Was Mastdurchgänge über die Stallleistung sagen
Ein Stallplatz verdient nur Geld, wenn er belegt ist. Die Zahl der Mastdurchgänge pro Jahr zeigt, wie oft ein Platz innerhalb von 365 Tagen mit einem neuen Tier belegt wird. Sie ergibt sich aus der Mastdauer und der Zeit, in der das Abteil leer steht, gereinigt, desinfiziert und abgetrocknet wird.
In der Schweinemast im Rein-Raus-Verfahren dauert ein Durchgang von etwa 30 kg bis zur Schlachtreife meist knapp vier Monate. Hinzu kommt eine Serviceperiode von einigen Tagen. In der Geflügel- oder Bullenmast gelten ganz andere Zeiträume, der Rechner funktioniert aber für jede Tierart mit festen Durchgängen.
Aus Durchgängen und Stallplätzen ergibt sich die Zahl verkaufter Tiere pro Jahr. Der Rechner zieht die Tierverluste ab. Multipliziert mit dem Zuwachs je Tier entsteht der Zuwachs je Stallplatz und Jahr, eine gängige Kennzahl, um Ställe und Betriebe miteinander zu vergleichen.
Durchgänge erhöhen
Der stärkste Hebel ist die Mastdauer. Eine höhere tägliche Zunahme verkürzt die Zeit bis zum Zielgewicht und schafft Platz für zusätzliche Tiere. Schon wenige Tage weniger pro Durchgang bringen über das Jahr spürbar mehr Umtrieb. Tiergesundheit, Futterqualität und Stallklima wirken hier direkt.
Auch der Leerstand lässt sich planen. Abgestimmte Termine mit Ferkellieferant und Schlachthof verhindern, dass ein gereinigtes Abteil tagelang leer steht. Eine zu kurze Serviceperiode birgt aber hygienische Risiken. Das Abteil sollte nach der Reinigung vollständig abtrocknen, bevor neue Tiere einziehen.
Bei Verfahren mit Vorsortierung und Restausstallung steht der Stall am Ende eines Durchgangs teilweise leer. Rechnen Sie in diesem Fall mit der mittleren Mastdauer aller Tiere und schlagen Sie die Tage der Restausstallung dem Leerstand zu. So bleibt die Kennzahl vergleichbar.
Höhere Durchgangszahlen bedeuten auch mehr Futter, mehr Gülle und mehr Arbeit je Stallplatz. Prüfen Sie Lagerkapazität und Genehmigung. Ob sich die Mast insgesamt lohnt, zeigt erst ein Blick auf Futterverwertung, Futterkosten und den Deckungsbeitrag je Tier.
Tipps und typische Fehler
Stall auslasten.
- Termine: Abstimmen.
- Hygiene: Abtrocknen lassen.
- Zunahme: Verbessern.
- Restausstallung: Mitrechnen.
Weitere Rechner: Landwirtschaft
Häufige Fragen
Wie viele Mastdurchgänge sind in der Schweinemast üblich?
Bei knapp vier Monaten Mastdauer und kurzer Serviceperiode sind knapp drei Durchgänge pro Jahr typisch. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Werten.
Was gehört zur Serviceperiode?
Ausstallen, Reinigen, Desinfizieren, Abtrocknen und Vorbereiten des Abteils bis zum nächsten Einstallen.
Wird der Zuwachs verendeter Tiere mitgezählt?
Nein. Der Rechner zählt nur den Zuwachs verkaufter Tiere, damit die Kennzahl nicht zu hoch ausfällt.
Was ist der Unterschied zwischen Durchgängen und Umtrieben?
Beide Begriffe meinen dasselbe: wie oft ein Stallplatz pro Jahr neu belegt wird.
Wie berechne ich die tägliche Zunahme?
Zuwachs je Tier in Gramm geteilt durch die Masttage; der Rechner zeigt den Wert mit an.
- Mastdurchgänge pro Jahr berechnen
- Umtriebe Schweinemast
- Stallplatzleistung berechnen
- Zuwachs je Stallplatz
- Mastdauer Serviceperiode
- Durchgänge Maststall
Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Düngeverordnung, Förder- und Tierhaltungsrecht, Wasserrecht und regionale Vorgaben haben Vorrang; verbindliche Berechnungen und Anträge erstellen Sie mit den amtlichen Verfahren und Ihrer Beratung.
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