Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Was bringt ein Stream?
Streamingdienste zahlen nicht einen festen Betrag je Wiedergabe. Sie verteilen einen Teil ihrer Einnahmen aus Abos und Werbung auf alle Rechteinhaber, gewichtet nach deren Anteil an den gesamten Streams eines Landes und Monats. Teilt man die Ausschüttung durch die Zahl der Streams, ergibt sich ein Durchschnittswert je Stream, der je nach Land, Abo-Art und Monat schwankt.
Die im Rechner hinterlegten Werte sind grobe Richtwerte für Ausschüttungen an die Rechteinhaber der Aufnahme. Sie sind keine Zusage der Plattformen. Wer bereits Abrechnungen hat, wählt „Eigener Wert“ und trägt den eigenen Durchschnitt ein, also die Auszahlung eines Monats geteilt durch die Streams.
Von der Ausschüttung landet nicht alles bei Ihnen. Labels, Vertriebe, Produzenten oder Bandmitglieder erhalten ihre Anteile. Bei Selbstvertrieb mit Jahresgebühr bleibt die Ausschüttung meist vollständig bei Ihnen, dafür kostet der Vertrieb einen festen Betrag. Einnahmen aus Urheberrechten an Komposition und Text laufen über Verwertungsgesellschaften getrennt und sind hier nicht enthalten.
Einnahmen realistisch einschätzen
Die Unterschiede zwischen den Plattformen ergeben sich aus Abopreisen, dem Anteil werbefinanzierter Nutzer und der Zahl der Streams je Nutzer. Ein niedriger Wert je Stream bedeutet nicht zwingend weniger Einnahmen, wenn die Plattform deutlich mehr Hörer hat. Verteilen Sie Ihre Streams im Rechner gedanklich auf die Plattformen und rechnen Sie jede einzeln.
Einige Dienste haben ihre Modelle geändert, etwa mit Mindestzahlen an Streams je Titel, bevor überhaupt ausgeschüttet wird, oder mit Maßnahmen gegen künstlich erzeugte Streams. Prüfen Sie den aktuellen Stand bei Ihrem Vertrieb. Titel mit sehr wenigen Abrufen können dadurch ganz ohne Auszahlung bleiben.
Streaming-Einnahmen sind für die meisten Musiker eine Einnahme unter mehreren. Konzerte, Merchandise, Synchronisationslizenzen und Unterstützerplattformen tragen oft mehr bei. Der Rechner hilft dabei, die Größenordnung realistisch einzuschätzen, etwa wie viele Hörer nötig wären, um eine Produktion zu refinanzieren.
Einnahmen aus Musik sind steuerpflichtig, der Rechner ist keine Steuerberatung. Für Videoplattformen gibt es den YouTube-Einnahmen-Rechner, für Live-Streams den Twitch-Einnahmen-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Realistisch rechnen.
- Abrechnung: Eigenen Wert nutzen.
- Anteile: Vertraglich klären.
- Mindeststreams: Beachten.
- GEMA: Getrennt.
Weitere Rechner: Online-Handel & Geschäft
Häufige Fragen
Wie viel zahlt Spotify pro Stream?
Im Durchschnitt Bruchteile eines Cents. Der Wert schwankt nach Land und Abo-Art und ist kein fester Tarif, Stand prüfen.
Wie viele Streams braucht man für 1.000 Euro?
Beim Richtwert von 0,003 Euro und vollem Anteil rund 333.000 Streams im Monat, mit Abzügen entsprechend mehr.
Sind GEMA-Einnahmen enthalten?
Nein. Der Rechner betrachtet die Ausschüttung an die Rechteinhaber der Aufnahme, Urheberanteile laufen getrennt.
Was ist ein Musikvertrieb?
Ein Dienst, der Ihre Aufnahmen an Streamingplattformen liefert und die Einnahmen weiterleitet.
Zählt jeder Stream?
Meist erst ab einer Mindestwiedergabedauer von wenigen Sekunden.
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Rechtlicher Hinweis: Gebühren und Bedingungen von Plattformen und Zahlungsdienstleistern ändern sich; prüfen Sie die aktuellen Angaben des Anbieters. Marken- und Dienstnamen gehören ihren Inhabern; es besteht keine Verbindung zu den genannten Unternehmen. Die Berechnung ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.
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