Rechnet sich eine eigene Wallbox?
Wer ein Elektroauto fährt, lädt am günstigsten zu Hause. Eine Wallbox lädt schneller und sicherer als die Haushaltssteckdose und kostet mit Installation meist zwischen 1.000 und 2.500 Euro. Ob sich diese Investition lohnt, hängt vor allem davon ab, wie viel Sie fahren und wie groß der Preisunterschied zum öffentlichen Laden ist.
Der Rechner ermittelt zuerst den jährlichen Ladestrom aus Fahrleistung und Verbrauch, inklusive Ladeverlusten. Ohne Wallbox nimmt er an, dass Sie alles an öffentlichen Säulen laden. Mit Wallbox laden Sie den gewählten Anteil zu Hause zum Haushaltsstrompreis, den Rest weiterhin unterwegs. Aus der Differenz ergibt sich die Ersparnis pro Jahr.
Teilt man die Netto-Investition, also Kosten abzüglich Förderung, durch die jährliche Ersparnis, erhält man die Amortisationszeit. Zusätzlich zeigt der Rechner das Ergebnis über die gesamte Nutzungsdauer. Ist Laden zu Hause nicht günstiger als unterwegs, amortisiert sich die Wallbox nicht; dann weist der Rechner darauf hin.
Kosten senken und richtig planen
Den größten Einfluss hat der Strompreis zu Hause. Spezielle Autostromtarife oder dynamische Tarife mit günstigen Nachtstunden senken die Kosten weiter. Seit 2024 können steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wallboxen nach § 14a EnWG ein reduziertes Netzentgelt erhalten, wenn der Netzbetreiber die Leistung in Ausnahmefällen begrenzen darf.
Mit einer eigenen Photovoltaikanlage wird die Rechnung noch günstiger, weil Solarstrom vom Dach oft weniger als 15 Cent je Kilowattstunde kostet. Eine Wallbox mit Überschussladen nutzt gezielt den Strom, der sonst ins Netz eingespeist würde. Tragen Sie in diesem Fall einen gemischten Preis aus Solar- und Netzstrom ein.
Vor dem Kauf sollten Sie klären, ob der Hausanschluss ausreicht und wie lang die Leitung vom Zählerschrank ist, denn die Installation macht oft den größeren Teil der Kosten aus. Wallboxen bis 11 kW müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden, größere Leistungen brauchen eine Genehmigung. Mieter und Wohnungseigentümer haben einen Anspruch auf Zustimmung.
Förderprogramme für Wallboxen gibt es nur noch vereinzelt, etwa von Kommunen, Ländern oder Energieversorgern; Stand prüfen, ohne Gewähr. Die Ladedauer an der Wallbox zeigt der E-Auto-Ladedauer-Rechner, die Ladekosten je Kilometer der E-Auto-Ladekosten-Rechner. Die Ergebnisse sind Schätzungen auf Basis Ihrer Eingaben.
Tipps und typische Fehler
Wallbox planen.
- Anschluss: Elektriker prüfen.
- Anmelden: Beim Netzbetreiber.
- Tarif: Autostrom vergleichen.
- § 14a: Netzentgelt sparen.
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Häufige Fragen
Was kostet eine Wallbox mit Installation?
Meist 1.000 bis 2.500 Euro, je nach Gerät und Aufwand der Installation.
Wie hoch sind die Ladeverluste?
An der Wallbox meist 5 bis 15 Prozent, an der Haushaltssteckdose oft mehr.
Muss ich eine Wallbox anmelden?
Ja, beim Netzbetreiber; ab 11 kW ist eine Genehmigung nötig.
Wie lange dauert das Laden an der Wallbox?
Mit 11 kW lädt ein typischer Akku in etwa fünf bis acht Stunden voll.
Lohnt sich eine Wallbox mit Photovoltaik?
Meist ja, weil Solarstrom deutlich günstiger als Netzstrom ist.
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