Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Von der Traube zum Wein
Aus einem Kilogramm Trauben wird nicht ein Liter Wein. Beim Keltern bleiben Stiele, Schalen und Kerne als Trester zurück. Wie viel Most herausläuft, hängt von Rebsorte, Reife, Gesundheit des Leseguts, Maischestandzeit und Presse ab. Bei Weißwein rechnet man häufig mit 70 bis 80 Litern Most je 100 Kilogramm, bei Rotwein nach Maischegärung mit etwas anderen Werten.
Aus dem Most wird durch Gärung Wein. Dabei setzen sich Trub und Hefe ab, beim Abstich, bei der Filtration und beim Füllen gehen weitere Mengen verloren. Der Rechner fasst diese Verluste in einem Prozentsatz zusammen. Für Hobbywinzer mit kleinen Gebinden sind die Verluste meist höher als im Betrieb, weil Reste im Verhältnis stärker ins Gewicht fallen.
Für Weinbaubetriebe ist der Ertrag je Hektar wichtig. Der Rechner gibt den Traubenertrag in Kilogramm je Hektar und den Most- und Weinertrag in Hektolitern je Hektar aus. So lassen sich Jahrgänge, Lagen und Rebsorten vergleichen und der Ertrag mit dem geltenden Hektarhöchstertrag abgleichen.
Hektarhöchstertrag und Planung
In Deutschland begrenzen die Länder die Erntemenge je Hektar, die als Qualitätswein oder Prädikatswein vermarktet werden darf. Die Grenzen unterscheiden sich nach Anbaugebiet und Qualitätsstufe. Ob sich der Wert auf Most, Wein oder Traubenmenge bezieht und welche Umrechnung gilt, legt Ihre Weinbaubehörde fest. Tragen Sie den für Sie geltenden Wert ein und prüfen Sie den aktuellen Stand.
Übermengen müssen je nach Regel destilliert, im Folgejahr angerechnet oder anders verwertet werden. Ein Blick auf den Mostertrag kurz nach der Lese hilft daher, Tanks und Vermarktung rechtzeitig zu planen. Gleichzeitig zeigt der Ertrag je Hektar, ob die Ertragsregulierung durch Rebschnitt und Ausdünnen gewirkt hat.
Für Hobbywinzer ist vor allem die Flaschenzahl interessant. Planen Sie Gebinde, Korken und Etiketten mit etwas Reserve. Wie süß und alkoholreich der Wein wird, hängt vom Mostgewicht ab, das Sie mit dem Oechsle-Rechner einschätzen.
Die Werte sind Durchschnittsannahmen. Faule oder sehr kleine Beeren, starke Selektion bei der Lese oder sanftes Pressen für Spitzenweine senken die Ausbeute deutlich. Messen Sie bei der eigenen Kelterung nach und passen Sie die Ausbeute im Folgejahr an.
Tipps und typische Fehler
Ertrag richtig planen.
- Ausbeute: Selbst messen.
- Gebinde: Mit Reserve.
- Höchstertrag: Regional prüfen.
- Mostgewicht: Mit erfassen.
Weitere Rechner: Landwirtschaft
Häufige Fragen
Wie viel Liter Wein ergeben 100 kg Trauben?
Bei 75 Prozent Mostausbeute und 8 Prozent Verlust etwa 69 Liter Wein.
Was ist die Mostausbeute?
Die Litermenge Most, die beim Keltern aus 100 Kilogramm Trauben gewonnen wird.
Was ist der Hektarhöchstertrag?
Die regional festgelegte Höchstmenge je Hektar, die als Qualitätswein vermarktet werden darf.
Wie viel Kilogramm Trauben braucht eine Flasche Wein?
Bei üblicher Ausbeute etwa 1,0 bis 1,2 Kilogramm.
Warum ergibt Rotwein andere Ausbeuten?
Die Maischegärung und das spätere Abpressen verändern die gewonnene Menge.
- Weinertrag berechnen
- Trauben in Liter Wein
- Mostausbeute berechnen
- Hektarertrag Wein
- wie viel Wein aus Trauben
- Hektoliter je Hektar Wein
Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Düngeverordnung, Förder- und Tierhaltungsrecht, Wasserrecht und regionale Vorgaben haben Vorrang; verbindliche Berechnungen und Anträge erstellen Sie mit den amtlichen Verfahren und Ihrer Beratung.
Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.