Was der SWOLF-Wert aussagt
SWOLF setzt sich aus „swim“ und „golf“ zusammen. Wie beim Golf gilt: Je niedriger der Wert, desto besser. Er addiert die Sekunden, die Sie für eine Bahn brauchen, und die Zahl der Züge auf dieser Bahn. Wer schneller wird, ohne mehr Züge zu machen, oder bei gleichem Tempo weniger Züge braucht, senkt seinen SWOLF. Der Wert verbindet damit Tempo und Effizienz in einer Zahl.
Viele Sportuhren zeigen den SWOLF automatisch an, doch nicht jede zählt Züge gleich. Manche erfassen nur die Züge des Arms mit der Uhr, andere jeden einzelnen Armzug. Wer ohne Uhr trainiert oder die Werte nachvollziehen möchte, zählt die Züge selbst und trägt sie hier ein. Der Rechner verteilt Zeit und Züge gleichmäßig auf alle Bahnen.
Zusätzlich sehen Sie die Strecke pro Zug, im Fachjargon Distance per Stroke. Sie zeigt, wie weit Sie mit jedem Zug gleiten. Geübte Kraulschwimmer kommen mit jedem Zug spürbar weiter als Einsteiger, die viel Kraft in kurze, hektische Züge stecken. Das Tempo je 100 Meter erlaubt den Vergleich mit Trainingsplänen.
Den Wert sinnvoll nutzen
SWOLF ist ein persönlicher Vergleichswert, kein Maßstab gegenüber anderen. Größere Schwimmer mit langen Armen kommen mit weniger Zügen aus, kleinere brauchen mehr. Vergleichen Sie Ihre Werte daher nur mit sich selbst, auf derselben Bahnlänge und in derselben Lage. Brust, Rücken und Kraul ergeben sehr unterschiedliche Werte.
Auf der 50-Meter-Bahn ist der SWOLF etwa doppelt so hoch wie auf der 25-Meter-Bahn, weil Zeit und Züge pro Bahn verdoppelt werden. Hinzu kommt, dass Wenden auf der kurzen Bahn einen Teil der Strecke im Gleiten zurücklegen. Werte aus Freibad und Hallenbad lassen sich deshalb nicht direkt vergleichen.
Für das Techniktraining eignet sich eine einfache Übung: Schwimmen Sie mehrere Bahnen mit gleichem Tempo und versuchen Sie, jeweils einen Zug weniger zu machen. Längeres Gleiten, eine bessere Wasserlage und ein kräftiger Abdruck senken die Zugzahl. Steigt dabei die Zeit stark an, haben Sie zu viel Gleitphase und verlieren Vortrieb.
Ein gesunkener SWOLF über mehrere Wochen zeigt, dass Technik und Ausdauer zunehmen. Steigt er bei gleichem Training plötzlich an, kann Müdigkeit dahinterstecken. Wer nach längerer Pause oder mit Vorerkrankungen wieder ins Training einsteigt, sollte die Belastung langsam steigern und bei Beschwerden ärztlichen Rat einholen.
Tipps und typische Fehler
Effizienter schwimmen.
- Gleiten: Wasserlage verbessern.
- Zählen: Immer gleich.
- Bahn: Gleiche Länge vergleichen.
- Tempo: Konstant halten.
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Häufige Fragen
Was ist ein guter SWOLF-Wert?
Auf der 25-Meter-Bahn im Kraulen erreichen Freizeitschwimmer oft 40 bis 50, geübte Schwimmer 30 bis 40. Wichtiger ist der Verlauf der eigenen Werte.
Wie berechnet man den SWOLF beim Schwimmen?
Sekunden für eine Bahn plus Züge auf dieser Bahn. Bei mehreren Bahnen wird der Durchschnitt pro Bahn genommen.
Warum zeigt meine Uhr einen anderen SWOLF?
Uhren zählen Züge unterschiedlich, manche nur einen Arm. Vergleichen Sie nur Werte mit gleicher Zählweise.
Ist ein niedriger SWOLF immer besser?
Grundsätzlich ja, solange die Zeit nicht durch zu langes Gleiten steigt.
Kann ich SWOLF beim Brustschwimmen nutzen?
Ja, aber nur mit Werten derselben Lage vergleichen.
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