Landwirtschaft

Erlös aus dem Holzeinschlag berechnen

Tragen Sie für jedes Sortiment die Menge in Festmetern und den erzielten Preis ein, dazu die Kosten für Einschlag und Rücken. Der Rechner zeigt, was nach Abzug der Kosten bleibt.

Sortimente, Preise und Kosten
Abhängig von Baumart, Stärke und Güte. Stand prüfen.
Harvester, Forwarder oder motormanuelle Ernte, je nach Gelände.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Wie sich der Holzerlös zusammensetzt

Beim Holzverkauf werden die Stämme nach dem Einschlag in Sortimente getrennt. Stammholz ist der wertvollste Teil, es geht ins Sägewerk und wird nach Baumart, Mittendurchmesser und Qualität bezahlt. Industrieholz aus schwächeren oder krummen Abschnitten geht an Papier- und Plattenwerke. Kronenholz und schwaches Material werden als Energie- oder Brennholz verkauft.

Jedes Sortiment hat seinen eigenen Preis je Festmeter, der Bruttoerlös ist die Summe aus Menge mal Preis. Davon gehen die Kosten für das Fällen, Aufarbeiten und Rücken an die Waldstraße ab, die meist je Festmeter abgerechnet werden. Hinzu kommen Nebenkosten für Vermessung, Vermarktung über eine forstwirtschaftliche Vereinigung oder Beförsterung, die der Rechner als Prozentsatz vom Erlös ansetzt.

Die Standardpreise sind Beispielwerte. Holzpreise schwanken je nach Region, Baumart und Marktlage erheblich, nach Kalamitäten wie Sturm oder Borkenkäfer oft um ein Vielfaches. Tragen Sie die Preise aus Ihrem aktuellen Angebot oder dem Preisbericht Ihrer Forstbetriebsgemeinschaft ein und prüfen Sie den Stand regelmäßig.

Nettoerlo¨s=∑ (Festmeter×Preis)−Festmeter gesamt×Erntekosten−Bruttoerlo¨s×Nebenkostensatz\text{Nettoerlös} = \sum\,\left(\text{Festmeter} \times \text{Preis}\right) - \text{Festmeter gesamt} \times \text{Erntekosten} - \text{Bruttoerlös} \times \text{Nebenkostensatz}

Beispiel: 120 fm Stammholz zu 95 €, 40 fm Industrieholz zu 45 € und 20 fm Energieholz zu 50 € bringen 14.200 € brutto. Für 180 fm fallen bei 28 €/fm 5.040 € Erntekosten an, die Nebenkosten von 3 % betragen 426 €. Netto bleiben 8.734 €, das sind 48,52 € je Festmeter bei einem Durchschnittspreis von 78,89 €. Stammholz macht 66,7 % der Menge aus.

Den Erlös verbessern

Der größte Hebel ist die Sortierung. Ein Abschnitt, der als Stammholz verkauft werden kann, bringt oft das Doppelte gegenüber Industrieholz. Sprechen Sie vor dem Einschlag mit dem Käufer, welche Längen und Mindestdurchmesser er abnimmt, und lassen Sie die Stämme entsprechend ausformen.

Auch der Zeitpunkt zählt. Frisches Holz aus dem Winterhieb ist meist besser bezahlt als Holz, das monatelang im Wald lag und Bläue oder Insektenbefall zeigt. Planen Sie die Abfuhr deshalb gleich mit ein. Größere Mengen lassen sich über Sammelverkäufe der Forstbetriebsgemeinschaft oft zu besseren Preisen vermarkten.

Die Erntekosten hängen stark von Gelände, Baumdimension und Verfahren ab. Im ebenen Fichtenbestand mit Harvester liegen sie deutlich niedriger als im steilen Laubholz mit motormanueller Fällung und Seilkran. Holen Sie mehrere Angebote ein und vergleichen Sie diese immer je Festmeter.

Die Preise verstehen sich hier ohne Umsatzsteuer. Ob für Sie die Durchschnittssatzbesteuerung oder die Regelbesteuerung gilt und wie die Einkünfte zu versteuern sind, klären Sie bitte mit einer Steuerberatung; diese Rechnung ist keine Steuerberatung. Mengen aus Raummetern rechnen Sie mit dem Festmeter-Rechner um.

Tipps und typische Fehler

Holz gut verkaufen.

  • Sortierung: Mit Käufer abstimmen.
  • Abfuhr: Zügig planen.
  • Angebote: Mehrere einholen.
  • Sammelverkauf: Nutzen.

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Häufige Fragen

Was ist ein Festmeter?

Ein Kubikmeter fester Holzmasse ohne Zwischenräume.

Warum ist Stammholz teurer als Industrieholz?

Stammholz lässt sich zu Schnittholz verarbeiten, Industrieholz nur zu Papier, Platten oder Energie.

Welche Kosten fallen beim Holzeinschlag an?

Fällen, Aufarbeiten, Rücken an die Waldstraße sowie Vermessung und Vermarktung.

Lohnt sich Holzeinschlag bei niedrigen Preisen?

Nur wenn nach Erntekosten ein positiver Nettoerlös bleibt oder waldbauliche Gründe dafür sprechen.

Wer vermarktet Holz für Privatwaldbesitzer?

Häufig Forstbetriebsgemeinschaften oder forstwirtschaftliche Vereinigungen.

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