Faustregeln für die Aktienquote
Wie viel des Vermögens in Aktien stecken sollte, ist eine der wichtigsten Anlageentscheidungen. Aktien bringen langfristig meist mehr Ertrag, schwanken aber stark. Anleihen und Bargeld sind ruhiger, bringen aber weniger. Eine verbreitete Faustregel lautet: Aktienquote in Prozent gleich 100 minus Lebensalter. Weil Menschen länger leben und länger anlegen, werden heute oft auch 110 oder 120 minus Alter genannt.
Die Idee dahinter: Jüngere Anleger haben mehr Zeit, Kursrückgänge auszusitzen, und können mehr Risiko tragen. Mit zunehmendem Alter wird das Depot schrittweise ruhiger. Der Rechner ergänzt die Faustregel um ein Risikoprofil. Vorsichtige Anleger ziehen 10 Prozentpunkte ab, offensive schlagen 10 Prozentpunkte auf.
Zuerst wird ein Cash-Anteil abgezogen, etwa für Liquidität oder geplante Ausgaben. Der Rest wird nach der Aktienquote auf Aktien und Anleihen verteilt. So sehen Sie die Aufteilung in Prozent und in Euro.
Grenzen von Faustregeln
Das Alter allein sagt wenig über die richtige Aufteilung aus. Wichtiger sind der Anlagehorizont, also wann Sie das Geld brauchen, Ihre Fähigkeit, Verluste finanziell zu verkraften, und Ihre Bereitschaft, sie auszuhalten. Wer in einem Börsencrash verkauft, hätte besser eine niedrigere Aktienquote gewählt.
Ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben gehört nicht ins Depot, sondern auf ein Tagesgeldkonto. Er sollte im Anlagevermögen dieses Rechners gar nicht enthalten sein oder über den Cash-Anteil abgebildet werden. Geld, das in wenigen Jahren gebraucht wird, etwa für eine Immobilie, gehört ebenfalls nicht in Aktien.
Auch innerhalb der Bausteine gibt es große Unterschiede. Ein weltweit gestreuter Aktien-ETF ist etwas anderes als einzelne Aktien, und kurz laufende Staatsanleihen hoher Bonität sind sicherer als lang laufende Unternehmensanleihen. Achten Sie auf breite Streuung und niedrige Kosten.
Haben Sie eine Zielaufteilung gewählt, verschieben Kursbewegungen sie mit der Zeit. Ein regelmäßiges Rebalancing stellt die Quoten wieder her. Faustregeln sind ein Startpunkt für eigene Überlegungen und ersetzen keine individuelle Anlageberatung.
Tipps und typische Fehler
Vermögen streuen.
- Notgroschen: Getrennt halten.
- Horizont: Wichtiger als Alter.
- Rebalancing: Jährlich.
- Streuung: Weltweit.
Weitere Rechner: Finanzen & Sparen
Häufige Fragen
Was bedeutet 100 minus Alter?
Die Aktienquote in Prozent entspricht 100 minus Ihrem Lebensalter, mit 30 Jahren also 70 Prozent.
Welche Faustregel ist die richtige?
Keine ist allgemein richtig. 110 oder 120 minus Alter passen eher zu langen Anlagehorizonten.
Gehört der Notgroschen in die Aufteilung?
Besser nicht. Er sollte getrennt auf einem Tagesgeldkonto liegen.
Wie oft sollte ich die Aufteilung prüfen?
Etwa einmal im Jahr oder bei großen Abweichungen von der Zielquote.
Zählt die Immobilie zur Aufteilung?
Selbst genutzte Immobilien werden meist getrennt betrachtet.
- Vermögensaufteilung Rechner
- Aktienquote berechnen
- 100 minus Alter Regel
- Asset Allocation Rechner
- Aktien Anleihen Aufteilung
- Aktienquote nach Alter
Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Modellrechnungen mit angenommenen Werten und keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Kapitalanlagen und der Handel mit Hebelprodukten sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden; frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen. Vor Entscheidungen sollten Sie eine unabhängige Beratung einholen.
Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.