Was der mittlere arterielle Druck ist
Der Blutdruck schwankt mit jedem Herzschlag zwischen einem oberen, systolischen und einem unteren, diastolischen Wert. Der mittlere arterielle Druck, kurz MAD oder englisch MAP, ist der durchschnittliche Druck in den Arterien über einen ganzen Herzzyklus. Er bestimmt, wie gut Organe wie Gehirn, Herz und Nieren durchblutet werden.
Weil das Herz in Ruhe länger in der Entspannungsphase verweilt als in der Auswurfphase, liegt der Mittelwert näher am diastolischen Wert. Die übliche Faustformel addiert deshalb ein Drittel der Differenz zum unteren Wert. Diese Differenz zwischen oberem und unterem Wert heißt Pulsdruck oder Blutdruckamplitude.
Der Rechner zeigt beide Werte und eine zweite MAD-Variante mit dem Faktor 0,412, die in Studien etwas genauer war. In der Intensivmedizin wird der MAD meist direkt über einen Katheter gemessen; die Formel liefert eine Schätzung aus der Manschettenmessung.
Werte einordnen
Bei gesunden Erwachsenen liegt der MAD in Ruhe meist zwischen etwa 70 und 100 mmHg. In der Notfall- und Intensivmedizin gilt ein MAD von mindestens 65 mmHg als Schwelle, damit die Organe ausreichend versorgt werden. Für die Beurteilung eines Bluthochdrucks im Alltag ist der MAD dagegen nicht maßgeblich; dort zählen systolischer und diastolischer Wert.
Der Pulsdruck beträgt bei jungen Erwachsenen meist 30 bis 50 mmHg. Mit dem Alter werden die großen Arterien steifer, der obere Wert steigt, der untere sinkt eher, und der Pulsdruck nimmt zu. Ein dauerhaft weiter Pulsdruck über 60 mmHg gilt als Hinweis auf steife Gefäße. Ein sehr schmaler Pulsdruck kann bei bestimmten Herzerkrankungen auftreten.
Messen Sie den Blutdruck nach fünf Minuten Ruhe im Sitzen, mit der Manschette auf Herzhöhe, und wiederholen Sie die Messung. Einzelwerte schwanken stark durch Aufregung, Bewegung, Kaffee oder Uhrzeit. Ein Blutdrucktagebuch über mehrere Tage ist aussagekräftiger als eine einzelne Messung.
Der Rechner liefert eine Orientierung und stellt keine Diagnose. Auffällige Werte, Schwindel, Brustschmerzen oder Atemnot gehören ärztlich abgeklärt, bei akuten Beschwerden über den Notruf 112. Die Einordnung der Blutdruckwerte nach Leitlinie zeigt der Blutdruck-Rechner, den Ruhepuls bewertet der Ruhepuls-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Richtig messen.
- Ruhe: Fünf Minuten.
- Herzhöhe: Manschette.
- Mehrmals: Messen.
- Tagebuch: Führen.
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Häufige Fragen
Wie berechnet man den mittleren arteriellen Druck?
Unterer Wert plus ein Drittel der Differenz zwischen oberem und unterem Wert.
Welcher MAD ist normal?
In Ruhe meist etwa 70 bis 100 mmHg.
Was ist der Pulsdruck?
Die Differenz zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck.
Warum ist der MAD in der Intensivmedizin wichtig?
Er zeigt, ob die Organe ausreichend durchblutet werden.
Was bedeutet ein hoher Pulsdruck?
Er kann auf steife Arterien hinweisen, besonders im Alter.
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