Lohnt sich die Kultur?
Der Deckungsbeitrag ist die wichtigste Kennzahl, um Ackerkulturen zu vergleichen. Er ergibt sich aus der Marktleistung, also Ertrag mal Erzeugerpreis, abzüglich der variablen Kosten, die nur bei Anbau der Kultur anfallen: Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz, variable Maschinenkosten und sonstige Aufwendungen.
Der Rechner zeigt den Deckungsbeitrag pro Hektar und für Ihre gesamte Fläche. Im Beispiel liegen 80 Dezitonnen Weizen zu 22 Euro bei einer Marktleistung von 1.760 Euro. Nach 820 Euro variablen Kosten bleiben 940 Euro je Hektar, bei 20 Hektar rund 18.800 Euro.
Außerdem berechnet er den Mindestertrag und den Mindestpreis, bei denen der Deckungsbeitrag null wird. Das sind die Schwellen, ab denen der Anbau die variablen Kosten nicht mehr deckt. Sie helfen bei der Einschätzung des Risikos.
Vom Deckungsbeitrag zum Gewinn
Der Deckungsbeitrag ist nicht der Gewinn. Aus ihm müssen die festen Kosten bezahlt werden: Pacht, Maschinenabschreibung, Gebäude, Lohnansprüche der Familie, Versicherungen und Zinsen. Erst was danach übrig bleibt, ist Gewinn. Bei Pachtflächen sollte der Deckungsbeitrag deutlich über der Pacht liegen, die der Pacht-Rechner in Relation zur Marktleistung setzt.
Beim Vergleich von Kulturen zählen auch Fruchtfolge, Arbeitsspitzen und Risiko. Raps hat hohe Erlöse, aber auch hohe Kosten und größere Schwankungen, Wintergerste liefert oft stabilere Erträge. Die Vorfruchtwirkung, etwa von Raps oder Leguminosen, ist in der reinen Rechnung nicht enthalten und kann den Wert erhöhen.
Prämien und Öko-Regelungen aus der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU erhöhen das Betriebsergebnis, sind aber an Auflagen gebunden und werden hier nicht berücksichtigt. Auch Zuschläge für Qualitätsweizen oder Abzüge bei zu niedrigem Proteingehalt verändern den Erlös.
Beziehen Sie für die Planung die Preise zum Verkaufstermin ein. Terminmarktpreise und regionale Notierungen schwanken oft stark. Rechnen Sie mehrere Szenarien durch und nutzen Sie die Mindestwerte als Orientierung.
Prüfen Sie Ihre Zahlen an Richtwerten: Die Landwirtschaftskammern veröffentlichen jährlich Deckungsbeiträge für gängige Kulturen, mit denen Sie Ihre Kalkulation vergleichen können. Abweichungen von mehr als zehn Prozent sollten Sie hinterfragen.
Tipps und typische Fehler
Kulturen vergleichen.
- Feste Kosten: Danach decken.
- Vorfrucht: Nicht enthalten.
- Prämien: Separat.
- Szenarien: Preise testen.
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- Deckungsbeitrag Ackerbau
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- variable Kosten Ackerbau
Häufige Fragen
Was ist ein guter Deckungsbeitrag?
Er muss die festen Kosten wie Pacht und Abschreibung decken.
Welche Kosten sind variabel?
Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz, Diesel und Trocknung.
Sind Prämien enthalten?
Nein, sie werden nicht berücksichtigt.
Was gehört zu den variablen Kosten?
Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz, Diesel und Trocknung.
Was bedeutet der Mindestpreis?
Der Preis, bei dem der Deckungsbeitrag null wird.
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