Wie eine Leasingrate entsteht
Beim Leasing zahlen Sie im Kern den Wertverlust des Fahrzeugs während der Laufzeit, dazu Zinsen auf das gebundene Kapital. Der Leasinggeber kauft das Auto, rechnet einen Restwert für das Vertragsende aus und verteilt die Differenz zum Kaufpreis abzüglich Ihrer Anzahlung auf die Monatsraten.
Weil der Restwert erst am Ende zurückfließt, wird er für die Rechnung abgezinst. Der Rest wird wie ein Kredit mit monatlich nachschüssigen Raten verzinst. Mit diesem Verfahren können Sie Werbeangebote nachrechnen und prüfen, welcher Zins oder welcher Restwert in einer genannten Rate steckt.
Ergänzend zeigt der Rechner den Leasingfaktor, also die Rate in Prozent des Fahrzeugpreises. Er ist die gängige Kennzahl, um Angebote unterschiedlicher Preisklassen zu vergleichen. Werte um oder unter eins gelten im Privatleasing als günstig, sofern keine hohe Sonderzahlung die Rate künstlich drückt.
Rate = (Preis − Anzahlung − Restwert × (1 + i)^−n) × i ÷ (1 − (1 + i)^−n), mit i = Zins ÷ 12
Angebote ehrlich vergleichen
Eine hohe Sonderzahlung senkt die Rate, nicht aber die Gesamtkosten. Teilen Sie die Anzahlung deshalb gedanklich durch die Laufzeit und addieren Sie sie zur Rate. Erst dann lassen sich ein Angebot mit 0 Euro Anzahlung und eines mit 5.000 Euro Anzahlung fair gegenüberstellen. Der Rechner weist die Gesamtkosten aus diesem Grund getrennt aus.
Neben der Rate fallen Überführung, Zulassung, Vollkaskoversicherung und oft ein Wartungspaket an. Diese Posten kommen in keiner Leasingrate vor, gehören aber in Ihr Budget. Bei Kilometerleasing kommen Mehrkilometer hinzu, bei Restwertleasing tragen Sie das Risiko, dass das Auto am Ende weniger wert ist als kalkuliert.
Prüfen Sie den Restwert kritisch. Ein unrealistisch hoher Restwert macht die Rate klein, kann aber bei Restwertverträgen am Ende eine Nachzahlung auslösen. Vergleichen Sie ihn mit Gebrauchtwagenpreisen ähnlicher Fahrzeuge, die drei Jahre alt sind und eine vergleichbare Laufleistung haben.
Die Rechnung ist eine Näherung, da Leasinggesellschaften intern mit eigenen Restwerten, Provisionen und Zinsen kalkulieren. Für den Kauf als Alternative eignet sich der Leasing-oder-Kauf-Rechner, für eine klassische Finanzierung der Autokredit-Rechner. Die Werte ersetzen keine Finanzierungsberatung; maßgeblich ist der Vertrag.
Tipps und typische Fehler
Leasing durchrechnen.
- Anzahlung: Auf Laufzeit verteilen.
- Restwert: Mit Marktpreisen vergleichen.
- Nebenkosten: Einplanen.
- Faktor: Zum Vergleichen.
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Häufige Fragen
Wie berechnet man eine Leasingrate?
Preis minus Anzahlung minus abgezinster Restwert wird über die Laufzeit wie ein Kredit verzinst und in Monatsraten aufgeteilt.
Was ist ein guter Leasingfaktor?
Als günstig gelten Werte um eins oder darunter, gerechnet ohne hohe Sonderzahlung.
Lohnt sich eine hohe Anzahlung beim Leasing?
Sie senkt die Rate, aber kaum die Gesamtkosten und ist bei Totalschaden oder Insolvenz des Händlers riskant.
Was gehört nicht in die Leasingrate?
Überführung, Zulassung, Versicherung, Wartung und Mehrkilometer.
Ist Restwertleasing riskant?
Ja, liegt der tatsächliche Wert unter dem kalkulierten Restwert, zahlen Sie die Differenz.
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Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Modellrechnungen mit angenommenen Werten und keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Kapitalanlagen und der Handel mit Hebelprodukten sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden; frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen. Vor Entscheidungen sollten Sie eine unabhängige Beratung einholen.
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