Was der ROAS aussagt
ROAS steht für Return on Ad Spend und gibt an, wie viel Umsatz jeder Euro Werbeausgaben erzeugt. Ein ROAS von 4 bedeutet: 4 Euro Umsatz je 1 Euro Werbung. Die Kennzahl steht in den Auswertungen von Google Ads und Meta Ads und dient zur Steuerung von Geboten und Budgets.
Der ROAS ist ein Umsatzwert und noch kein Gewinn. Ob eine Kampagne profitabel ist, hängt von der Marge ab. Bei einer Marge von 35 Prozent müssen 100 Euro Umsatz 35 Euro Rohertrag liefern, die Werbung darf davon höchstens 35 Euro kosten. Der Break-even-ROAS ist deshalb 1 ÷ Marge, hier 2,86. Liegt der ROAS darüber, bleibt Gewinn übrig.
Der Rechner liefert außerdem den Werbekostenanteil am Umsatz, im Online-Marketing ACoS oder ACOS genannt, die Werbekosten je Bestellung und den Gewinn nach Werbekosten. Damit sehen Sie, ob Sie ein Budget erhöhen oder kürzen sollten.
Grenzen und Praxis
Ein hoher ROAS ist nicht automatisch gut. Wer nur auf Kampagnen mit hohem ROAS setzt, erreicht oft nur Kunden, die ohnehin gekauft hätten, etwa bei Markenbegriffen. Die Folge ist ein geringeres Wachstum. Steuern Sie deshalb bei Neukundengeschäft auf einen ROAS knapp über dem Break-even.
Der Rechner betrachtet nur den ersten Kauf. Kommen Kunden wieder, ist der wahre Wert höher. Dafür gibt es den Kundenwert, den der CAC-LTV-Rechner liefert. Rückgaben und Stornos mindern den Umsatz, wer viele hat, sollte die Marge entsprechend senken.
Zuordnungen von Umsätzen zur Werbung sind Schätzungen. Plattformen rechnen mit Attributionsfenstern und melden teils Conversions, die auch ohne Anzeige erfolgt wären. Vergleichen Sie die Werte deshalb mit dem Umsatz Ihres Shops.
In der Praxis lohnt es sich, den ROAS nach Kampagnentyp getrennt auszuwerten. Suchanzeigen mit Kaufabsicht erreichen meist höhere Werte als Display- oder Social-Anzeigen, die vor allem Aufmerksamkeit erzeugen. Beurteilen Sie reichweitenstarke Kampagnen deshalb auch nach Neukunden und späteren Käufen. Erhöhen Sie das Budget schrittweise, solange der ROAS über dem Break-even bleibt, und stoppen Sie, wenn der Zusatzumsatz je Euro deutlich sinkt. So vermeiden Sie, Geld in Kampagnen mit nachlassender Wirkung zu stecken.
Tipps und typische Fehler
ROAS mit Marge lesen.
- Break-even: Zuerst die Mindestgrenze aus der Marge berechnen.
- Neukunden: Dafür bewusst niedrigere Ziele setzen.
- Retouren: Umsatz um Rückgaben bereinigen.
- Vergleich: Plattformwerte mit dem Shop-Umsatz abgleichen.
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- ROAS berechnen
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Häufige Fragen
Wie berechnet man den ROAS?
Umsatz durch Werbung geteilt durch die Werbeausgaben.
Welcher ROAS ist gut?
Er muss über dem Break-even-ROAS liegen, also über 1 geteilt durch die Marge. Bei 35 Prozent Marge sind das 2,86.
Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?
Der ROAS misst den Umsatz je Werbeeuro, der ROI den Gewinn im Verhältnis zu den Kosten.
Was ist der Break-even-ROAS?
Der ROAS, bei dem die Werbung ihre Kosten gerade deckt: 1 geteilt durch die Marge.
Was bedeutet ACoS?
Der Werbekostenanteil am Umsatz, also Werbeausgaben geteilt durch Umsatz.
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