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Rentabilität berechnen

Tragen Sie Jahresüberschuss, Zinsen, Eigenkapital und Fremdkapital ein. Der Rechner zeigt beide Rentabilitäten und die Wirkung der Verschuldung.

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Wie rentabel ist das eingesetzte Kapital?

Die Eigenkapitalrentabilität zeigt, wie viel Prozent Gewinn die Eigentümer auf ihr eingesetztes Kapital erhalten. Sie ist die Renditekennzahl für Gesellschafter und lässt sich mit Anlagealternativen vergleichen. Eine Rentabilität von 20 Prozent heißt: Mit 100 Euro Eigenkapital werden 20 Euro Jahresüberschuss erwirtschaftet.

Die Gesamtkapitalrentabilität bezieht den Gewinn vor Fremdkapitalzinsen auf das gesamte Kapital, also Eigen- und Fremdkapital. Sie zeigt, wie ertragreich das Unternehmen unabhängig von der Finanzierung arbeitet. Weil die Zinsen als Vergütung der Kreditgeber zum Ertrag zählen, werden sie dem Gewinn hinzugerechnet.

Aus dem Vergleich beider Werte folgt der Leverage-Effekt, die Hebelwirkung der Verschuldung. Ist die Gesamtkapitalrentabilität höher als der Zinssatz für Fremdkapital, steigert zusätzliches Fremdkapital die Eigenkapitalrentabilität. Liegt sie darunter, schmälert Verschuldung die Rendite und erhöht das Risiko. Der Rechner zeigt, welcher Fall vorliegt.

Eigenkapitalrentabilita¨t=Jahresu¨berschuss⋅100Eigenkapital\text{Eigenkapitalrentabilität} = \frac{\text{Jahresüberschuss} \cdot 100}{\text{Eigenkapital}}Gesamtkapitalrentabilita¨t=(Jahresu¨berschuss+Fremdkapitalzinsen)⋅100Gesamtkapital\text{Gesamtkapitalrentabilität} = \frac{\left(\text{Jahresüberschuss} + \text{Fremdkapitalzinsen}\right) \cdot 100}{\text{Gesamtkapital}}

Beispiel: Bei 80.000 Euro Jahresüberschuss und 400.000 Euro Eigenkapital beträgt die Eigenkapitalrentabilität 20 Prozent. Mit 20.000 Euro Zinsen und 800.000 Euro Gesamtkapital liegt die Gesamtkapitalrentabilität bei 12,5 Prozent. Der durchschnittliche Fremdkapitalzins beträgt 5 Prozent. Da 12,5 über 5 Prozent liegt, wirkt der Hebel positiv.

Leverage-Effekt und Risiko

Der Hebel wirkt in beide Richtungen. Solange das Unternehmen mehr verdient, als das Fremdkapital kostet, steigt die Eigenkapitalrendite mit der Verschuldung. In schlechten Jahren, wenn die Gesamtrendite unter den Zins fällt, sinkt sie dagegen schneller, und Verluste zehren das Eigenkapital auf. Eine hohe Verschuldung erhöht daher das Insolvenzrisiko.

Verwenden Sie für Eigen- und Fremdkapital möglichst Durchschnittswerte aus Jahresanfang und -ende. Steuern vereinfachen die Rechnung: Fremdkapitalzinsen mindern den steuerpflichtigen Gewinn, sodass die tatsächliche Wirkung etwas günstiger ausfällt. Einmalige Gewinne oder Verluste sollten Sie vorher bereinigen.

Vergleichen Sie die Rentabilität mit dem Branchenschnitt und der Verzinsung risikoarmer Anlagen. Eine Eigenkapitalrentabilität unter dem Zins für Staatsanleihen deutet darauf hin, dass sich das unternehmerische Risiko nicht lohnt. Weitere Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote ergänzen das Bild.

Beachten Sie bei der Analyse auch die Entwicklung im Zeitverlauf. Eine stabile Eigenkapitalrentabilität von 12 Prozent ist verlässlicher als ein einmaliger Ausschlag auf 25 Prozent. Prüfen Sie außerdem, ob die Rentabilität aus dem laufenden Geschäft stammt oder aus Sondererträgen. Der Rechner nutzt Durchschnittswerte, die Sie aus Jahresanfangs- und Jahresendbilanz bilden können.

Tipps und typische Fehler

Hebel mit Augenmaß.

  • Kosten des Kredits: Mit der Gesamtrendite vergleichen.
  • Risiko: Verschuldung verstärkt Verluste.
  • Durchschnitt: Mittelwerte statt Stichtage nutzen.
  • Bereinigen: Einmaleffekte ausklammern.

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Dieser Rechner hilft bei diesen und ähnlichen Fragen:

  • Eigenkapitalrentabilität
  • Gesamtkapitalrentabilität
  • Leverage Effekt
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  • Eigenkapitalrendite Unternehmen
  • Rentabilitätskennzahlen

Häufige Fragen

Was ist der Leverage-Effekt?

Die Hebelwirkung von Fremdkapital: Er erhöht die Eigenkapitalrentabilität, solange die Gesamtrendite über dem Fremdkapitalzins liegt.

Wie berechnet man die Eigenkapitalrentabilität?

Jahresüberschuss geteilt durch Eigenkapital, mal 100.

Warum werden Zinsen bei der Gesamtkapitalrentabilität addiert?

Sie sind die Vergütung der Fremdkapitalgeber und gehören zum Ertrag des gesamten Kapitals.

Wann lohnt sich Fremdkapital?

Wenn die Gesamtrendite über dem Fremdkapitalzins liegt, steigert es die Eigenkapitalrendite.

Wie hoch sollte die Eigenkapitalrentabilität sein?

Mindestens höher als risikoarme Alternativen, oft werden 8 bis 15 Prozent angestrebt.

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