Warum Grünland in Trockenmasse gerechnet wird
Gras wird je nach Wetter und Konservierung sehr unterschiedlich feucht geerntet. Frisch gemähtes Gras enthält meist weniger als 20 Prozent Trockensubstanz, angewelkte Silage etwa 30 bis 40 Prozent, Heu über 85 Prozent. Ein Vergleich von Schnitten und Jahren ist daher nur über die Trockenmasse sinnvoll, also über das Gewicht ohne Wasser.
Der Rechner multipliziert für jeden Schnitt die Frischmasse mit dem TS-Gehalt und addiert die Ergebnisse. So entsteht der Bruttoertrag in Dezitonnen Trockenmasse je Hektar. Die Frischmasse ermitteln Sie über Wiegungen von Ladewagen oder Ballen, geteilt durch die abgeerntete Fläche. Den TS-Gehalt liefert eine Futteranalyse oder eine Trocknungsprobe.
Vom Bruttoertrag kommt nicht alles im Futtertrog an. Bröckelverluste beim Wenden, Atmungsverluste beim Anwelken und Gärverluste im Silo summieren sich. Der Rechner zieht diese Verluste als Prozentsatz ab und zeigt den Nettoertrag, mit dem Sie die Futterplanung rechnen können.
Erträge einordnen und nutzen
Grünlanderträge schwanken stark mit Standort, Niederschlag, Nutzungsintensität und Düngung. Ein intensiv genutztes Grünland in Gunstlage bringt deutlich mehr als eine extensiv genutzte Wiese mit zwei Schnitten. Vergleichen Sie Ihre Werte vor allem mit eigenen Vorjahren und mit Ergebnissen der Landwirtschaftskammer oder des Landesamts für Ihre Region.
Der erste Schnitt liefert meist den größten Anteil am Jahresertrag und häufig die beste Energiekonzentration. Ein früher Schnitt bringt weniger Masse, aber mehr Energie je Kilogramm. Wer nur auf den Mengenertrag schaut, übersieht die Qualität. Für die Rationsplanung gehören Energie- und Eiweißgehalt aus der Futteranalyse dazu.
Der Grünlandertrag ist auch für die Düngeplanung wichtig. Die Nährstoffabfuhr steigt mit dem Ertrag. Die Düngebedarfsermittlung nach den geltenden Vorschriften arbeitet mit Ertragsniveaus, die Sie mit diesem Rechner aus Ihren eigenen Schnittdaten ableiten können. Regeln und Richtwerte ändern sich, Stand prüfen bei der zuständigen Stelle.
Ist eine Wägung nicht möglich, schätzen Sie die Frischmasse über die Zahl der Ballen und deren durchschnittliches Gewicht oder über Siloraum und Lagerungsdichte. Solche Schätzungen sind ungenauer. Tragen Sie in diesem Fall vorsichtige Werte ein und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Futterbedarf Ihrer Herde.
Tipps und typische Fehler
Ertrag erfassen.
- Wiegen: Ladungen erfassen.
- TS: Analysieren lassen.
- Schnitte: Einzeln eintragen.
- Verluste: Realistisch ansetzen.
Weitere Rechner: Landwirtschaft
Häufige Fragen
Wie viel dt TM/ha bringt Grünland?
Das hängt von Standort und Nutzung ab, Extensivwiesen liegen weit unter intensiv genutztem Grünland. Vergleichen Sie mit regionalen Auswertungen.
Wie bestimme ich den TS-Gehalt?
Durch eine Futteranalyse im Labor oder eine Trocknungsprobe, etwa im Mikrowellen- oder Trockenschrankverfahren.
Warum werden Verluste abgezogen?
Weil beim Wenden, Anwelken, Bergen und in der Silage Masse verloren geht, die später nicht verfüttert werden kann.
Wie rechne ich dt in Tonnen um?
10 dt entsprechen 1 t, eine Dezitonne sind 100 kg.
Kann ich auch Weidegras eintragen?
Nur wenn Sie die Aufwuchsmenge schätzen oder messen, etwa mit einem Grasmessstab; Weideerträge sind schwerer zu erfassen.
- Grünlandertrag berechnen
- dt TM pro ha Grünland
- Trockenmasse Ertrag Wiese
- Grasertrag pro Schnitt
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Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Düngeverordnung, Förder- und Tierhaltungsrecht, Wasserrecht und regionale Vorgaben haben Vorrang; verbindliche Berechnungen und Anträge erstellen Sie mit den amtlichen Verfahren und Ihrer Beratung.
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