Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.
Was steht Auszubildenden mindestens zu?
Seit 2020 schreibt das Berufsbildungsgesetz eine Mindestvergütung für betriebliche Ausbildungen vor. Der Betrag für das erste Lehrjahr wird jedes Jahr neu bekannt gemacht und gilt für alle Ausbildungen, die in diesem Kalenderjahr beginnen. Für die Folgejahre kommen feste Aufschläge hinzu: 18 Prozent im zweiten, 35 Prozent im dritten und 40 Prozent im vierten Jahr.
Wichtig ist das Beginnjahr. Wer 2026 startet, behält die Beträge des Jahrgangs 2026 für die gesamte Ausbildung, auch wenn später höhere Werte für neue Jahrgänge gelten. Deshalb fragt der Rechner nicht nach dem heutigen Datum, sondern nach dem Wert für Ihr Beginnjahr. Den passenden Betrag finden Sie in der Bekanntmachung des Bundesbildungsministeriums.
Bei einer Teilzeitausbildung darf die Vergütung entsprechend dem geringeren Umfang gekürzt werden. Wer mit 75 Prozent der Zeit lernt, kann also 75 Prozent der Mindestvergütung erhalten. Der Rechner berücksichtigt das über das Eingabefeld zum Umfang.
Tarifvertrag, 80-Prozent-Regel und Nachforderung
Die gesetzliche Mindestvergütung ist nur eine Untergrenze. Gilt für den Betrieb ein Tarifvertrag, ist die tarifliche Vergütung maßgeblich, auch wenn sie in Ausnahmefällen darunter liegt. In vielen Branchen zahlen tarifgebundene Betriebe deutlich mehr als das gesetzliche Minimum.
Für Betriebe ohne Tarifbindung gibt es eine zweite Grenze: Die Vergütung darf die in der Branche und Region übliche Tarifvergütung um höchstens 20 Prozent unterschreiten. Tragen Sie den Tarifwert ein, zeigt der Rechner 80 Prozent davon und nimmt den höheren der beiden Werte als maßgebliche Untergrenze.
Liegt Ihre Vergütung darunter, können Sie die Differenz nachfordern. Ansprechpartner sind die Ausbildungsberatung der Kammer, die Jugend- und Auszubildendenvertretung oder die Gewerkschaft. Beachten Sie Ausschlussfristen im Vertrag, die eine Nachforderung zeitlich begrenzen können.
Der Rechner ersetzt keine Rechtsberatung. Die Beträge ändern sich jährlich, prüfen Sie deshalb den Stand für Ihr Beginnjahr. Schulische Ausbildungen, duale Studiengänge mit eigenen Regeln und Ausbildungen in Pflegeberufen können abweichende Vorgaben haben. Was netto übrig bleibt, zeigt der Azubi-Netto-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Vergütung prüfen.
- Beginnjahr: Wert merken.
- Tarif: Geht vor.
- 80 Prozent: Ohne Tarifbindung.
- Kammer: Hilft bei Fragen.
Weitere Rechner: Beruf & Arbeitszeit
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Mindestausbildungsvergütung im dritten Jahr?
35 Prozent über dem Betrag des ersten Jahres Ihres Beginnjahrgangs.
Gilt die Mindestvergütung auch bei Tarifvertrag?
Ein Tarifvertrag geht vor, auch wenn er niedriger liegt.
Darf in Teilzeit weniger gezahlt werden?
Ja, anteilig zum Umfang der Teilzeitausbildung.
Wer legt die Mindestausbildungsvergütung fest?
Sie wird jährlich vom Bundesbildungsministerium bekannt gemacht.
Gilt die Mindestvergütung für schulische Ausbildungen?
Nein, sie gilt für betriebliche Ausbildungen nach BBiG und Handwerksordnung.
- Mindestausbildungsvergütung
- Mindestlohn Azubi
- Ausbildungsvergütung Minimum
- Azubi Mindestlohn 2026
- Mindestvergütung Lehrjahr
- BBiG Vergütung
Rechtlicher Hinweis: Die Berechnungen sind keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind Ihr Arbeits- oder Tarifvertrag, die Gesetze und die Auskunft der zuständigen Stelle (zum Beispiel Arbeitsagentur, Krankenkasse oder Rentenversicherung).
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