Landwirtschaft

Lohnunternehmer oder eigene Maschine?

Tragen Sie Anschaffung, Nutzungsdauer, Betriebskosten und Ihre jährliche Einsatzfläche ein. Der Rechner vergleicht die Kosten je Hektar mit dem Preis des Lohnunternehmers.

Maschine, Einsatz und Angebot
Netto, ggf. nach Agrardiesel-Rückvergütung. Stand prüfen.
Angebot einholen, Preise regional sehr verschieden.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Wie der Kostenvergleich funktioniert

Die eigene Maschine verursacht Kosten, die unabhängig vom Einsatz anfallen: Wertverlust, Zinsen für das gebundene Kapital, Versicherung und Unterstellung. Diese Fixkosten verteilen sich auf die Hektar, die Sie im Jahr bearbeiten. Je weniger Fläche, desto teurer wird jeder einzelne Hektar. Dazu kommen variable Kosten für Reparaturen, Diesel und Arbeitszeit, die mit jedem Hektar anfallen.

Der Lohnunternehmer berechnet dagegen einen festen Preis je Hektar, der Maschine, Fahrer und Diesel meist schon enthält. Der Vergleich zeigt, welche Variante bei Ihrer Fläche günstiger ist und ab welcher Auslastung sich die eigene Technik rechnet. Diese Schwelle ergibt sich aus den Fixkosten geteilt durch den Abstand zwischen Lohnunternehmerpreis und Ihren variablen Kosten.

Der Rechner verwendet eine lineare Abschreibung über die Nutzungsdauer und verzinst das im Mittel gebundene Kapital, also die Hälfte aus Anschaffungspreis und Restwert. Das entspricht der üblichen Maschinenkostenrechnung, wie sie auch in den Richtwerttabellen der Beratung verwendet wird.

Fixkosten=Preis−RestwertJahre+(Preis+Restwert)⋅Zins2+Sonstiges; Kostenje ha=FixkostenFla¨che+Reparatur+Diesel×Preis+Stunden×Lohn\text{Fixkosten} = \frac{\text{Preis} - \text{Restwert}}{\text{Jahre}} + \frac{\left(\text{Preis} + \text{Restwert}\right) \cdot \text{Zins}}{2} + \text{Sonstiges};\ \text{Kosten}\quad \text{je}\ \text{ha} = \frac{\text{Fixkosten}}{\text{Fläche}} + \text{Reparatur} + \text{Diesel} \times \text{Preis} + \text{Stunden} \times \text{Lohn}

Beispiel: Eine Maschine für 120.000 € mit 20.000 € Restwert nach 10 Jahren kostet 10.000 € Abschreibung und 2.800 € Zinsen; mit 1.500 € Sonstigem sind das 14.300 € Fixkosten im Jahr. Variabel fallen 8 € Reparatur, 9,60 € Diesel und 12,50 € Arbeit an, zusammen 30,10 €/ha. Bei 150 ha kostet die eigene Maschine 125,43 €/ha, der Lohnunternehmer 60 €/ha. Die eigene Maschine lohnt sich erst ab 478 ha im Jahr.

Was neben den Kosten zählt

Der Preis je Hektar ist nicht alles. Mit eigener Technik bestimmen Sie den Zeitpunkt selbst und können bei gutem Wetter sofort fahren. Beim Lohnunternehmer müssen Sie sich in die Reihe einordnen; gerade bei Aussaat und Ernte kann das Ertrag oder Qualität kosten. Bewerten Sie dieses Risiko für Ihren Betrieb ehrlich.

Umgekehrt bindet eine eigene Maschine Kapital und Arbeitszeit. Der Lohnansatz sollte widerspiegeln, was Ihre Stunde in einem anderen Betriebszweig oder außerhalb des Betriebs wert wäre. Wer ohnehin knapp an Arbeitskräften ist, profitiert vom Lohnunternehmer oft mehr, als die reine Rechnung zeigt.

Zwischen beiden Extremen gibt es Lösungen wie Maschinenring, Maschinengemeinschaft oder Überbetriebliche Nutzung. Teilen sich zwei Betriebe eine Maschine, verdoppelt sich die Einsatzfläche und die Fixkosten je Hektar sinken. Tragen Sie dafür einfach die gemeinsame Fläche und Ihren Anteil an den Kosten ein.

Die Rechnung ersetzt keine Steuer- oder Finanzierungsberatung; steuerliche Abschreibung, Investitionsförderung und Finanzierungskosten können das Bild verändern. Weitere Kennzahlen liefern der Maschinenkosten-Rechner je Hektar und der Maschinenstundensatz-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Maschinenkosten senken.

  • Auslastung: Erhöhen.
  • Gemeinschaft: Prüfen.
  • Gebraucht: Vergleichen.
  • Termine: Risiko bewerten.

Weitere Rechner: Landwirtschaft

Häufige Fragen

Ab wie viel Hektar lohnt sich eine eigene Maschine?

Wenn die Fixkosten durch den Kostenvorteil je Hektar gegenüber dem Lohnunternehmer gedeckt sind.

Welche Kosten hat eine eigene Maschine?

Abschreibung, Zinsen, Versicherung und Unterstellung als Fixkosten sowie Reparatur, Diesel und Arbeit.

Ist der Lohnunternehmer immer günstiger?

Bei kleiner Fläche meist ja, bei großer Auslastung kann die eigene Maschine günstiger sein.

Was kostet ein Lohnunternehmer je Hektar?

Das hängt stark von Arbeitsgang und Region ab; holen Sie aktuelle Angebote ein.

Lohnt sich eine Maschinengemeinschaft?

Oft ja, weil sich die Fixkosten auf mehr Hektar verteilen.

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