Gesundheit & Sport

Golf-Handicap-Index nach WHS berechnen

Tragen Sie Ihre letzten Runden mit Score, Course Rating und Slope ein. Der Rechner ermittelt die Score Differentials, wertet die besten nach der WHS-Staffel und zeigt Ihren Handicap-Index sowie die Spielvorgabe für einen Zielplatz.

Ihre Runden
Bereinigter Score (Netto-Doppelbogey je Loch), dann Course Rating und Slope. Ein einzelner Wert pro Zeile wird als fertiges Differential gelesen. Älteste Runde zuerst, höchstens 20 werden gewertet.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

So entsteht der Handicap-Index

Seit 2021 gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz das World Handicap System (WHS). Es löste die alte EGA-Vorgabe ab, bei der nach jeder Runde Schläge abgezogen oder zugeschlagen wurden. Heute bildet der Handicap-Index den Durchschnitt Ihrer besten Leistungen ab: Aus den letzten 20 Ergebnissen zählen die acht besten. Ein schlechter Tag schadet damit kaum, eine starke Phase zeigt sich dagegen schnell.

Grundlage jeder Runde ist das Score Differential. Es setzt Ihren bereinigten Score ins Verhältnis zur Schwierigkeit des Platzes. Das Course Rating gibt an, was ein Scratch-Golfer dort im Mittel spielt, das Slope Rating, wie viel schwerer der Platz für Spieler mit höherem Handicap wird. Der Normwert für Slope ist 113. Ein Score von 94 auf einem Platz mit Course Rating 71,8 und Slope 128 ergibt ein Differential von 19,6.

Wer noch keine 20 Runden gespielt hat, bekommt trotzdem einen Index. Dann gilt eine Staffel: Bei drei Runden zählt das beste Ergebnis abzüglich 2,0, bei acht Runden der Durchschnitt der besten zwei, ab 20 Runden der Durchschnitt der besten acht. Der Rechner wendet diese Staffel automatisch an und zeigt, wie viele Ergebnisse gezählt wurden.

Differential=113⋅(Score−Course Rating)Slope; Index=Mittel der besten Differentials laut Staffel; Course Handicap=Index⋅Slope113+(Course Rating−Par)\text{Differential} = \frac{113 \cdot \left(\text{Score} - \text{Course Rating}\right)}{\text{Slope}};\ \text{Index} = \text{Mittel der besten Differentials laut Staffel};\ \text{Course Handicap} = \frac{\text{Index} \cdot \text{Slope}}{113} + \left(\text{Course Rating} - \text{Par}\right)

Beispiel: Acht Runden mit den Differentials 19,6 · 16,4 · 21,1 · 17,8 · 15,5 · 19,3 · 16,1 · 20,0. Gewertet werden die besten zwei: (15,5 + 16,1) ÷ 2 = 15,8. Der Handicap-Index beträgt 15,8. Auf einem Platz mit Slope 128, Course Rating 71,8 und Par 72 ergibt sich ein Course Handicap von 15,8 × 128 ÷ 113 − 0,2 = 17,7, gerundet 18 Schläge. Der Durchschnitt aller acht Differentials liegt bei 18,2.

Score, Spielvorgabe und Grenzen der Rechnung

Wichtig ist der bereinigte Score. Für das Handicap zählt auf jedem Loch höchstens ein Netto-Doppelbogey, also Par plus zwei plus die Vorgabeschläge, die Sie auf diesem Loch erhalten. Ein Ausreißer mit neun Schlägen auf einem Par 4 wird so gekappt. Ihr Clubverwaltungsprogramm erledigt das automatisch; wenn Sie selbst rechnen, ziehen Sie die zu hohen Lochergebnisse vorher ab.

Das Course Handicap ist die Zahl der Schläge, die Sie auf einem bestimmten Platz von einem bestimmten Abschlag erhalten. In Deutschland heißt es meist Spielvorgabe. Es hängt vom Slope und vom Unterschied zwischen Course Rating und Par ab. Auf schweren Plätzen mit hohem Slope erhalten Sie mehr Schläge, auf leichten weniger. Für Turniere kann die Spielleitung zusätzlich einen Prozentsatz der Vorgabe ansetzen, etwa im Vierer.

Einige Bausteine des WHS bildet der Rechner bewusst nicht ab. Die tägliche Spielbedingungsanpassung (PCC) korrigiert Differentials, wenn an einem Tag Wetter oder Platzzustand ungewöhnlich waren. Soft Cap und Hard Cap bremsen einen zu schnellen Anstieg gegenüber dem besten Index der letzten zwölf Monate. Hinzu kommt eine Sonderreduzierung bei außergewöhnlich guten Runden. Ihr offizieller Index im Verband kann deshalb leicht abweichen.

Nutzen Sie den Rechner, um vor einer Runde zu prüfen, wie sich ein gutes Ergebnis auswirken würde: Fügen Sie eine gedachte Runde an und sehen Sie, ob sie eines der gewerteten Differentials ersetzt. Ein neuer Wert fließt nur ein, wenn er besser ist als das schlechteste der gezählten Ergebnisse oder wenn dafür eine schwache Runde aus dem 20er-Fenster herausfällt.

Tipps und typische Fehler

Handicap im Blick.

  • Score: Netto-Doppelbogey kappen.
  • Slope: Vom Abschlag nehmen.
  • Reihenfolge: Älteste zuerst.
  • Offiziell: Wert des Verbands.

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Häufige Fragen

Wie berechne ich mein Golf-Handicap?

Aus jeder Runde wird ein Score Differential berechnet. Der Handicap-Index ist der Durchschnitt der besten acht der letzten 20 Differentials, bei weniger Runden gilt eine Staffel.

Was ist der Unterschied zwischen Handicap-Index und Course Handicap?

Der Index ist Ihr platzunabhängiger Wert. Das Course Handicap (Spielvorgabe) rechnet ihn mit Slope, Course Rating und Par auf einen bestimmten Platz um.

Wie viele Runden brauche ich für ein Handicap nach WHS?

Mindestens drei Ergebnisse über insgesamt 54 Löcher; ab 20 Runden zählt dauerhaft der Durchschnitt der besten acht.

Warum zählt beim WHS nicht jede Runde?

Nur die besten acht der letzten 20 Differentials gehen in den Index ein; schwache Runden werden so ausgeglichen.

Welche Runden zählen für das Handicap?

Vorgabewirksame Runden, also angemeldete Privatrunden und Turniere über 9 oder 18 Löcher.

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