So kalkulieren Sie ein Angebot
Wer Projekte für Kunden übernimmt, muss den Preis aus dem Aufwand ableiten. Der Ausgangspunkt ist die geschätzte Arbeitszeit. Multipliziert mit dem Stundensatz ergibt sie das Honorar. Das Honorar sollte nicht nur die reine Arbeit abdecken, sondern auch Fixkosten, Versicherungen, Weiterbildung, Urlaub und Gewinn, die der Stundensatz enthalten muss.
Dazu kommen die Fremdkosten, die Sie für das Projekt auslegen. Auf sie schlagen viele Anbieter einen kleinen Aufschlag für Beschaffung, Verwaltung und Haftung. Wichtig ist außerdem der Risikopuffer. Projekte dauern in der Praxis fast immer länger als geplant, weil Kunden Änderungen wünschen und Aufgaben unterschätzt werden. Ein Puffer von 10 bis 30 Prozent ist üblich.
Aus den Bausteinen entsteht der Angebotspreis netto. Mit Umsatzsteuer folgt der Bruttopreis. Der effektive Stundensatz zeigt, was nach Abzug der durchgereichten Fremdkosten je Stunde bleibt. Er sollte mindestens Ihrem Wunschsatz entsprechen, sonst arbeiten Sie unter Preis.
Tipps für Angebote
Legen Sie den Leistungsumfang schriftlich fest und beschreiben Sie, was nicht enthalten ist. Änderungswünsche außerhalb des Umfangs rechnen Sie nach Aufwand ab. So schützt der Puffer vor Überraschungen, ohne dass der Kunde jeden Zusatz als Selbstverständlichkeit betrachtet.
Teilen Sie das Projekt in Arbeitspakete und schätzen Sie jedes einzeln. Das ist genauer als eine Gesamtschätzung. Bei großen Projekten helfen Meilensteine mit Teilzahlungen, damit Sie nicht in Vorleistung gehen müssen. Ein Abschlag zu Beginn sichert die Liquidität.
Der Rechner geht von einem Festpreis aus. Bei Abrechnung nach Aufwand entfällt der Puffer, dafür tragen Sie das Mehrstundenrisiko nicht. Beachten Sie bei Kleinunternehmern die Umsatzsteuerbefreiung und wählen Sie 0 Prozent. Für den passenden Stundensatz hilft der Stundensatz-Rechner für Selbstständige.
Dokumentieren Sie nach Projektende den tatsächlichen Aufwand und vergleichen Sie ihn mit der Schätzung. Aus der Abweichung lernen Sie, wie groß der Puffer künftig sein sollte und welche Arbeitspakete Sie regelmäßig unterschätzen. Mit der Zeit werden Ihre Angebote genauer, und Sie können Kunden mit Zahlen belegen, warum ein Projekt seinen Preis hat.
Tipps und typische Fehler
Angebote sauber kalkulieren.
- Umfang: Leistung schriftlich festlegen.
- Pakete: Aufwand je Arbeitspaket schätzen.
- Puffer: Nie auf null setzen.
- Zahlung: Abschläge vereinbaren.
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Dieser Rechner hilft bei diesen und ähnlichen Fragen:
- Projekt kalkulieren
- Angebot kalkulieren
- Angebotspreis berechnen
- Freelancer Angebot
- Projektpreis berechnen
- Aufwand Stundensatz Angebot
Häufige Fragen
Wie hoch sollte der Risikopuffer sein?
Meist 10 bis 30 Prozent, je nach Unsicherheit des Projekts.
Was gehört in die Fremdkosten?
Alle Ausgaben, die Sie für den Auftrag an Dritte zahlen, etwa Material, Lizenzen oder Subunternehmer.
Was ist der effektive Stundensatz?
Der Betrag je Stunde nach Abzug der durchgereichten Fremdkosten. Er zeigt, was Ihre Arbeit tatsächlich einbringt.
Wie hoch sollte der Puffer sein?
Meist 10 bis 30 Prozent auf den Aufwand.
Was ist ein Festpreis?
Ein vereinbarter Gesamtpreis unabhängig vom tatsächlichen Aufwand.
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