Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Auch Minijobber haben Urlaub
Viele Aushilfen wissen nicht, dass ihnen bezahlter Urlaub zusteht. Das Bundesurlaubsgesetz unterscheidet nicht zwischen Vollzeit, Teilzeit und geringfügiger Beschäftigung. Wer auf 556-Euro-Basis arbeitet, hat denselben Anspruch wie Kolleginnen und Kollegen in Vollzeit, nur umgerechnet auf die eigenen Arbeitstage. Arbeitgeber dürfen den Urlaub weder streichen noch einfach mit dem Lohn abgelten.
Die Umrechnung erfolgt über die Arbeitstage pro Woche. Bekommt eine Vollzeitkraft bei fünf Tagen 25 Urlaubstage und arbeiten Sie zwei Tage pro Woche, stehen Ihnen 25 × 2 ÷ 5 = 10 Urlaubstage zu. Damit sind Sie genauso viele Wochen frei wie die Vollzeitkraft, nämlich fünf. Die Stundenzahl am einzelnen Tag spielt für die Zahl der Tage keine Rolle.
Der Rechner prüft außerdem den gesetzlichen Mindesturlaub von 24 Werktagen bei einer Sechstagewoche. Für zwei Arbeitstage ergibt das acht Tage. Liegt der vertragliche Anteil darunter, gilt das Gesetz. Wer nur einen Teil des Jahres beschäftigt ist, erhält für jeden vollen Monat ein Zwölftel.
Urlaub im Minijob richtig nehmen
Während des Urlaubs zahlt der Arbeitgeber den Lohn weiter, als hätten Sie gearbeitet. Bei schwankenden Einsätzen richtet sich das Urlaubsentgelt nach dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen. Das Urlaubsentgelt gehört zum regulären Verdienst und zählt bei der Minijobgrenze mit, weil es den ausgefallenen Lohn ersetzt.
Arbeiten Sie unregelmäßig, etwa mal an einem, mal an drei Tagen, tragen Sie den Durchschnitt über mehrere Monate ein. Halbe Tage sind dabei erlaubt. Bei Abrufarbeit ist es sinnvoll, Urlaub schriftlich zu beantragen und die Bestätigung aufzubewahren, damit später keine Zweifel über genommene Tage entstehen.
Nicht genommener Urlaub verfällt grundsätzlich am Jahresende oder nach Übertragung im März, aber nur, wenn der Arbeitgeber rechtzeitig auf den Resturlaub hingewiesen hat. Endet der Minijob, wird offener Urlaub ausgezahlt. Den Betrag dafür zeigt der Urlaubsabgeltungs-Rechner, die Zahl der Tage bei Teilzeit der Urlaubstage-Rechner.
Die Berechnung gibt die gesetzliche Systematik wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Tarifverträge oder Arbeitsverträge können mehr Urlaub vorsehen; dann tragen Sie den höheren Vollzeitwert ein. Der Mindestlohn als Standardwert wird regelmäßig angepasst, prüfen Sie den aktuellen Stand, bevor Sie mit dem Eurobetrag rechnen.
Tipps und typische Fehler
Urlaub sichern.
- Schriftlich: Urlaub beantragen.
- Durchschnitt: Bei wechselnden Tagen.
- Vertrag: Mehr Urlaub möglich.
- Resturlaub: Bei Ende auszahlen.
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Häufige Fragen
Haben Minijobber Anspruch auf Urlaub?
Ja, mindestens den gesetzlichen Urlaub, umgerechnet auf ihre Arbeitstage.
Wie rechne ich Urlaub bei zwei Arbeitstagen um?
Urlaubstage der Vollzeitkraft mal zwei geteilt durch deren Arbeitstage.
Wird Urlaub im Minijob bezahlt?
Ja, der Lohn läuft während des Urlaubs weiter.
Darf der Arbeitgeber den Urlaub im Minijob auszahlen?
Nur bei Ende des Arbeitsverhältnisses, sonst muss er gewährt werden.
Zählt der Urlaubslohn zur Verdienstgrenze?
Ja, er ersetzt den normalen Lohn und gehört zum Verdienst.
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Rechtlicher Hinweis: Die Berechnungen sind keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind Ihr Arbeits- oder Tarifvertrag, die Gesetze und die Auskunft der zuständigen Stelle (zum Beispiel Arbeitsagentur, Krankenkasse oder Rentenversicherung).
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