Warum das Monatsgehalt allein nicht reicht
In Stellenanzeigen, Gehaltsreports und Verhandlungen wird meist das Jahresbrutto genannt, auf dem Lohnzettel steht dagegen das Monatsbrutto. Die Umrechnung ist nur dann einfach, wenn genau zwölf gleiche Gehälter gezahlt werden. Viele Arbeitgeber zahlen aber ein 13. Gehalt als Weihnachtsgeld, manche ein 14. als Urlaubsgeld, und in Tarifverträgen kommen auch Bruchteile vor.
Ein Jahresgehalt von 60.000 Euro bedeutet bei 12 Gehältern 5.000 Euro im Monat, bei 13 Gehältern nur 4.615,38 Euro und bei 14 Gehältern 4.285,71 Euro. Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb immer auf das Jahr umrechnen. Umgekehrt ist ein Monatsgehalt von 4.500 Euro bei 14 Gehältern 63.000 Euro im Jahr wert, bei 12 Gehältern nur 54.000 Euro.
Der Rechner rechnet in beide Richtungen und zeigt zusätzlich den Durchschnitt pro Kalendermonat, die Sonderzahlungen im Jahr und den Bruttostundenlohn bei Ihrer Wochenarbeitszeit.
Sonderzahlungen und Netto
Ob ein 13. oder 14. Gehalt gezahlt wird, regelt der Arbeits- oder Tarifvertrag. Häufig hängt die volle Zahlung davon ab, dass das Arbeitsverhältnis zu einem Stichtag besteht oder ungekündigt ist. Im Eintrittsjahr gibt es oft nur einen anteiligen Betrag. Prüfen Sie bei Vergleichen außerdem, ob eine Sonderzahlung garantiert oder freiwillig ist; freiwillige Leistungen können wegfallen.
Sonderzahlungen werden als sonstige Bezüge versteuert. Weil sie zusätzlich zum laufenden Gehalt kommen, wird auf sie ein höherer Grenzsteuersatz fällig, und in den Monaten der Auszahlung fallen die Abzüge höher aus. Über das Jahr gerechnet entspricht die Steuer aber weitgehend der eines gleichmäßig verteilten Gehalts. Sozialabgaben fallen bis zu den Beitragsbemessungsgrenzen an.
Für Elterngeld, Krankengeld und andere Lohnersatzleistungen zählt meist nur das laufende Gehalt, Sonderzahlungen bleiben teilweise unberücksichtigt. Wer die Wahl hat, ob ein Teil des Gehalts als Sonderzahlung oder als höheres Monatsgehalt gezahlt wird, sollte das bedenken. Bei gleicher Jahressumme kann ein höheres laufendes Gehalt solche Leistungen erhöhen.
Wie viel netto von Monats- und Jahresgehalt bleibt, berechnet der Brutto-Netto-Rechner, die Auszahlung des Weihnachtsgelds der Weihnachtsgeld-Netto-Rechner. Die Umrechnung zwischen Stunden-, Wochen-, Monats- und Jahreslohn ohne Sonderzahlungen bietet der Gehalt-Umrechner.
Tipps und typische Fehler
Gehälter vergleichen.
- Jahr: Immer umrechnen.
- Sonderzahlung: Garantiert?
- Stichtag: Bedingungen lesen.
- Stunden: Mitvergleichen.
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Häufige Fragen
Wie rechne ich Jahresgehalt in Monatsgehalt um?
Jahresgehalt durch die Zahl der Gehälter teilen, also durch 12, 13 oder 14.
Was bedeuten 13 Gehälter?
Neben 12 Monatsgehältern wird ein weiteres Gehalt als Sonderzahlung gezahlt, meist als Weihnachtsgeld im November oder Dezember.
Was bedeuten 12,5 Gehälter?
Zusätzlich zu 12 Monatsgehältern wird ein halbes Monatsgehalt als Sonderzahlung gezahlt.
Ist das Weihnachtsgeld Pflicht?
Nein, nur wenn es im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart ist oder durch betriebliche Übung entsteht.
Wann wird das 13. Gehalt gezahlt?
Meist mit dem November- oder Dezembergehalt, je nach Vertrag.
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Rechtlicher Hinweis: Die Berechnungen sind keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind Ihr Arbeits- oder Tarifvertrag, die Gesetze und die Auskunft der zuständigen Stelle (zum Beispiel Arbeitsagentur, Krankenkasse oder Rentenversicherung).
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