Wie viel Weide braucht die Herde?
Wer Rinder, Schafe oder Pferde auf der Weide hält, muss vorab wissen, wie viel Fläche nötig ist. Zu knapp bemessene Weiden werden überweidet, verlieren Grasnarbe und Ertrag. Der Rechner ermittelt die Weidefläche aus dem Futterbedarf der Herde und dem nutzbaren Ertrag des Grünlands.
Bei 40 Tieren, die 14 Kilogramm Trockenmasse am Tag fressen, ist der Bedarf auf 150 Weidetage 84 Tonnen. Eine Weide mit 6 Tonnen Ertrag und 70 Prozent Nutzungsgrad liefert 4,2 Tonnen nutzbare Trockenmasse je Hektar. Das ergibt 20 Hektar und eine Besatzstärke von 2 Tieren je Hektar.
Der Rechner zeigt auch die Fläche pro Tier in Quadratmetern, im Beispiel 5.000. So können Sie die Planung mit Erfahrungswerten vergleichen und prüfen, ob Zufütterung nötig ist.
Weide richtig nutzen
Die Weidesaison liegt je nach Region zwischen 120 und 220 Tagen. Der Aufwuchs ist im Frühjahr hoch und im Sommer bei Trockenheit deutlich geringer. Wer nur mit dem Jahresdurchschnitt plant, hat im Sommer zu wenig Gras. Planen Sie deshalb Zufütterung mit Heu oder Silage ein oder halten Sie Reserveflächen für den Heuschnitt vor.
Der Nutzungsgrad ist niedriger, als viele denken. Bei Standweide mit dauerhaftem Besatz bleiben Geilstellen und Trittschäden, der Nutzungsgrad liegt oft bei 50 bis 60 Prozent. Portionsweide und Umtriebsweide mit kurzer Besatzzeit erreichen 70 bis 85 Prozent und schonen die Narbe. Mit Koppelwechsel nach drei bis sieben Tagen wächst das Gras besser nach.
Neben der Menge zählt die Qualität. Junges Gras ist eiweißreich und energiereich, überständiges Gras verholzt. Mineralstoffversorgung, Wasserstellen und Schatten sind wichtig. Für Pferdeweiden gelten besonders geringe Besatzstärken, damit die Narbe erhalten bleibt.
Ergänzend zeigt der Großvieheinheiten-Rechner die Besatzdichte des Betriebs, und der Heuballen-Rechner plant die Winterfutterernte. Maßgebend sind regionale Beratungsempfehlungen und Auflagen für Weideflächen in Schutzgebieten.
Beobachten Sie die Narbe: Bleibt Gras nach dem Besatz noch rund fünf Zentimeter hoch, ist die Nutzung schonend. Wird die Weide kürzer abgefressen, sollten Besatzzeit oder Besatzdichte verringert werden.
Tipps und typische Fehler
Weide nutzen.
- Umtrieb: Schont die Narbe.
- Sommer: Zufüttern.
- Wasser: Stellen planen.
- Schutzgebiet: Auflagen.
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- Weidefläche berechnen
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- Futteraufnahme Weide
Häufige Fragen
Wie viele Tiere pro Hektar?
Bei guter Weide etwa 1 bis 3 Rinder, je nach Ertrag.
Was ist der Nutzungsgrad?
Der Anteil des Aufwuchses, den die Tiere tatsächlich fressen.
Warum Umtriebsweide?
Sie nutzt das Gras besser und schont die Narbe.
Wie viel Fläche braucht eine Kuh?
Je nach Ertrag etwa 0,3 bis 1 Hektar.
Was ist Portionsweide?
Eine Weide, die täglich in kleinen Stücken freigegeben wird.
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