Was kostet die Maschine je Hektar?
Eine Maschine verursacht Kosten, auch wenn sie in der Halle steht: Wertverlust, Zinsen auf das gebundene Kapital, Versicherung und Unterbringung. Diese festen Kosten verteilen sich auf die Fläche, die im Jahr bearbeitet wird. Hinzu kommen variable Kosten für Diesel, Reparaturen und Arbeitszeit, die mit jedem Hektar anfallen.
Für eine Maschine zu 120.000 Euro, die zwölf Jahre genutzt wird und am Ende 20.000 Euro wert ist, ergibt sich eine Abschreibung von 8.333 Euro im Jahr. Mit 2.800 Euro Zinsansatz und 1.800 Euro Versicherung und Unterbringung sind das 12.933 Euro feste Kosten. Bei 400 Hektar entfallen 32,33 Euro auf jeden Hektar.
Die variablen Kosten betragen 42,20 Euro je Hektar, zusammen kostet die Maschine also 74,53 Euro je Hektar. Verlangt ein Lohnunternehmer 70 Euro, lohnt sich die eigene Maschine erst ab rund 465 Hektar im Jahr.
Maschinenkosten senken
Der wichtigste Hebel ist die Auslastung. Je mehr Hektar eine Maschine im Jahr bearbeitet, desto geringer sind die festen Kosten je Hektar. Wenig genutzte Spezialmaschinen sind deshalb oft teuer. Überbetrieblicher Einsatz im Maschinenring, Gemeinschaftsmaschinen oder Lohnarbeit für Nachbarn verbessern die Auslastung.
Der Zinsansatz rechnet mit dem durchschnittlich gebundenen Kapital, weil der Wert der Maschine über die Nutzungsdauer von Anschaffungspreis auf Restwert sinkt. Auch bei Kauf aus Eigenkapital wird ein Zins angesetzt, denn das Geld könnte anders angelegt werden. Die Abschreibung in der Kostenrechnung kann von der steuerlichen Abschreibung abweichen.
Richtwerte für Nutzungsdauer, Reparaturkosten und Kraftstoffverbrauch veröffentlicht das KTBL für viele Maschinen und Arbeitsgänge. Sie helfen, wenn eigene Aufzeichnungen fehlen. Verbrauch und Reparaturen hängen stark von Boden, Schlaggröße und Fahrweise ab, deshalb lohnt es sich, eigene Werte zu erfassen.
Für Maschinen, die nach Stunden abgerechnet werden, eignet sich der Maschinenstundensatz-Rechner. Wie viel Fläche je Stunde geschafft wird, zeigt der Flächenleistung-Rechner, und ob sich eine Kultur insgesamt rechnet, der Deckungsbeitrag-Ackerbau-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Kosten senken.
- Auslastung: Erhöhen.
- Maschinenring: Nutzen.
- Aufzeichnen: Eigene Werte.
- KTBL: Richtwerte.
Weitere Rechner: Landwirtschaft
Häufige Fragen
Wie berechne ich Maschinenkosten je Hektar?
Feste Kosten pro Jahr geteilt durch die Fläche plus variable Kosten je Hektar.
Was gehört zu den festen Maschinenkosten?
Abschreibung, Zinsansatz, Versicherung und Unterbringung.
Wann lohnt sich der Lohnunternehmer?
Wenn die eigene Maschine unter der Mindestauslastung bleibt.
Was ist die Mindestauslastung?
Die Fläche pro Jahr, ab der die eigene Maschine günstiger ist als der Lohnunternehmer.
Warum wird ein Zinsansatz gerechnet?
Weil das gebundene Kapital sonst Zinsen bringen könnte.
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