Finanzen & Sparen

Dynamischen Sparplan berechnen

Tragen Sie Startkapital, monatliche Sparrate, jährliche Erhöhung, Zins und Laufzeit ein. Der Rechner zeigt das Endkapital mit und ohne Dynamik.

Ihr Sparplan
Ergebnis

Was bringt eine jährlich steigende Sparrate?

Bei einem dynamischen Sparplan steigt die monatliche Rate jedes Jahr um einen festen Prozentsatz. Das passt gut zu einem Einkommen, das mit der Zeit wächst: Wer mit 100 Euro im Monat beginnt und die Rate jährlich um 3 Prozent anhebt, zahlt im zwanzigsten Jahr gut 175 Euro im Monat ein, ohne dass die Belastung im Verhältnis zum Gehalt stark zunimmt.

Der Rechner simuliert den Sparplan Monat für Monat. Die Rate wird zu Beginn jedes Sparjahres erhöht und jeweils am Monatsende eingezahlt, die Zinsen werden monatlich mit einem Zwölftel des Jahreszinses gutgeschrieben. So ergeben sich Endkapital, Summe der Einzahlungen und Zinserträge. Zum Vergleich rechnet er denselben Sparplan mit konstanter Rate.

Die Dynamik wirkt doppelt: Sie erhöht die Einzahlungen und damit auch die Basis, auf die Zinsen anfallen. Weil die höheren Raten aber erst in späteren Jahren kommen, haben sie weniger Zeit zu wachsen. Der Mehrbetrag am Ende stammt deshalb vor allem aus den zusätzlichen Einzahlungen und nur zum kleineren Teil aus Zinsen.

Rate im Jahr j=Anfangsrate×(1+Dynamik)j−1; jeden Monat: Kapital=Kapital×(1+Zins12)+Rate\text{Rate im Jahr j} = \text{Anfangsrate} \times \left(1 + \text{Dynamik}\right)^{j - 1};\ \text{jeden Monat}:\ \text{Kapital} = \text{Kapital} \times \left(1 + \frac{\text{Zins}}{12}\right) + \text{Rate}

Beispiel: Startkapital 0 Euro, Anfangsrate 100 Euro, Dynamik 3 Prozent, Zins 5 Prozent, 20 Jahre: Endkapital 52.599,91 Euro bei Einzahlungen von 32.244,45 Euro, Zinserträge 20.355,46 Euro. Die Rate im letzten Jahr beträgt 175,35 Euro. Ohne Dynamik wären es 41.103,37 Euro bei 24.000 Euro Einzahlungen, also 11.496,54 Euro weniger.

Dynamik sinnvoll wählen

Ein üblicher Richtwert für die Dynamik liegt zwischen 2 und 5 Prozent pro Jahr. Er sollte sich an der erwarteten Gehaltsentwicklung orientieren. Steigt die Rate schneller als das Einkommen, wird der Sparplan mit den Jahren zur Last. Viele Banken und Broker erlauben es, die Rate jederzeit anzupassen oder auszusetzen; eine feste Dynamik ist daher eher ein Plan als eine Pflicht.

Die Dynamik gleicht auch die Inflation aus. Bleibt die Rate zwanzig Jahre lang gleich, verliert sie real an Wert, und der Sparplan wird im Verhältnis zum Einkommen immer kleiner. Mit einer Dynamik in Höhe der Inflationsrate bleibt die reale Sparleistung ungefähr gleich. Das Endkapital in heutiger Kaufkraft zeigt der Inflationsrechner.

Bei Wertpapiersparplänen ist der Zins nur eine Annahme. Aktien-ETFs haben langfristig im Durchschnitt deutlich mehr als Sparkonten erzielt, schwanken aber stark, und einzelne Zeiträume können mit Verlust enden. Rechnen Sie deshalb mehrere Szenarien mit vorsichtigen und optimistischen Renditen. Kosten wie die laufende Fondsgebühr und Steuern auf Erträge mindern das Ergebnis zusätzlich.

Auch Versicherungs- und Bausparverträge bieten eine Dynamik an. Dort ist sie oft mit Kosten verbunden, weil jede Erhöhung neue Abschluss- oder Vertriebskosten auslösen kann. Prüfen Sie die Vertragsbedingungen. Die Ergebnisse dieses Rechners sind Modellwerte und keine Anlageberatung. Für einen Sparplan mit fester Rate eignet sich der Sparplanrechner, für ETF-Sparpläne der ETF-Sparplan-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Sparplan wachsen lassen.

  • Gehalt: Dynamik daran ausrichten.
  • Inflation: Mindestens ausgleichen.
  • Kosten: Bei Verträgen prüfen.
  • Szenarien: Mehrere Renditen rechnen.

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Häufige Fragen

Was ist ein dynamischer Sparplan?

Ein Sparplan, dessen Rate jedes Jahr um einen festen Prozentsatz steigt.

Wie hoch sollte die Dynamik sein?

Meist 2 bis 5 Prozent, passend zur Gehaltsentwicklung oder Inflation.

Woher kommt der Mehrertrag?

Vor allem aus den höheren Einzahlungen, zum kleineren Teil aus Zinsen darauf.

Kann ich die Dynamik später ändern?

Bei den meisten Brokern lässt sich die Rate jederzeit anpassen.

Gleicht die Dynamik die Inflation aus?

Ja, wenn sie etwa der Inflationsrate entspricht.

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