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Personalaufwandsquote berechnen

Tragen Sie Umsatz, Personalaufwand und Materialaufwand aus der Gewinn- und Verlustrechnung ein. Der Rechner zeigt, welcher Anteil des Umsatzes für Löhne und Material verbraucht wird.

Zahlen aus der GuV
Löhne, Gehälter, Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Altersversorgung.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren und Fremdleistungen.
0, wenn keine Kennzahl je Kopf gewünscht ist.
Ergebnis

Was die beiden Quoten verraten

Personal und Material sind in den meisten Betrieben die zwei größten Kostenblöcke. Die Personalaufwandsquote setzt den gesamten Personalaufwand ins Verhältnis zum Umsatz, die Materialaufwandsquote tut dasselbe mit dem Wareneinsatz und den Fremdleistungen. Beide Werte stehen in jeder Bilanzanalyse und in vielen Bankgesprächen, weil sie zeigen, wie viel vom Umsatz für andere Kosten und den Gewinn übrig bleibt.

Der Rechner liefert außerdem den Rohertrag, also Umsatz minus Materialaufwand. Dieser Betrag ist das, was der Betrieb selbst erwirtschaftet. Aus ihm müssen Löhne, Miete, Abschreibungen und Zinsen bezahlt werden. Wie viel Prozent des Rohertrags allein das Personal beansprucht, ist für Handwerk und Dienstleister oft aussagekräftiger als die reine Personalquote.

Mit der Zahl der Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten ergibt sich zusätzlich der Personalaufwand je Kopf. Er hilft beim Vergleich mit Tarifen und mit Betrieben ähnlicher Größe.

Personalaufwandsquote=Personalaufwand⋅100Umsatz; Materialaufwandsquote=Materialaufwand⋅100Umsatz; Rohertrag=Umsatz−Materialaufwand\text{Personalaufwandsquote} = \frac{\text{Personalaufwand} \cdot 100}{\text{Umsatz}};\ \text{Materialaufwandsquote} = \frac{\text{Materialaufwand} \cdot 100}{\text{Umsatz}};\ \text{Rohertrag} = \text{Umsatz} - \text{Materialaufwand}

Beispiel: Ein Betrieb mit 2.000.000 Euro Umsatz, 600.000 Euro Personalaufwand und 800.000 Euro Materialaufwand hat eine Personalaufwandsquote von 30,0 Prozent und eine Materialaufwandsquote von 40,0 Prozent. Der Rohertrag beträgt 1.200.000 Euro (60,0 Prozent). Das Personal beansprucht 50,0 Prozent des Rohertrags, nach Personal und Material bleiben 600.000 Euro. Bei 12 Vollzeitkräften sind das 50.000 Euro Personalaufwand je Beschäftigtem.

Quoten richtig einordnen

Ob eine Quote hoch oder niedrig ist, hängt stark von der Branche ab. Ein Lebensmittelhändler hat einen hohen Wareneinsatz und eine niedrige Personalquote, ein Beratungsunternehmen das Gegenteil. Sinnvoll sind daher Vergleiche mit Vorjahren des eigenen Betriebs und mit Branchenkennzahlen, wie sie Verbände, Kammern oder Betriebsvergleiche veröffentlichen.

Achten Sie auf eine einheitliche Abgrenzung. Zum Personalaufwand zählen nach dem Gliederungsschema der GuV Löhne und Gehälter sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung. Der Unternehmerlohn von Einzelunternehmern und Personengesellschaftern erscheint dort nicht. Für einen fairen Vergleich mit einer GmbH sollten Sie einen kalkulatorischen Unternehmerlohn gedanklich hinzurechnen.

Bei Betrieben mit Lagerfertigung schwankt der Umsatz durch Bestandsveränderungen. Dann ist die Gesamtleistung, also Umsatz plus oder minus Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen, die bessere Bezugsgröße. Tragen Sie in diesem Fall die Gesamtleistung in das erste Feld ein und verwenden Sie für Vergleiche immer dieselbe Basis.

Steigt die Personalquote über mehrere Jahre, kann das an Lohnerhöhungen liegen, die nicht in die Preise weitergegeben wurden, oder an sinkender Auslastung. Eine fallende Materialquote kann bessere Einkaufskonditionen bedeuten, aber auch eine Verlagerung zu mehr Eigenleistung. Die Kennzahlen zeigen das Was, die Ursachen müssen Sie im Detail prüfen. Die Berechnung ersetzt keine Steuer- oder Unternehmensberatung.

Tipps und typische Fehler

Kostenstruktur verstehen.

  • Branche: Vergleich nur mit ähnlichen Betrieben.
  • Basis: Immer gleiche Bezugsgröße.
  • Verlauf: Mehrere Jahre ansehen.
  • Unternehmerlohn: Bei Einzelfirmen ergänzen.

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Häufige Fragen

Was ist eine gute Personalaufwandsquote?

Das hängt von der Branche ab. Handel liegt oft deutlich unter 20 Prozent, Dienstleister und Handwerk häufig zwischen 30 und 50 Prozent.

Gehört der Unternehmerlohn zum Personalaufwand?

Bei Kapitalgesellschaften ja, das Geschäftsführergehalt ist Personalaufwand. Bei Einzelunternehmen fehlt er in der GuV und sollte für Vergleiche kalkulatorisch ergänzt werden.

Warum den Personalaufwand am Rohertrag messen?

Weil der Rohertrag die selbst erwirtschaftete Leistung zeigt. Bei schwankendem Wareneinsatz ist dieser Anteil stabiler als die Quote am Umsatz.

Wo finde ich den Personalaufwand?

In der Gewinn- und Verlustrechnung unter Personalaufwand, aufgeteilt in Löhne und Gehälter sowie soziale Abgaben.

Wie senke ich die Materialaufwandsquote?

Durch bessere Einkaufskonditionen, weniger Verschnitt und Schwund oder höhere Verkaufspreise.

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