Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Warum der kWh-Preis allein nicht reicht
Beim öffentlichen Laden werben Anbieter mit unterschiedlichen Modellen. Manche verlangen nur einen Preis je Kilowattstunde, andere kombinieren einen niedrigeren kWh-Preis mit einer monatlichen Grundgebühr. Einige Tarife rechnen zusätzlich nach Minuten ab, und fast alle erheben eine Blockiergebühr, wenn das Auto nach einer bestimmten Zeit noch an der Säule steht.
Welcher Tarif günstiger ist, hängt deshalb vom eigenen Ladeverhalten ab. Wer selten öffentlich lädt, fährt mit einem Tarif ohne Grundgebühr meist besser. Wer oft am Schnelllader steht, profitiert von einem Abo mit niedrigem kWh-Preis. Der Rechner stellt beide Tarife mit Ihren Werten gegenüber und rechnet alles auf den Monat und auf 100 Kilometer um.
Die Ladedauer ergibt sich aus der geladenen Energie geteilt durch die mittlere Ladeleistung. Zusammen mit der Standzeit nach dem Laden entsteht die Zeit an der Säule. Liegt sie über der Freigrenze des Tarifs, fallen Blockierminuten an.
Tipps für die Tarifwahl
Rechnen Sie mit realistischen Werten. Die angezeigte Spitzenleistung eines Schnellladers erreicht ein Auto nur kurz; über den ganzen Vorgang liegt die mittlere Leistung oft bei der Hälfte. Im Winter und bei vollem Akku sinkt sie weiter. Bei Minutentarifen verteuert das jede Kilowattstunde spürbar.
Blockiergebühren beginnen an Wechselstromsäulen häufig nach vier Stunden, an Schnellladern oft schon nach 45 oder 60 Minuten. Manche Anbieter setzen sie nachts aus oder deckeln sie je Vorgang. Diese Einzelheiten stehen im Preisblatt; tragen Sie die Freigrenze so ein, dass sie zu der Säule passt, an der Sie meist laden.
Die Preise ändern sich regelmäßig, und Roaming bei fremden Betreibern kostet oft mehr als das Laden im eigenen Netz des Anbieters. Prüfen Sie den Stand vor der Entscheidung in der App oder auf der Website. Seit der Ladesäulenverordnung muss der Preis an der Säule oder vor dem Start angezeigt werden.
Ladeverluste sind im Rechner nicht enthalten, weil öffentliche Säulen die abgegebene Energie abrechnen. Für das Laden zu Hause eignet sich der Ladekosten-Rechner, für die Dauer eines Ladevorgangs der Ladedauer-Rechner. Ein Vergleich mit dem Verbrenner zeigt, ab welcher Tarifhöhe sich der Vorteil des E-Autos aufzehrt.
Tipps und typische Fehler
Günstiger laden.
- Grundgebühr: Nur bei Vielladern.
- Blockierzeit: Rechtzeitig abstecken.
- Roaming: Oft teurer.
- App: Preis vor Start prüfen.
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Häufige Fragen
Lohnt sich ein Ladetarif mit Grundgebühr?
Wenn Sie regelmäßig öffentlich laden; bei wenigen Ladungen im Monat meist nicht.
Was ist eine Blockiergebühr?
Ein Minutenpreis, der ab einer bestimmten Standzeit an der Säule fällig wird.
Warum ist die mittlere Ladeleistung wichtig?
Sie bestimmt die Ladedauer und damit Minutenpreise und Blockierzeiten.
Wann lohnt ein Tarif mit Grundgebühr?
Wenn die Ersparnis beim kWh-Preis die Grundgebühr übersteigt, meist ab mehreren Schnellladungen im Monat.
Zählt der Minutenpreis auch beim Warten?
In vielen Tarifen ja, solange das Auto an der Säule angeschlossen ist.
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