutto} - \text{Rentenversicherung}\,\left(9{,}3\,\,\%\right) - \text{Lohnsteuer}Stundenlohn=BruttoWochenstunden⋅5212\text{Stundenlohn} = \frac{\text{Brutto}}{\frac{\text{Wochenstunden} \cdot 52}{12}}

Beispiel: Bei 1.000 Euro brutto im Monat und 15 Stunden pro Woche beträgt der Rentenbeitrag 93 Euro. Das zu versteuernde Einkommen liegt mit rund 9.600 Euro im Jahr unter dem Grundfreibetrag, es fällt keine Lohnsteuer an. Netto bleiben 907 Euro. Der Stundenlohn beträgt 15,38 Euro brutto und damit mehr als den Mindestlohn von 13,90 Euro.

Grenzen und Hinweise

Wer mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, verliert das Werkstudentenprivileg und zahlt volle Sozialabgaben. Das gilt auch für Studierende im Vollzeitstudium, die im Semester regelmäßig mehr arbeiten. Der Rechner gibt dann eine Fehlermeldung aus, weil die Abgaben deutlich höher ausfallen.

Im Übergangsbereich zwischen 603,01 und 2.000 Euro kann der Rentenbeitrag niedriger ausfallen, als hier gerechnet. Die Lohnsteuer ist für Steuerklasse I geschätzt. Zu viel gezahlte Steuer holen Sie sich bei der Einkommensteuererklärung zurück. Der Rechner ersetzt nicht die Abrechnung Ihres Arbeitgebers.

Bei BAföG-Bezug zählt der Verdienst über 603 Euro brutto im Monat, wie der BAföG-Nebenjob-Rechner zeigt. Auch die Familienversicherung und Kindergeld hängen von der Höhe des Einkommens ab. Prüfen Sie diese Folgen, bevor Sie eine Stelle annehmen.

Werkstudent oder Minijob?

Ein Minijob bis 603 Euro ist für Studierende attraktiv, weil kaum Abgaben anfallen und der Verdienst beim BAföG nicht angerechnet wird. Ein Werkstudentenjob lohnt sich bei höherem Verdienst und mehr Stunden, bringt Berufserfahrung und oft einen höheren Stundenlohn. Vergleichen Sie beide Fälle mit dem Rechner, indem Sie Verdienst und Stunden anpassen. Beachten Sie die Folgen für BAföG und Familienversicherung.

Tipps und typische Fehler

Damit das Werkstudentenprivileg bleibt:

  • 20 Stunden: In der Vorlesungszeit nicht überschreiten.
  • Immatrikuliert bleiben: Bescheinigung beim Arbeitgeber abgeben.
  • Semesterferien: Mehr Stunden sind erlaubt.
  • Steuererklärung: Zu viel gezahlte Steuer zurückholen.

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Häufige Fragen

Wie viel netto bleibt bei 1.000 Euro brutto als Werkstudent?

Etwa 907 Euro. Es fällt nur der Rentenbeitrag von 93 Euro an, Lohnsteuer entfällt meist.

Wie viele Stunden darf ein Werkstudent arbeiten?

In der Vorlesungszeit höchstens 20 Stunden pro Woche, in den Ferien mehr.

Zahlt ein Werkstudent Krankenversicherung?

Nein, als Werkstudent entfallen Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Zahlt ein Werkstudent Steuern?

Bei niedrigem Verdienst meist keine, wegen des Grundfreibetrags. Zu viel gezahlte Lohnsteuer gibt es über die Steuererklärung zurück.

Was ist der Unterschied zum Minijob?

Minijob bis 603 Euro mit 3,6 Prozent Rentenbeitrag, Werkstudent mit bis zu 20 Wochenstunden und 9,3 Prozent Rentenbeitrag.

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