Warum Rabatte so teuer sind
Eine Preissenkung wirkt auf den ersten Blick harmlos: zehn Prozent weniger Preis, dafür hoffentlich deutlich mehr verkaufte Stück. Doch die Senkung geht voll vom Deckungsbeitrag ab, also dem Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten und als Gewinn bleibt. Je kleiner die Marge, desto stärker trifft eine Preissenkung.
Der Rechner ermittelt, wie viel mehr verkauft werden muss, damit der gesamte Deckungsbeitrag gleich bleibt. Weil die Fixkosten sich durch die Preisänderung nicht ändern, bleibt dann auch der Gewinn gleich. Die nötige Menge ergibt sich aus dem bisherigen Deckungsbeitrag geteilt durch den neuen Deckungsbeitrag je Stück.
Das Ergebnis überrascht oft: Bei 40 Prozent Marge erfordert eine Preissenkung um zehn Prozent ein Absatzplus von einem Drittel. Bei 20 Prozent Marge müsste sich der Absatz sogar verdoppeln. Liegt der neue Preis unter den variablen Kosten, lässt sich der Verlust durch keine Menge ausgleichen.
Preisentscheidungen absichern
Ob das nötige Absatzplus realistisch ist, hängt von der Preiselastizität ab, also davon, wie stark Kunden auf Preisänderungen reagieren. Bei austauschbaren Produkten mit vielen Anbietern kann eine Preissenkung viel bewirken, bei Markenprodukten oder Nischenangeboten oft wenig. Die Elastizität aus beobachteten Preis- und Mengenänderungen berechnet der Preiselastizität-Rechner.
Bedenken Sie auch Nebenwirkungen. Mehr Absatz kann zusätzliche Kosten verursachen, etwa für Personal, Lager oder Kapazitätserweiterungen. Wettbewerber senken möglicherweise nach, sodass der erhoffte Mengeneffekt ausbleibt. Und Kunden gewöhnen sich an niedrige Preise, was spätere Erhöhungen erschwert.
Der Rechner funktioniert auch in die Gegenrichtung als Denkhilfe: Eine Preiserhöhung um zehn Prozent erhöht den Deckungsbeitrag je Stück stark, sodass ein gewisser Mengenrückgang verkraftbar ist. Statt pauschaler Rabatte können Mengenstaffeln, Bündelangebote oder zeitlich begrenzte Aktionen den Absatz gezielter steigern.
Die Rechnung betrachtet nur den Deckungsbeitrag. Den Deckungsbeitrag je Produkt und insgesamt berechnet der Deckungsbeitrag-Rechner, die Menge, ab der alle Fixkosten gedeckt sind, der Break-even-Rechner. Für mehrere Szenarien rechnen Sie den Rechner einfach mit verschiedenen Preissenkungen durch.
Tipps und typische Fehler
Preise schützen.
- Marge: Zuerst prüfen.
- Elastizität: Testen.
- Zeitlich: Begrenzen.
- Alternativen: Bündel und Staffeln.
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Häufige Fragen
Wie viel mehr muss ich nach einer Preissenkung verkaufen?
Preissenkung geteilt durch (Marge − Preissenkung), jeweils in Prozent vom Preis. Bei 40 Prozent Marge und 10 Prozent Senkung sind es 33,3 Prozent.
Warum zählen die Fixkosten nicht?
Sie ändern sich durch den Preis nicht; bleibt der Deckungsbeitrag gleich, bleibt auch der Gewinn gleich.
Lohnt sich eine Preissenkung bei kleiner Marge?
Selten, weil das nötige Absatzplus bei kleiner Marge sehr hoch wird.
Wann lohnt sich eine Preissenkung?
Wenn der Absatz stärker steigt als das berechnete nötige Absatzplus.
Was ist besser, Rabatt oder Zugabe?
Eine Zugabe kostet oft nur deren variable Kosten und schmälert den Deckungsbeitrag weniger als ein gleich großer Rabatt.
- Preissenkung Absatz berechnen
- Rabatt Absatzplus
- Preissenkung Gewinn halten
- Mehrabsatz nach Preissenkung
- Rabatt lohnt sich
- Deckungsbeitrag Preissenkung
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