Wie Factoring funktioniert und was es kostet
Beim Factoring verkaufen Sie Ihre Kundenforderungen an einen Factor, der Ihnen sofort einen Großteil des Rechnungsbetrags auszahlt. Der Rest folgt, sobald der Kunde zahlt. Das verbessert die Liquidität, weil Sie nicht 30, 45 oder 60 Tage auf das Geld warten müssen. Häufig übernimmt der Factor außerdem das Mahnwesen und das Ausfallrisiko.
Die Kosten bestehen aus zwei Teilen. Die Factoring-Gebühr deckt Verwaltung und Delkredere, also das Ausfallrisiko, und wird als Prozentsatz des Umsatzes erhoben. Die Zinsen berechnet der Factor auf den ausgezahlten Vorschuss für die Zeit bis zum Zahlungseingang. Beide zusammen ergeben die Gesamtkosten.
Entscheidend für den Vergleich ist der effektive Jahreszins auf den Vorschuss. Er rechnet die Kosten auf ein Jahr um und lässt sich mit einem Kontokorrentkredit oder Lieferantenkredit vergleichen. Kurze Zahlungsziele und niedrige Gebühren senken ihn, lange Ziele erhöhen die Zinsen.
Lohnt sich Factoring?
Ob Factoring sich lohnt, hängt vom Nutzen ab. Wenn es Ihnen ermöglicht, Skonto bei Lieferanten zu nutzen, größere Aufträge anzunehmen oder einen teuren Überziehungskredit zu vermeiden, kann ein effektiver Zins von knapp 20 Prozent sinnvoll sein. Für Betriebe mit guter Bonität und günstigem Bankkredit ist es dagegen meist teurer.
Prüfen Sie die Vertragsdetails: Mindestumsatz, Laufzeit, Kündigungsfristen, Ankaufslimits pro Kunde und ob das Ausfallrisiko beim Factor liegt. Beim unechten Factoring bleiben Sie auf dem Ausfall sitzen. Fragen Sie auch nach zusätzlichen Gebühren, etwa für Grundgebühr, Mahnungen oder Rückbelastungen.
Der Rechner nimmt gleichmäßige Rechnungen und ein durchschnittliches Zahlungsziel an. Zahlt ein Kunde später als vereinbart, steigen die Zinsen. Er ersetzt keine Beratung und kein verbindliches Angebot des Factors.
Prüfen Sie Alternativen, bevor Sie sich binden. Dazu zählen ein Kontokorrentkredit, ein Lieferantenkredit mit Skonto, kürzere Zahlungsziele für Neukunden, Anzahlungen oder ein Warenkreditversicherer, der nur das Ausfallrisiko abdeckt. Manche Factoren bieten Verträge ohne Mindestlaufzeit oder nur für ausgewählte Kunden an, das sogenannte Selektiv-Factoring. Das senkt die Kosten, wenn nur einzelne Großkunden spät zahlen. Rechnen Sie mit dem Rechner beide Varianten gegeneinander.
Tipps und typische Fehler
Factoring prüfen.
- Effektiver Zins: Mit Kontokorrent vergleichen.
- Vertrag: Mindestumsatz und Laufzeit lesen.
- Ausfallrisiko: Echtes oder unechtes Factoring klären.
- Nutzen: Skonto und Wachstum gegenrechnen.
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- Factoring Kosten
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Häufige Fragen
Was kostet Factoring?
Meist 0,5 bis 3 Prozent Gebühr vom Umsatz plus Zinsen auf den Vorschuss.
Was ist der Unterschied zwischen echtem und unechtem Factoring?
Beim echten übernimmt der Factor das Ausfallrisiko, beim unechten bleibt es bei Ihnen.
Wann lohnt sich Factoring?
Wenn Sie Liquidität schnell brauchen und der Nutzen die Kosten übersteigt, etwa durch Skonto oder zusätzliche Aufträge.
Was kostet Factoring pro Rechnung?
Etwa 0,5 bis 3 Prozent Gebühr plus Zinsen auf den Vorschuss.
Wie schnell wird ausgezahlt?
Meist innerhalb weniger Tage nach Rechnungsübergabe, 80 bis 90 Prozent sofort.
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