Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.
So funktioniert die BAföG-Rückzahlung
Das Studien-BAföG wird zur Hälfte als Zuschuss gezahlt, die andere Hälfte ist ein zinsloses Staatsdarlehen. Die Rückzahlung ist auf 10.010 Euro gedeckelt, auch wenn Sie mehr Förderung erhalten haben. Damit müssen Sie nie mehr als diese Summe zurückzahlen.
Die Rückzahlung beginnt fünf Jahre nach dem Ende der Förderungshöchstdauer. Das Bundesverwaltungsamt schickt Ihnen einen Bescheid. Die Mindestrate beträgt 130 Euro im Monat, sie kann auch vierteljährlich mit 390 Euro gezahlt werden. Nach spätestens 20 Jahren wird eine Restschuld erlassen, und bei geringem Einkommen können Sie eine Freistellung beantragen.
Wann sich die Einmalzahlung lohnt
Die vorzeitige Rückzahlung lohnt sich oft, weil das Darlehen zinslos ist und der Nachlass hoch ausfällt. Für eine Einmalzahlung brauchen Sie aber das Geld sofort, und das Darlehen kostet bei regulärer Rückzahlung keine Zinsen. Prüfen Sie, ob Ihre Rücklagen anderswo mehr Rendite bringen. Bei 21,5 Prozent Nachlass ist eine Einmalzahlung kaum zu schlagen, bei kleineren Prozentsätzen sieht es anders aus.
Der Nachlass-Prozentsatz hängt von der Restschuld ab. Je mehr Sie auf einmal zahlen, desto höher fällt er aus, und bei der Höchstschuld ist er am größten. Den genauen Satz nennt das Bundesverwaltungsamt in einem Angebot. Tragen Sie ihn im Rechner ein, um die Ersparnis zu sehen.
Zahlen Sie die Raten pünktlich. Bei Verzug fallen 6 Prozent Zinsen im Jahr an. Wenn Ihr Einkommen gering ist, stellen Sie rechtzeitig einen Antrag auf Freistellung, statt Raten schuldig zu bleiben.
Ein Rechenbeispiel zur Entscheidung
Wer 7.857,85 Euro auf einmal zahlt, spart gegenüber 77 Raten mehr als 2.100 Euro. Wer das Geld stattdessen mit 4 Prozent anlegt, erzielt in den gut sechs Jahren der Ratenzahlung deutlich weniger Zinsen als die Ersparnis. Der Nachlass schlägt in diesem Fall fast jede Geldanlage. Anders sieht es bei kleinen Restschulden aus, bei denen der Nachlass nur wenige Prozent beträgt. Fragen Sie vor der Zahlung beim Bundesverwaltungsamt nach dem genauen Angebot, es ist an die Höhe der Restschuld und den Zahlungstag gebunden.
Tipps und typische Fehler
Tipps zur Rückzahlung:
- Nachlass prüfen: Bei Einmalzahlung gibt es einen Nachlass.
- Freistellung: Bei geringem Einkommen beantragen.
- Pünktlich zahlen: Bei Verzug fallen 6 Prozent Zinsen an.
- Bescheid prüfen: Der Bescheid nennt Summe und Beginn.
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Häufige Fragen
Wie viel BAföG muss ich zurückzahlen?
Die Hälfte der erhaltenen Förderung, höchstens 10.010 Euro.
Wie hoch ist die Mindestrate?
130 Euro im Monat, alternativ 390 Euro pro Quartal.
Fallen Zinsen auf das BAföG-Darlehen an?
Nein, das Darlehen ist zinslos, solange Sie pünktlich zahlen. Bei Verzug fallen 6 Prozent Zinsen an.
Wann beginnt die BAföG-Rückzahlung?
Fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer.
Gibt es einen Schuldenerlass?
Nach 20 Jahren wird eine Restschuld erlassen, bei geringem Einkommen ist eine Freistellung möglich.
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