Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Woher der Mehrbedarf kommt
Muttermilch enthält Energie, die der Körper zusätzlich bereitstellen muss. Wie viel das ist, hängt vor allem von der Milchmenge ab. Ein voll gestilltes Baby trinkt in den ersten Monaten meist zwischen 700 und 800 Milliliter am Tag. Mit dem Brei wird es nach und nach weniger. Der Rechner nutzt diese Menge, um die abgegebene Energie zu schätzen.
Ein Teil dieser Energie stammt aus den Fettreserven, die in der Schwangerschaft angelegt wurden. Deshalb muss nicht der gesamte Energiegehalt der Milch über die Nahrung gedeckt werden. Ernährungsempfehlungen setzen für die ersten Monate häufig einen Beitrag der Reserven von etwa 170 Kilokalorien pro Tag an. Den Wert können Sie anpassen oder auf null setzen.
Das Ergebnis ist Ihr geschätzter Tagesbedarf, also der Grundbedarf ohne Stillen plus der Mehrbedarf. Die verbreitete Faustzahl von etwa 500 Kilokalorien beschreibt eher die Energie in der Milch selbst. Je nach Milchmenge und Gewichtsverlauf fällt der tatsächliche Zuschlag aus der Nahrung kleiner oder größer aus.
Was in der Stillzeit zählt
Kalorien sind nur ein Teil der Ernährung in der Stillzeit. Wichtiger ist eine abwechslungsreiche Kost mit Gemüse, Obst, Vollkorn, Milchprodukten und Hülsenfrüchten. Für einige Nährstoffe wie Jod, Omega-3-Fettsäuren und bei veganer Ernährung Vitamin B12 gibt es besondere Empfehlungen. Welche Ergänzung für Sie sinnvoll ist, klären Sie mit Ärztin, Arzt oder Hebamme.
Ein langsamer Gewichtsverlust nach der Geburt ist normal und mit dem Stillen gut vereinbar. Strenge Diäten und sehr niedrige Kalorienmengen sind in der Stillzeit dagegen nicht ratsam, weil sie die Versorgung der Mutter belasten können. Hunger und Durst sind in dieser Zeit verlässliche Signale; trinken Sie bei jeder Stillmahlzeit etwas Wasser oder ungesüßten Tee.
Der Rechner liefert einen Orientierungswert und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Untergewicht, Mehrlingen, Erkrankungen, Stillproblemen oder ungewolltem starken Gewichtsverlust sollten Sie die Ernährung mit Ihrer Hebamme, Ärztin oder einer Ernährungsfachkraft abstimmen. Aktuelle Referenzwerte veröffentlichen die Fachgesellschaften; prüfen Sie bei Bedarf den Stand.
Für den Grundbedarf ohne Stillen eignen sich der Grundumsatz-Rechner und der Kalorienverbrauch-Rechner. Beachten Sie, dass sich der Bedarf mit der Zeit ändert: Sobald das Baby Beikost erhält, sinkt die Milchmenge und mit ihr der Mehrbedarf. Rechnen Sie dann einfach mit der neuen Milchmenge erneut.
Tipps und typische Fehler
Gut versorgt stillen.
- Hunger: Ernst nehmen.
- Trinken: Zu jeder Mahlzeit.
- Jod: Ärztlich besprechen.
- Diäten: Vermeiden.
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Häufige Fragen
Wie viele Kalorien verbraucht Stillen?
Die Milch eines voll gestillten Babys enthält rund 500 kcal am Tag; ein Teil davon kommt aus Fettreserven.
Darf ich in der Stillzeit abnehmen?
Langsames Abnehmen ist meist unproblematisch, strenge Diäten sollten Sie vermeiden und ärztlich besprechen.
Ändert sich der Mehrbedarf mit der Beikost?
Ja, mit sinkender Milchmenge sinkt auch der zusätzliche Energiebedarf.
Brauche ich beim Stillen mehr zu trinken?
Ja, der Flüssigkeitsbedarf steigt; trinken Sie nach Durst, etwa ein Glas zu jeder Stillmahlzeit.
Verbrennt Teilstillen weniger Kalorien?
Ja, mit kleinerer Milchmenge sinkt auch die abgegebene Energie.
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Rechtlicher Hinweis: Dieser Rechner ist kein Medizinprodukt und nicht zur Diagnose, Überwachung oder Behandlung von Krankheiten bestimmt. Die Ergebnisse sind allgemeine Orientierungswerte und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden, Vorerkrankungen oder Fragen zu Medikamenten, Dosierungen und Nahrungsergänzung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Apotheke. Im Notfall wählen Sie den Notruf 112.
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