Wie Fräser, Zähne und Vorschub zusammenhängen
Beim Fräsen dreht sich das Werkzeug, und das Werkstück bewegt sich am Fräser entlang. Für die Einstellung braucht die Maschine zwei Werte: die Spindeldrehzahl und die Vorschubgeschwindigkeit in Millimetern pro Minute. Beide ergeben sich aus den Katalogangaben des Herstellers, der Schnittgeschwindigkeit und dem Vorschub je Zahn.
Die Drehzahl folgt wie beim Drehen aus Schnittgeschwindigkeit und Durchmesser, hier aber aus dem Fräserdurchmesser. Jeder Zahn soll bei einer Umdrehung den Zahnvorschub abtragen. Multipliziert mit der Zahl der Schneiden und der Drehzahl ergibt das die Vorschubgeschwindigkeit. Ein Fräser mit mehr Schneiden darf bei gleicher Drehzahl also schneller verfahren werden.
Aus Eingriffsbreite, Schnitttiefe und Vorschubgeschwindigkeit berechnet der Rechner das Zeitspanvolumen. Für die Hauptzeit addiert er zum Fräsweg den Fräserdurchmesser als An- und Überlauf, damit der Fräser vollständig ein- und austritt. Die radiale Eingriffstiefe in Prozent hilft bei der Wahl der Frässtrategie.
Praxiswerte und Frässtrategie
Bei geringer Eingriffsbreite, etwa beim trochoidalen Fräsen oder beim Schlichten der Wand, wird der Span dünner als der eingestellte Zahnvorschub. Damit die Schneide nicht nur reibt, darf der Zahnvorschub dann erhöht werden. Viele Hersteller geben dafür Korrekturfaktoren an. Bei Vollnut mit 100 Prozent Eingriff sind dagegen Schnitttiefe und Vorschub zu verringern.
Gleichlauffräsen ergibt auf modernen, spielfreien Maschinen meist bessere Oberflächen und längere Standzeiten als Gegenlauffräsen. Bei älteren Maschinen mit Spiel in der Spindel kann der Tisch beim Gleichlauf aber gezogen werden; dort ist Gegenlauf sicherer.
An Oberfräsen für Holz und Kunststoff sind die Drehzahlen meist hoch und nur grob einstellbar. Auch hier gilt: Je größer der Fräserdurchmesser, desto niedriger die Drehzahl. Brandspuren im Holz zeigen einen zu geringen Vorschub, ausgefranste Kanten einen zu hohen. Bei Aluminium sind hohe Schnittgeschwindigkeiten und gute Spanabfuhr wichtig, damit der Werkstoff nicht an der Schneide klebt.
Die Werte dieses Rechners sind Startwerte. Steifigkeit von Maschine und Spannung, Auskraglänge des Fräsers und Kühlung beeinflussen das Ergebnis stark. Herstellerangaben gehen vor. Für Drehbearbeitung steht der Schnittdaten-Rechner Drehen bereit, für Bohrungen der Bohrer-Drehzahl-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Richtig fräsen.
- Gleichlauf: Bevorzugen.
- Späne: Abführen.
- Auskragung: Kurz halten.
- Start: Vorsichtig.
Weitere Rechner: Bau & Handwerk
Häufige Fragen
Wie berechne ich den Vorschub beim Fräsen?
Zahnvorschub mal Schneidenzahl mal Drehzahl ergibt den Vorschub in mm/min.
Was ist der Zahnvorschub fz?
Der Weg, den jede einzelne Schneide pro Umdrehung abträgt.
Warum braucht ein kleiner Fräser eine hohe Drehzahl?
Damit an seinem kleinen Umfang die gewünschte Schnittgeschwindigkeit erreicht wird.
Welcher Zahnvorschub für Aluminium?
Je nach Fräser oft 0,03 bis 0,1 mm; Herstellerwerte nutzen.
Was ist trochoidales Fräsen?
Fräsen mit kleiner Eingriffsbreite und kreisender Bahn bei großer Schnitttiefe.
- Schnittdaten Fräsen
- Drehzahl Fräser berechnen
- Vorschub Fräsen berechnen
- Zahnvorschub
- Fräsen Vorschubgeschwindigkeit
- CNC Fräsen Schnittwerte
Rechtlicher Hinweis: Die Mengen und Werte sind Richtwerte für die Planung und keine Statik-, Brandschutz-, Elektro- oder Energieberatung. Tragende Bauteile sowie Elektro-, Gas- und Heizungsarbeiten gehören in die Hand von Fachplanern und zugelassenen Fachbetrieben. Herstellerangaben und geltende Vorschriften gehen vor.
Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.