Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Wie viel Druckfarbe braucht ein Auftrag?
Im Offsetdruck wird die Farbe in sehr dünnen Schichten aufgetragen. Auf gestrichenem Papier genügt bei einer Volltonfläche oft eine Schicht von rund einem Mikrometer, das entspricht etwa einem Gramm Farbe je Quadratmeter. Daraus ergibt sich die Ergiebigkeit: wie viele Quadratmeter sich mit einem Kilogramm Farbe vollflächig bedrucken lassen. Naturpapiere saugen mehr Farbe auf und brauchen eine dickere Schicht, ihre Ergiebigkeit ist daher geringer.
Die tatsächlich bedruckte Fläche hängt vom Motiv ab. Die Flächendeckung gibt an, welcher Anteil der Fläche von einer Farbe bedeckt ist; ein Raster mit 50 Prozent Tonwert zählt als halbe Fläche. Moderne Druckvorstufen-Software und die Plattenbelichter berechnen die Flächendeckung je Farbauszug automatisch, und viele Druckmaschinen übernehmen diese Werte für die Farbzonenvoreinstellung.
Für jede der vier Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz rechnet der Rechner getrennt. Die Summe der Flächendeckungen zeigt, wie farbintensiv das Motiv insgesamt ist. Textlastige Broschüren liegen oft unter 50 Prozent, bildstarke Kataloge über 150 Prozent. Der Zuschuss deckt die Bogen ab, die beim Einrichten und für die Weiterverarbeitung zusätzlich gedruckt werden.
Praxiswerte, Verluste und Planung
Die Ergiebigkeit nennen die Farbhersteller in ihren technischen Merkblättern, meist für ein bestimmtes Papier und eine Standarddichte nach ISO 12647-2. Sie unterscheidet sich zwischen Bogen- und Rollenoffset, zwischen konventionellen und UV-Farben und zwischen den Farben selbst. Schwarz wird häufig etwas dicker gefahren, Gelb lasierend dünner. Wer genaue Werte braucht, wiegt den Farbkasten vor und nach einem Auftrag.
Zum rechnerischen Verbrauch kommen Verluste hinzu: Farbe, die im Farbwerk und auf den Walzen bleibt, Restmengen in Kartuschen und Dosen sowie der Verlust beim Waschen. Bei kleinen Auflagen machen diese festen Mengen einen großen Teil des Gesamtverbrauchs aus. Für die Bestellung sollten Sie daher je nach Maschine einen festen Sockelbetrag je Farbe addieren.
Sonderfarben wie Pantone- oder HKS-Töne rechnen Sie wie eine zusätzliche Farbe: Fläche mal Deckung durch Ergiebigkeit. Für Lacke gelten eigene Auftragsmengen, die deutlich höher liegen können. Beim Digitaldruck wird der Verbrauch meist in Millilitern oder als Klickpreis abgerechnet, die Rechnung lässt sich dort nur bedingt übertragen.
Für die Kalkulation eines Druckauftrags spielt die Farbe oft eine kleinere Rolle als Papier, Platten und Maschinenzeit. Bei hohen Auflagen und farbintensiven Motiven lohnt sich der Blick aber, etwa um Farbe durch Unbuntaufbau (GCR) zu sparen, bei dem Schwarz anteilig die drei Buntfarben ersetzt.
Tipps und typische Fehler
Farbe kalkulieren.
- Datenblatt: Ergiebigkeit lesen.
- Sockel: Restmengen addieren.
- GCR: Farbe sparen.
- Wiegen: Verbrauch prüfen.
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Häufige Fragen
Wie viel Druckfarbe braucht man pro Quadratmeter?
Bei Vollton auf gestrichenem Papier etwa 1 bis 1,5 g, auf Naturpapier mehr.
Was bedeutet Flächendeckung im Druck?
Den Anteil der Papierfläche, den eine Farbe bedeckt; Rasterflächen zählen anteilig nach Tonwert.
Warum ist der tatsächliche Verbrauch höher?
Weil Farbe im Farbwerk, beim Waschen und als Rest in Gebinden verloren geht.
Wie misst man die Flächendeckung?
Die Druckvorstufe berechnet sie je Farbauszug aus den Druckdaten, oft beim Belichten der Platten.
Brauchen UV-Farben mehr Farbe?
Die Schichtdicke kann etwas höher liegen; maßgeblich sind die Angaben des Farbherstellers.
- Druckfarbe Verbrauch berechnen
- Farbverbrauch Offsetdruck
- Druckfarbe kg pro Auflage
- Flächendeckung Druck
- Ergiebigkeit Druckfarbe
- CMYK Farbbedarf
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