Wie sich die Ferkelleistung zusammensetzt
Die Leistung einer Sau im Jahr ergibt sich aus zwei Faktoren: wie oft sie wirft und wie viele Ferkel je Wurf das Absetzen erleben. Die Wurfhäufigkeit hängt an der Zwischenwurfzeit, also der Zeit von einer Geburt bis zur nächsten. Sie besteht aus Trächtigkeit, Säugezeit und den Leertagen zwischen Absetzen und erfolgreicher Belegung.
Die Trächtigkeit dauert bei Sauen rund 115 Tage und lässt sich kaum beeinflussen. Die Säugezeit ist eine betriebliche Entscheidung, häufig sind 21 bis 28 Tage, in der ökologischen Haltung länger. Die Leertage sind der Hebel des Managements: Jeder Umrauscher verlängert die Zwischenwurfzeit um rund drei Wochen und drückt damit die Würfe je Sau und Jahr.
Von den lebend geborenen Ferkeln gehen in der Säugezeit einige verloren, etwa durch Erdrücken, Lebensschwäche oder Durchfall. Der Rechner zieht die Saugferkelverluste ab und rechnet mit den abgesetzten Ferkeln weiter. Totgeborene sind in den lebend geborenen Ferkeln bereits nicht enthalten.
Ergebnisse einordnen und verbessern
Die Kennzahl ist nur so gut wie die Daten. Rechnen Sie mit den Mittelwerten Ihres Sauenplaners über mindestens ein Jahr, nicht mit den Zahlen eines einzelnen guten Durchgangs. Wichtig ist, dass die Leertage auch Umrauscher, verworfene Sauen und Sauen ohne Brunst im Mittel abbilden.
Mehr lebend geborene Ferkel steigern die Leistung nur, wenn die Sau sie auch aufziehen kann. Große Würfe gehen oft mit höheren Saugferkelverlusten und leichteren Ferkeln einher. Vergleichen Sie im Rechner, was eine um zwei Prozentpunkte niedrigere Verlustrate gegenüber einem zusätzlichen lebend geborenen Ferkel bringt.
Kürzere Säugezeiten erhöhen die Würfe je Sau rechnerisch, sind aber durch Tierschutz- und Haltungsvorgaben begrenzt. In Deutschland gilt für das Absetzen ein Mindestalter, in der ökologischen Tierhaltung sind die Vorgaben strenger. Prüfen Sie die für Ihren Betrieb geltenden Regeln, bevor Sie diesen Wert ändern.
Für die Planung der Ferkelvermarktung und der Aufzuchtplätze ist die Zahl abgesetzter Ferkel pro Woche hilfreich. Sie bestimmt, wie viele Plätze im Flatdeck oder in der Aufzucht belegt werden und wie viele Ferkel an Mäster gehen. Die Haltungsdauer im Maststall plant der Rechner für Mastdurchgänge.
Tipps und typische Fehler
Sauenleistung steigern.
- Leertage: Umrauscher senken.
- Biestmilch: Früh sichern.
- Daten: Jahresmittel nutzen.
- Wurfausgleich: Gezielt.
Weitere Rechner: Landwirtschaft
Häufige Fragen
Wie viele Ferkel setzt eine Sau im Jahr ab?
Das hängt stark von Genetik und Management ab. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Durchschnittswerten aus dem Sauenplaner.
Was sind Leertage?
Die Tage zwischen dem Absetzen und der Belegung, aus der die nächste Trächtigkeit entsteht. Umrauscher verlängern sie im Mittel.
Warum zählen nur lebend geborene Ferkel?
Totgeborene erreichen nie das Absetzen. Ihre Zahl ist ein eigener Kennwert für die Geburtsüberwachung.
Wie viele Würfe hat eine Sau im Jahr?
Rechnerisch 365 geteilt durch die Zwischenwurfzeit, bei rund 150 Tagen also knapp zweieinhalb.
Wie senke ich Saugferkelverluste?
Durch gute Geburtsüberwachung, passendes Ferkelnest, Biestmilchversorgung und Wurfausgleich; Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt berät dazu.
- abgesetzte Ferkel je Sau und Jahr
- Ferkel pro Sau Jahr berechnen
- Würfe je Sau und Jahr
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- Saugferkelverluste berechnen
- Sauenleistung berechnen
Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Richtwerte für die Planung. Düngeverordnung, Förder- und Tierhaltungsrecht, Wasserrecht und regionale Vorgaben haben Vorrang; verbindliche Berechnungen und Anträge erstellen Sie mit den amtlichen Verfahren und Ihrer Beratung.
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