Was kostet eine Einstellung?
Die Cost per Hire ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Personalwesen. Sie gibt an, was ein Unternehmen im Durchschnitt ausgibt, um eine offene Stelle zu besetzen. Damit lassen sich Recruiting-Kanäle vergleichen, Budgets planen und die Kosten verschiedener Stellenarten gegenüberstellen.
Zu den externen Kosten gehören Stellenanzeigen und Jobbörsen, Provisionen von Personalberatern, Eignungstests, Reisekosten von Bewerberinnen und Bewerbern sowie anteilige Kosten für Software oder Messen. Interne Kosten entstehen durch die Arbeitszeit von Personalabteilung, Führungskräften und Fachkollegen, die Unterlagen sichten, Interviews führen und Entscheidungen treffen.
Der Rechner summiert beide Kostenblöcke und teilt sie durch die Zahl der Einstellungen im gleichen Zeitraum. Zusätzlich zeigt er den Anteil der externen Kosten. Ein hoher Anteil weist oft auf teure Personalberater hin, ein niedriger auf viel interne Arbeit, die in der Planung leicht übersehen wird.
Kennzahl richtig nutzen
Damit die Cost per Hire aussagekräftig ist, sollten Sie die Kosten immer gleich abgrenzen. Werden in einem Quartal interne Stunden mitgezählt und im nächsten nicht, ist der Vergleich wertlos. Legen Sie fest, welche Positionen dazugehören, und rechnen Sie getrennt nach Stellenarten, denn eine Fachkraft im IT-Bereich kostet in der Regel deutlich mehr als eine Aushilfe.
Personalberater verlangen häufig 20 bis 30 Prozent des Jahresgehalts der vermittelten Person. Bei schwer zu besetzenden Stellen kann sich das lohnen, wenn eine lange Vakanz sonst höhere Kosten verursacht. Wie teuer eine unbesetzte Stelle ist, zeigt der Vakanzkosten-Rechner.
Niedrige Kosten pro Einstellung sind nicht automatisch gut. Entscheidend ist auch die Qualität: Verlässt eine neue Mitarbeiterin oder ein neuer Mitarbeiter das Unternehmen in der Probezeit, fallen die Kosten erneut an. Ergänzende Kennzahlen sind die Time to Hire, die Quote der Kündigungen im ersten Jahr und die Zufriedenheit der Führungskräfte mit den Einstellungen.
Nicht enthalten sind die Kosten der Einarbeitung, bis die neue Person voll produktiv ist. Sie können je nach Stelle mehrere Monatsgehälter ausmachen. Die gesamten Kosten einer Stelle zeigt der Arbeitgeberkosten-Rechner, den Personalbedarf eines Teams der Personalbedarf-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Recruiting steuern.
- Abgrenzung: Gleich halten.
- Kanäle: Vergleichen.
- Empfehlungen: Nutzen.
- Qualität: Mitmessen.
Weitere Rechner: Beruf & Arbeitszeit
Häufige Fragen
Was ist die Cost per Hire?
Die durchschnittlichen Recruitingkosten je besetzter Stelle.
Gehören interne Kosten zur Cost per Hire?
Ja, sonst wird die Kennzahl zu niedrig ausgewiesen.
Was kostet ein Personalberater?
Häufig 20 bis 30 Prozent des Jahresgehalts der vermittelten Person.
Wie hoch ist die Cost per Hire im Schnitt?
Oft einige tausend Euro, bei Fachkräften deutlich mehr.
Wie senke ich die Recruiting-Kosten?
Mit Empfehlungsprogrammen, eigener Karriereseite und schnellen Prozessen.
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