Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.
Wie viel vom Lohn darf gepfändet werden?
Bei einer Lohnpfändung darf ein Gläubiger nicht das gesamte Einkommen einziehen. Die Zivilprozessordnung schützt einen Grundbetrag, damit der Lebensunterhalt gesichert bleibt. Wer Unterhalt an Kinder, Ehepartner oder andere Angehörige zahlt, erhält einen höheren Schutz. Der Rechner ermittelt den pfändbaren Betrag nach dem Verfahren des § 850c ZPO.
Zunächst wird der Freibetrag bestimmt: der Grundfreibetrag plus eine Erhöhung für die erste unterhaltsberechtigte Person und eine kleinere Erhöhung für jede weitere bis zur fünften. Vom Einkommen über diesem Freibetrag ist nur ein Teil pfändbar: ohne Unterhaltspflichten 70 Prozent, mit einer Person 50 Prozent, mit zwei 40, mit drei 30, mit vier 20 und ab fünf Personen 10 Prozent.
Liegt das Nettoeinkommen über einer Obergrenze, ist der darüber liegende Teil vollständig pfändbar. Für die Berechnung wird das Nettoeinkommen auf volle 10 Euro abgerundet. Die Beträge werden jedes Jahr zum 1. Juli angepasst und im Bundesgesetzblatt bekannt gemacht. Im Rechner sind sie deshalb editierbar; die Standardwerte sind gültig ab 1. Juli 2026 (Grundfreibetrag 1.587,40 Euro, plus 597,42 Euro für die erste und je 332,83 Euro für die zweite bis fünfte unterhaltsberechtigte Person, voll pfändbar über 4.866,30 Euro). Jährlich zum 1. Juli Stand prüfen.
Was beim Pfändungsschutz zu beachten ist
Maßgeblich ist das Nettoeinkommen nach den Regeln der Zivilprozessordnung. Bestimmte Bezüge sind ganz oder teilweise unpfändbar, etwa die Hälfte der Überstundenvergütung, Aufwandsentschädigungen in üblicher Höhe oder Teile des Weihnachtsgeldes. Diese Beträge werden vor der Berechnung abgezogen. Die Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers, die die Pfändung umsetzt, ermittelt das maßgebliche Netto.
Für Unterhaltsgläubiger gelten andere Regeln. Wird wegen Unterhaltsschulden gepfändet, kann das Vollstreckungsgericht den Freibetrag deutlich niedriger festsetzen. Auch auf Antrag kann das Gericht die Freibeträge im Einzelfall verändern, zum Beispiel wenn eine unterhaltsberechtigte Person eigenes Einkommen hat.
Für Guthaben auf dem Bankkonto gilt ein eigener Schutz über das Pfändungsschutzkonto. Auf einem P-Konto ist ein Grundfreibetrag pro Monat geschützt, der sich mit Bescheinigungen über Unterhaltspflichten oder Sozialleistungen erhöhen lässt. Jede Person kann nur ein P-Konto führen; die Umwandlung eines bestehenden Girokontos ist kostenfrei möglich.
Die Rechnung ersetzt keine Rechts- oder Schuldnerberatung. Kostenlose Hilfe bieten Schuldnerberatungsstellen der Kommunen, Wohlfahrtsverbände und Verbraucherzentralen. Wie viel Netto aus Ihrem Brutto bleibt, zeigt der Brutto-Netto-Rechner, die Höhe von Unterhaltszahlungen der Kindesunterhalt-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Pfändung verstehen.
- Werte: Jeden Juli neu.
- Unterhalt: Nachweisen.
- P-Konto: Einrichten.
- Beratung: Schuldnerberatung.
Weitere Rechner: Beruf & Arbeitszeit
Häufige Fragen
Wie viel darf vom Lohn gepfändet werden?
Nur der Teil über dem Freibetrag und davon je nach Unterhaltspflichten 10 bis 70 Prozent.
Wann ändern sich die Pfändungsfreigrenzen?
Jedes Jahr zum 1. Juli; die Standardwerte im Rechner sind gültig ab 1. 7. 2026, danach Stand prüfen.
Zählen Kinder bei der Pfändung?
Ja, wenn Sie ihnen Unterhalt leisten, erhöht sich der Freibetrag.
Was ist ein P-Konto?
Ein Pfändungsschutzkonto, das einen monatlichen Grundbetrag auf dem Konto schützt.
Wer setzt die Lohnpfändung um?
Der Arbeitgeber als Drittschuldner überweist den pfändbaren Teil an den Gläubiger.
- Pfändungsfreigrenze berechnen
- Pfändungstabelle
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- Lohnpfändung Rechner
- § 850c ZPO
- Pfändungsfreibetrag Unterhalt
Rechtlicher Hinweis: Die Berechnungen sind keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind Ihr Arbeits- oder Tarifvertrag, die Gesetze und die Auskunft der zuständigen Stelle (zum Beispiel Arbeitsagentur, Krankenkasse oder Rentenversicherung).
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