Bau & Handwerk

Einfaches Teilen am Teilkopf berechnen

Tragen Sie die gewünschte Teilungszahl, die Übersetzung des Teilkopfs und Ihre vorhandenen Lochkreise ein. Der Rechner zeigt, wie viele Umdrehungen und Lochabstände je Teilung nötig sind.

Teilung und Lochscheiben
Bei den meisten Universalteilköpfen 40 Kurbelumdrehungen je Spindelumdrehung.
Durch Komma getrennt, wie auf Ihren Lochscheiben eingeschlagen.
Ergebnis

Wie oft muss die Kurbel gedreht werden?

Mit dem Teilkopf an der Fräsmaschine werden Werkstücke in gleiche Teile geteilt, etwa für Zahnräder, Vielkantprofile, Nuten an Wellen oder Bohrungen auf einem Lochkreis. Beim einfachen, auch indirekt genannten Teilen dreht die Kurbel über eine Schnecke die Teilkopfspindel. Bei der üblichen Übersetzung 40:1 bewirken 40 Kurbelumdrehungen eine volle Umdrehung des Werkstücks.

Für eine Teilung in T Teile sind also 40 ÷ T Kurbelumdrehungen nötig. Geht die Rechnung nicht glatt auf, wird der Rest als Bruch auf eine Lochscheibe übertragen. Der Rechner kürzt diesen Bruch und sucht unter Ihren Lochkreisen einen, dessen Lochzahl durch den Nenner teilbar ist. Daraus ergibt sich, um wie viele Lochabstände der Kurbelstift zusätzlich zu den ganzen Umdrehungen weitergesetzt wird.

Neben dem kleinsten passenden Lochkreis zeigt er alle anderen geeigneten Lochkreise. So können Sie die Scheibe wählen, die bereits montiert ist.

Kurbelumdrehungen=U¨bersetzungTeilungszahl=ganze Umdrehungen+RestTeilungszahl; Lochabsta¨nde=geku¨rzter Rest⋅Lochzahlgeku¨rzter Nenner\text{Kurbelumdrehungen} = \frac{\text{Übersetzung}}{\text{Teilungszahl}} = \text{ganze Umdrehungen} + \frac{\text{Rest}}{\text{Teilungszahl}};\ \text{Lochabstände} = \frac{\text{gekürzter Rest} \cdot \text{Lochzahl}}{\text{gekürzter Nenner}}

Beispiel: Zahnrad mit 7 Zähnen am Teilkopf 40:1: 40 ÷ 7 = 5 5/7 Umdrehungen. Der Bruch 5/7 passt auf den 21er-Lochkreis: 5/7 = 15/21. Je Teilung also 5 volle Kurbelumdrehungen plus 15 Lochabstände auf dem 21er-Lochkreis. Alternativ geht der 49er-Lochkreis mit 35 Lochabständen.

Lochscheiben, Schere und Grenzen des einfachen Teilens

Die voreingestellten Lochzahlen entsprechen einem verbreiteten Satz von drei Lochscheiben: 15 bis 20, dazu 21, 23, 27, 29, 31, 33 sowie 37, 39, 41, 43, 47 und 49. Hersteller und ältere Maschinen verwenden teils andere Sätze, etwa die Brown-and-Sharpe-Scheiben. Prüfen Sie die tatsächlich vorhandenen Lochzahlen und tragen Sie sie ein. Auch die Übersetzung sollten Sie am Typenschild prüfen; es gibt Teilköpfe mit 60:1, 80:1 oder 90:1.

Gezählt werden Lochabstände, nicht Löcher. Das Loch, in dem der Stift gerade steckt, zählt nicht mit. Damit Sie sich nicht verzählen, wird die Schere der Lochscheibe so eingestellt, dass zwischen ihren Schenkeln genau die berechnete Zahl von Abständen liegt, also ein Loch mehr. Nach jeder Teilung wird die Schere nachgeführt.

Das Umkehrspiel der Schnecke ist eine häufige Fehlerquelle. Drehen Sie die Kurbel immer in dieselbe Richtung. Haben Sie das Loch überfahren, drehen Sie ein Stück zurück und fahren erneut in der Arbeitsrichtung an. Bei feinen Teilungen sollte die Spindelklemmung vor jedem Schnitt angezogen und danach wieder gelöst werden.

Primzahlen wie 53, 67 oder 71 lassen sich mit üblichen Scheiben nicht einfach teilen, weil kein Lochkreis durch sie teilbar ist. Dann ist das Differenzialteilen mit Wechselrädern nötig, bei dem sich die Lochscheibe während des Kurbelns mitdreht. Der Rechner zeigt diesen Fall an. Teilungen auf Lochkreisen berechnet der Lochkreis-Rechner, Schnittwerte der Fräsen-Schnittdaten-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Genau teilen.

  • Richtung: Immer gleich drehen.
  • Schere: Ein Loch mehr.
  • Klemmung: Vor dem Schnitt.
  • Primzahlen: Differenzialteilen.

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Häufige Fragen

Wie rechnet man am Teilkopf?

Übersetzung geteilt durch die Teilungszahl; bei 40:1 und 7 Teilungen sind das 5 5/7 Umdrehungen je Teilung.

Was mache ich bei Primzahlen wie 53?

Mit üblichen Lochscheiben ist das einfache Teilen nicht möglich; nötig ist Differenzialteilen mit Wechselrädern.

Zählt das Ausgangsloch mit?

Nein. Gezählt werden die Lochabstände; die Schere umfasst deshalb ein Loch mehr als berechnet.

Was ist direktes Teilen?

Teilen über eine Rastscheibe direkt an der Spindel, ohne Schnecke, meist für 2, 3, 4, 6, 8, 12 oder 24 Teile.

Wofür braucht man die Schere an der Lochscheibe?

Sie markiert die Zahl der Lochabstände, damit man sich beim Weiterschalten nicht verzählt.

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