Landwirtschaft

GAP-Direktzahlungen schätzen

Geben Sie Ihre förderfähige Fläche und die aktuellen Prämiensätze ein. Der Rechner addiert Einkommensgrundstützung, Umverteilungsprämie, Junglandwirteförderung und bis zu zwei Öko-Regelungen.

Fläche und Prämiensätze
Annahme, der Satz ändert sich jährlich. Stand prüfen.
Annahme, Stand prüfen.
Annahme, Stand prüfen.
Annahme, Stand prüfen.
Satz der gewählten Öko-Regelung eintragen, Stand prüfen.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.

Aus welchen Teilen sich die Direktzahlungen zusammensetzen

Die Direktzahlungen der Gemeinsamen Agrarpolitik bestehen in Deutschland seit 2023 aus mehreren Bausteinen. Die Einkommensgrundstützung, oft weiter Basisprämie genannt, gibt es für jeden förderfähigen Hektar. Die Umverteilungseinkommensstützung kommt zusätzlich für die ersten Hektare eines Betriebs, gestaffelt in zwei Stufen. Junglandwirte erhalten auf Antrag einen Zuschlag für eine begrenzte Fläche.

Daneben gibt es die Öko-Regelungen. Sie sind freiwillig und werden für bestimmte Leistungen gezahlt, etwa für Brachen, vielfältige Kulturen, Agroforst, extensives Grünland oder den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel. Die Sätze unterscheiden sich stark, und für manche Regelungen sinkt der Satz mit steigendem Flächenanteil. Der Rechner bietet zwei frei belegbare Öko-Regelungen mit Fläche und Satz.

Alle Sätze sind als Eingabefelder angelegt, weil sie sich jährlich ändern. Die Einkommensgrundstützung hängt vom verfügbaren Budget und der beantragten Gesamtfläche ab und steht erst nach Abschluss des Antragsjahres endgültig fest. Die Standardwerte sind Annahmen zur Orientierung; den aktuellen Stand finden Sie bei Ihrer Landwirtschaftsbehörde oder der zuständigen Bundesstelle.

Summe=Fla¨che×Grundstu¨tzung+min (Fla¨che , Grenze 1)×Satz 1+Fla¨che zwischen Grenze 1und 2×Satz 2+Junglandwirte+∑ O¨ko-Fla¨che×Satz\text{Summe} = \text{Fläche} \times \text{Grundstützung} + \text{min}\,\left(\text{Fläche}\,{,}\ \text{Grenze}\,1\right) \times \text{Satz}\,1 + \text{Fläche zwischen Grenze}\,1\quad \text{und}\ 2 \times \text{Satz}\,2 + \text{Junglandwirte} + \sum\,\text{Öko-Fläche} \times \text{Satz}

Beispiel: 100 ha mit 150 €/ha Grundstützung ergeben 15.000 €. Die Umverteilung bringt 40 ha × 69 € plus 20 ha × 41 €, zusammen 3.580 €. Dazu kommen 5 ha Öko-Regelung A zu 1.000 € und 40 ha Öko-Regelung B zu 45 €, zusammen 6.800 €. Ohne Junglandwirteförderung ergeben sich 25.380 €, im Schnitt 253,80 € je Hektar.

Grenzen der Schätzung

Der Rechner zeigt eine Bruttoschätzung. Nicht berücksichtigt sind Kürzungen wegen Verstößen gegen die Konditionalität, Sanktionen, Abzüge bei Flächenabweichungen oder Budgetanpassungen bei den Öko-Regelungen. Die tatsächliche Auszahlung kann deshalb niedriger ausfallen, gelegentlich auch höher, wenn Restmittel umverteilt werden.

Die Junglandwirteförderung setzt bestimmte Voraussetzungen voraus, etwa ein Höchstalter, eine erstmalige Niederlassung innerhalb eines Zeitraums und eine Qualifikation. Ob Sie die Bedingungen erfüllen, prüfen Sie bitte mit Ihrer Bewilligungsstelle. Gekoppelte Zahlungen für Mutterkühe, Schafe und Ziegen sind hier nicht enthalten und kommen bei Tierhaltern zusätzlich hinzu.

Für die Betriebsplanung ist der Betrag je Hektar hilfreich. Er zeigt, welchen Anteil die Direktzahlungen am Deckungsbeitrag haben und wie stark der Betrieb von ihnen abhängt. Bei Pachtflächen fließen die Zahlungen an den Bewirtschafter; in Pachtverhandlungen werden sie dennoch häufig mitgedacht.

Die Rechnung ist keine Rechts-, Förder- oder Steuerberatung. Verbindlich sind allein Bewilligungsbescheid und geltende Rechtsvorschriften. Den Deckungsbeitrag Ihrer Kulturen berechnen Sie mit dem Deckungsbeitrag-Rechner, Pachtpreise mit dem Pacht-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Antrag gut vorbereiten.

  • Sätze: Jährlich prüfen.
  • Öko-Regelungen: Vergleichen.
  • Fristen: Einhalten.
  • Bescheid: Kontrollieren.

Weitere Rechner: Landwirtschaft

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Basisprämie?

Der Satz der Einkommensgrundstützung ändert sich jährlich; tragen Sie den aktuellen Wert Ihrer Behörde ein.

Was ist die Umverteilungsprämie?

Ein Zuschlag für die ersten Hektare eines Betriebs, der kleinere Betriebe stärker fördert.

Sind gekoppelte Tierprämien enthalten?

Nein, Prämien für Mutterkühe, Schafe und Ziegen kommen gesondert hinzu.

Wann werden die Direktzahlungen ausgezahlt?

In der Regel zum Jahresende oder Anfang des Folgejahres nach dem Antragsjahr.

Bekommt der Verpächter die Prämie?

Nein, die Zahlungen erhält der Betrieb, der die Fläche bewirtschaftet und beantragt.

Auch gesucht als:
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