Wie viel Kalk muss aufs Feld?
Kalk hält den pH-Wert des Bodens im günstigen Bereich, verbessert die Bodenstruktur und macht Nährstoffe verfügbar. Weil Niederschläge, Pflanzenentzug und Düngung den Boden laufend versauern, muss regelmäßig nachgekalkt werden. Der Bedarf wird als Menge Calciumoxid je Hektar angegeben, denn Kalkdünger unterscheiden sich stark in ihrem Gehalt.
Der Rechner teilt den Bedarf durch den CaO-Gehalt des gewählten Düngers. Bei 1.500 Kilogramm CaO je Hektar und kohlensaurem Kalk mit 50 Prozent CaO sind 3 Tonnen Kalkdünger je Hektar nötig. Auf 10 Hektar sind das 30 Tonnen.
Mit einem Preis von 45 Euro je Tonne kostet die Kalkung 1.350 Euro oder 135 Euro je Hektar. Zusätzlich zeigt der Rechner die CaO-Menge und das Äquivalent in Calciumcarbonat, das manche Hersteller statt CaO angeben.
Richtig kalken
Den Kalkbedarf ermitteln Sie über eine Bodenuntersuchung. Das Labor bestimmt pH-Wert, Bodenart und Humusgehalt und leitet daraus nach dem Schema des VDLUFA eine Gehaltsklasse und den Bedarf ab. Liegt der Boden im optimalen Bereich, genügt eine Erhaltungskalkung, die die Verluste der nächsten Jahre ausgleicht. Darunter ist eine Gesundungskalkung nötig.
Die Wahl des Kalks hängt vom Boden und vom Zeitpunkt ab. Branntkalk wirkt schnell und eignet sich für schwere Böden, kohlensaurer Kalk wirkt langsamer und schonender, ideal für leichte Böden und Grünland. Magnesiumhaltige Kalke versorgen den Boden zusätzlich mit Magnesium. Maßgeblich ist der deklarierte Gehalt an basisch wirksamen Bestandteilen.
Große Mengen sollten auf mehrere Gaben verteilt werden, vor allem auf leichten Böden, um eine Überkalkung an der Oberfläche zu vermeiden. Gekalkt wird am besten auf abgeerntete Flächen oder zur Stoppel, nicht direkt mit Ammoniumdüngern oder Gülle, weil sonst Stickstoff als Ammoniak verloren geht.
Den Bedarf an Stickstoff, Phosphat und Kali berechnet der Düngerbedarf-Rechner. Ob sich Kulturen nach Abzug aller Kosten lohnen, zeigt der Deckungsbeitrag-Ackerbau-Rechner. Für Beratung zu Kalkung und Bodenuntersuchung sind Landwirtschaftskammer und Offizialberatung zuständig.
Tipps und typische Fehler
Boden kalken.
- Bodenprobe: pH messen.
- Gehalt: Deklaration lesen.
- Gaben: Aufteilen.
- Gülle: Nicht zusammen.
Weitere Rechner: Landwirtschaft
Häufige Fragen
Wie viel Kalk braucht ein Hektar?
Je nach Boden und pH oft 1 bis 3 t CaO alle drei bis vier Jahre.
Wie rechne ich CaO in CaCO₃ um?
CaO mal 1,785 ergibt CaCO₃.
Welcher Kalk wirkt am schnellsten?
Branntkalk wirkt schneller als kohlensaurer Kalk.
Wann ist die beste Zeit zum Kalken?
Nach der Ernte auf die Stoppel oder vor der Bodenbearbeitung.
Wie oft sollte gekalkt werden?
Meist alle drei bis vier Jahre als Erhaltungskalkung.
- Kalkbedarf berechnen
- Kalk pro Hektar
- Kalkdünger Menge
- Kalkung Acker berechnen
- CaO Bedarf
- kohlensaurer Kalk Menge
Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Düngeverordnung, Förder- und Tierhaltungsrecht, Wasserrecht und regionale Vorgaben haben Vorrang; verbindliche Berechnungen und Anträge erstellen Sie mit den amtlichen Verfahren und Ihrer Beratung.
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