So entsteht der Gehalt einer Mischung
Wer Einzeldünger selbst mischt oder beim Landhandel eine Mischung bestellt, möchte wissen, welche Nährstoffe in einem Kilogramm des fertigen Produkts stecken. Der Gehalt der Mischung ist das gewichtete Mittel der einzelnen Dünger: Jede Komponente trägt mit ihrer Menge und ihrem Nährstoffgehalt zur Gesamtmenge an Stickstoff, Phosphat und Kali bei.
Die Gehalte werden wie auf dem Sack üblich in Prozent der Ware angegeben. Phosphor und Kalium stehen dabei in Oxidform, also als P2O5 und K2O. Ein Diammonphosphat mit 18/46/0 enthält somit 18 Prozent Stickstoff und 46 Prozent Phosphat, ein 60er Kali 60 Prozent K2O. Diese Angaben übernehmen Sie direkt aus der Kennzeichnung Ihres Düngers.
Mit der geplanten Stickstoffgabe berechnet der Rechner außerdem, wie viele Kilogramm der Mischung Sie je Hektar streuen müssen und wie viel Phosphat und Kali dabei automatisch mit ausgebracht werden. So sehen Sie, ob die Mischung zur Grunddüngung passt oder ob ein Nährstoff über- oder unterversorgt wird.
Worauf Sie beim Mischen achten sollten
Nicht jeder Dünger verträgt sich mit jedem. Harnstoff und Kalkammonsalpeter etwa können zusammen feucht werden und verklumpen, andere Kombinationen neigen zur Entmischung, wenn die Körner sehr unterschiedlich groß oder schwer sind. Fragen Sie im Zweifel beim Hersteller oder Händler nach einer Mischbarkeitstabelle und mischen Sie möglichst kurz vor dem Streuen.
Unterschiedliche Korngrößen wirken sich auch auf die Querverteilung aus. Eine Mischung aus feinem und grobem Granulat fliegt beim Schleuderstreuer unterschiedlich weit, die Nährstoffe liegen dann ungleich auf der Fläche. Stellen Sie den Streuer nach der Komponente mit dem größten Anteil ein und prüfen Sie die Verteilung mit Prüfschalen.
Die berechnete Aufwandmenge richtet sich nur nach dem Stickstoff. Phosphat und Kali ergeben sich daraus zwangsläufig. Passt das Verhältnis nicht zum Bedarf laut Bodenuntersuchung, ändern Sie die Mengen der Einzeldünger, bis die Mischung stimmt. Rechnen Sie dazu einfach mehrere Varianten durch.
Den Bedarf der Kultur ermitteln Sie mit dem Düngerbedarf-Rechner, die Nährstoffe aus Gülle mit dem Gülle-Nährstoffe-Rechner. Die Vorgaben der Düngeverordnung zu Bedarfsermittlung und Aufzeichnung gelten unabhängig von dieser Rechnung, Stand bitte bei Ihrer Landesbehörde prüfen.
Tipps und typische Fehler
Richtig mischen.
- Mischbarkeit: Vorher prüfen.
- Korngröße: Ähnlich wählen.
- Kurz vorher: Mischen.
- Streuer: Neu einstellen.
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Häufige Fragen
Wie berechne ich den N-Gehalt einer Mischung?
Stickstoffmengen aller Dünger addieren und durch die Gesamtmenge der Mischung teilen.
Warum steht Phosphor als P2O5 auf dem Sack?
Die Düngerkennzeichnung gibt Phosphor traditionell in Oxidform an, ebenso Kalium als K2O.
Kann ich Harnstoff und KAS mischen?
Davon wird meist abgeraten, weil die Mischung Wasser zieht und verklumpt.
Wie viel Mischung streue ich für 50 kg N?
50 durch den N-Gehalt der Mischung in Prozent teilen und mit 100 multiplizieren.
Was bedeutet 15-15-15 auf dem Sack?
15 Prozent N, 15 Prozent P2O5 und 15 Prozent K2O in der Ware.
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