Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Wie viele Nährstoffe stecken in der Gülle?
Gülle ist ein wertvoller Dünger. Sie enthält Stickstoff, Phosphat, Kali und weitere Nährstoffe, die bei der Düngeplanung angerechnet werden müssen. Wie viel davon auf den Acker oder das Grünland gelangt, hängt von der Ausbringmenge und von den Gehalten ab, die je nach Tierart, Fütterung und Verdünnung stark schwanken.
Der Rechner multipliziert die Ausbringmenge je Hektar mit den Gehalten je Kubikmeter. Bei 20 Kubikmetern Rindergülle mit 4 Kilogramm Gesamtstickstoff sind das 80 Kilogramm Stickstoff je Hektar, dazu 34 Kilogramm Phosphat und 100 Kilogramm Kali.
Nicht der ganze Stickstoff wirkt im Jahr der Ausbringung. Für die Düngebedarfsermittlung wird der Gesamtstickstoff mit der Mindestwirksamkeit angerechnet, mindestens aber der Ammoniumanteil. Bei 60 Prozent ergeben sich 48 Kilogramm anrechenbarer Stickstoff je Hektar.
Gülle gezielt einsetzen
Die Gehalte schwanken von Betrieb zu Betrieb erheblich. Tabellenwerte sind nur ein Anhalt; eine Laboranalyse oder ein Schnelltest vor der Ausbringung liefert verlässlichere Zahlen. Rühren Sie die Gülle vor der Probenahme gut auf, denn Nährstoffe setzen sich ab. Moderne Güllefässer können Gehalte auch mit Sensoren während der Ausbringung messen.
Nach der Düngeverordnung dürfen im Betriebsdurchschnitt höchstens 170 Kilogramm Gesamtstickstoff je Hektar und Jahr aus organischen und organisch-mineralischen Düngern ausgebracht werden. Dazu kommen Sperrfristen, Abstände zu Gewässern, Vorgaben zur bodennahen Ausbringung und in Roten Gebieten zusätzliche Auflagen. Prüfen Sie den aktuellen Stand und die Regelungen Ihres Bundeslandes.
Ammoniakverluste sind bei Gülle besonders hoch, wenn sie bei warmem, windigem Wetter breit verteilt wird. Schleppschlauch, Schleppschuh oder Schlitzgerät und eine schnelle Einarbeitung auf unbewachsenem Acker halten den Stickstoff im Boden. Wer Verluste senkt, kann mineralischen Dünger sparen.
Den Bedarf an Mineraldünger berechnet der Düngerbedarf-Rechner, die nötige Lagerkapazität der Güllelager-Rechner. Wie viele Großvieheinheiten Ihr Betrieb hält, zeigt der Großvieheinheiten-Rechner. Verbindliche Auskunft zur Düngeplanung geben Landwirtschaftskammer und Fachrecht der Länder.
Tipps und typische Fehler
Gülle nutzen.
- Analyse: Vor Ausbringung.
- Technik: Bodennah.
- Einarbeiten: Schnell.
- DüV: Fristen beachten.
Weitere Rechner: Landwirtschaft
Häufige Fragen
Wie viel Stickstoff hat Rindergülle?
Oft etwa 3 bis 5 kg Gesamt-N je m³, je nach TS-Gehalt.
Was ist die Mindestwirksamkeit?
Der Anteil des Gesamtstickstoffs, der in der Düngeplanung als wirksam angerechnet wird.
Wie viel organischer Stickstoff ist erlaubt?
Im Betriebsdurchschnitt höchstens 170 kg N je Hektar und Jahr.
Wie nehme ich eine Gülleprobe?
Nach gründlichem Aufrühren an mehreren Stellen schöpfen und mischen.
Warum geht Stickstoff aus Gülle verloren?
Vor allem als Ammoniak bei warmem, windigem Wetter und ohne Einarbeitung.
- Gülle Nährstoffe berechnen
- Gülle Stickstoff pro Hektar
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- Rindergülle Nährstoffgehalt
- Gülle anrechenbarer Stickstoff
- Gülle 170 kg N
Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Düngeverordnung, Förder- und Tierhaltungsrecht, Wasserrecht und regionale Vorgaben haben Vorrang; verbindliche Berechnungen und Anträge erstellen Sie mit den amtlichen Verfahren und Ihrer Beratung.
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