Wie viel verdient das Unternehmen pro Aktie?
Der Gewinn je Aktie, englisch Earnings per Share oder kurz EPS, verteilt den Jahresüberschuss eines Unternehmens auf seine Aktien. Er ist eine der meistbeachteten Kennzahlen in Quartalsberichten. Bei 50 Millionen Euro Gewinn und 20 Millionen Aktien beträgt der Gewinn je Aktie 2,50 Euro.
Hat das Unternehmen Vorzugsaktien mit fester Dividende, wird diese vorher abgezogen, weil sie den Stammaktionären nicht zusteht. Mit dem Aktienkurs berechnet der Rechner zusätzlich das Kurs-Gewinn-Verhältnis und die Gewinnrendite. Bei 60 Euro Kurs liegt das KGV bei 24, die Gewinnrendite bei 4,2 Prozent.
Die Gewinnrendite ist der Kehrwert des KGV und lässt sich mit Zinsen auf Anleihen vergleichen. Ein KGV von 24 bedeutet, dass Anleger heute das 24-Fache des Jahresgewinns für die Aktie bezahlen.
EPS richtig lesen
Unternehmen berichten häufig mehrere Gewinne je Aktie: unverwässert, verwässert und bereinigt. Das verwässerte EPS berücksichtigt Aktien, die durch Optionen und Wandelanleihen entstehen können, und ist meist etwas niedriger. Bereinigte Zahlen lassen Sondereffekte weg; prüfen Sie, welche Posten bereinigt wurden.
Aktienrückkäufe verringern die Zahl der Aktien und erhöhen damit den Gewinn je Aktie, auch wenn der Gesamtgewinn gleich bleibt. Ein steigender EPS ist deshalb nicht automatisch ein Zeichen für wachsendes Geschäft. Betrachten Sie zusätzlich Umsatz und Gesamtgewinn.
Für die Bewertung nutzt man das KGV, das auch der KGV-Rechner zeigt, und das PEG-Ratio, das das Wachstum einbezieht. Den Anteil des Gewinns, der als Dividende ausgeschüttet wird, und die Dividendenrendite berechnet der Dividendenrendite-Rechner.
Die Rechnung dient der Analyse und ist keine Anlageberatung. Vergangene Gewinne sind kein verlässlicher Hinweis auf künftige Entwicklungen; Prognosen von Analysten können deutlich abweichen.
Ein Rechenbeispiel zur Wirkung von Rückkäufen: Das Unternehmen kauft 2 Millionen eigene Aktien zurück. Bei gleichem Gewinn von 50 Millionen Euro verteilen sich die Gewinne nun auf 18 Millionen Aktien, der Gewinn je Aktie steigt von 2,50 auf 2,78 Euro, also um elf Prozent, obwohl das Geschäft nicht gewachsen ist. Bei gleichem KGV würde der Kurs entsprechend steigen. Deshalb betrachten Analysten neben dem EPS immer auch den Gesamtgewinn, den freien Cashflow und die Zahl der ausstehenden Aktien über mehrere Jahre.
Tipps und typische Fehler
Kennzahlen lesen.
- Verwässert: Beachten.
- Rückkäufe: Erhöhen EPS.
- Bereinigt: Prüfen.
- Wachstum: PEG nutzen.
Weitere Rechner: Finanzen & Sparen
Häufige Fragen
Was ist der Gewinn je Aktie?
Der Jahresüberschuss geteilt durch die Zahl der Aktien.
Was ist die Gewinnrendite?
Der Gewinn je Aktie geteilt durch den Kurs, der Kehrwert des KGV.
Warum steigt der EPS bei Aktienrückkäufen?
Weil sich der Gewinn auf weniger Aktien verteilt.
Was ist das verwässerte EPS?
Der Gewinn je Aktie inklusive möglicher neuer Aktien aus Optionen.
Wo finde ich die Aktienzahl?
Im Geschäftsbericht oder auf der Investor-Relations-Seite.
- Gewinn je Aktie berechnen
- EPS berechnen
- Earnings per Share
- Gewinn pro Aktie
- EPS KGV
- Gewinnrendite Aktie
Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Modellrechnungen mit angenommenen Werten und keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Kapitalanlagen und der Handel mit Hebelprodukten sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden; frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen. Vor Entscheidungen sollten Sie eine unabhängige Beratung einholen.
Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.